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Unternehmen wirbt für vermeintliches Glasfaser-Projekt

Ein Schreiben der "Deutschen Glasfaser" sorgt im Saterland für Verwirrung. Denn: Das Angebot des Unternehmens hat mit dem Ausbauprogramm der Gemeinde gar nichts zu tun.

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Stichtag ist der 30. September: Der Firma „Deutsche Glasfaser“ zufolge müssen sich mindestens 40 Prozent der Saterländer für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Foto: dpa/Büttner

Stichtag ist der 30. September: Der Firma „Deutsche Glasfaser“ zufolge müssen sich mindestens 40 Prozent der Saterländer für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Foto: dpa/Büttner

Ein Schreiben des Unternehmens „Deutsche Glasfaser“, das in den Briefkästen vieler Saterländer auftaucht, sorgt zurzeit für Verwirrung. Unter anderem steht in dem rund 20 Zeilen langen Brief: „Um Ihre Heimat Saterland nachhaltig zu stärken und zu entwickeln, muss der Breitbandausbau forciert werden.“ Weiter heißt es, dass sich im Ausbaugebiet während der sogenannten Nachfragebündelung mindestens 40 Prozent der anschließbaren Haushalte bis zum Stichtag am 30. September für einen Glasfaseranschluss entscheiden müssen. Zudem lädt das Unternehmen zu einem Online-Infoabend ein.

Zwei verschiedene Paar Schuhe: Viele Bürger meldeten sich daraufhin bei der Gemeinde Saterland, um Fragen zu stellen. Die Gemeinde bemüht sich seit Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Cloppenburg, den Breitbandausbau in unterversorgten Gebieten, den sogenannten „weißen Flecken“, voranzutreiben. Allerdings hat das Angebot der „Deutschen Glasfaser“ mit dem Ausbauprogramm der Gemeinde Saterland gar nichts zu tun. Darauf machte auch Bürgermeister Thomas Otto in einem Beitrag im sozialen Netzwerk Facebook aufmerksam. „Die Firma Deutsche Glasfaser möchte mit diesen Schreiben per Postwurfsendung neue Kunden für ihre Produkte akquirieren. Es handelt sich hierbei nicht um den von der Gemeinde Saterland und dem Landkreis Cloppenburg geförderten Netzausbau“, schreibt Otto. „Die ‚Deutsche Glasfaser’ erhält keinerlei Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung [...] sodass die Gemeindeverwaltung zu möglichen Planungen keine Auskünfte erteilen kann“, so der Bürgermeister.

Auf Nachfrage sagt Otto, dass es sich um „zwei völlig verschiedene Paar Schuhe“ handele. Das privatrechtliche Angebot des Unternehmens mit Sitz in Nordhein-Westfalen sei einfach ein weiteres Angebot auf dem Glasfaser-Markt. Das sei allerdings nicht unbedingt negativ. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, findet Otto.

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