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"Unser Dorf hat Zukunft": Osterfeine träumt vom Bundeswettbewerb

Die Osterfeiner hatten Glück: Ihr Dorf wurde ausgelost. Es darf nun zum zweiten Mal nach 2018 am Landesentscheid von "Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen. Und: Osterfeine träumt von mehr.

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Haben viel Arbeit vor sich: Von der Dorfgemeinschaft Osterfeine engagieren sich (von links) Daniela Lange, Marlies Enneking und Josef Gravemeyer im Dorfwettbewerb. Foto: Lammert

Haben viel Arbeit vor sich: Von der Dorfgemeinschaft Osterfeine engagieren sich (von links) Daniela Lange, Marlies Enneking und Josef Gravemeyer im Dorfwettbewerb. Foto: Lammert

Osterfeine hat Zukunft. Davon ist die Dorfgemeinschaft felsenfest überzeugt. Einer breiten Öffentlichkeit hatte sie sich beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2017 und 2018 auf Kreis- und Landesebene bereits vorgestellt. Gerne hätten die Osterfeiner, die den Kreiswettbewerb gewannen, seinerzeit auch noch am Bundesentscheid teilgenommen. Doch dafür reichte die Platzierung auf Landesebene nicht.

Jetzt will es die Dorfgemeinschaft um den Vorsitzenden Josef Gravemeyer und die Vorstandsmitglieder Daniela Lange sowie Marlies Enneking noch einmal wissen. Osterfeine hat sich erneut für den Landesentscheid qualifiziert. Und das, obwohl kein Kreiswettbewerb stattgefunden hatte.

"Im Mai oder Juni nächsten Jahres wird die Kommission Osterfeine besuchen."Josef Gravemeyer, Dorfgemeinschaft

Wie das? Die Osterfeiner hatten Glück. Da neben ihnen auch Lüsche Interesse angemeldet hatte, auf Landesebene anzutreten, entschied im Kreishaus in Vechta ein Münzwurf. Marlies Enneking hatte auf Zahl getippt. Und als die Münze lag, war die Zahl oben.

"Niedersachsen hält an dem Wettbewerb fest. Im Mai oder Juni nächsten Jahres wird die Kommission Osterfeine besuchen. Der Bundeswettbewerb ist im Herbst geplant", sagt Josef Gravemeyer. Die genauen Termin stehen noch nicht fest.

Seit 2018 hat sich im Dorf viel getan

Dem Besuch sehen die Osterfeiner, deren erklärtes Ziel die Teilnahme am nächsten Bundeswettbewerb ist, optimistisch entgegen. Schließlich habe sich im Vergleich zu 2018, als sie die Qualifikation für den Bundeswettbewerb verpassten, einiges getan, sagt Marlies Enneking. Sie verweist auf den mittlerweile sanierten Meyerhof, das umgestaltete Kirchenumfeld und den komplett sanierten Bereich vor der Sportanlage.

Aber nicht nur damit möchte die Dorfgemeinschaft punkten. Sie hat mit einer Drohne die Ausgrabungen auf dem Areal des neuen Wohngebietes "Auf dem Kirchesch" filmen lassen. Der Beitrag soll gezeigt werden. Überzeugen will Osterfeine zudem damit, dass nachgewiesen ist, dass bereits 500 vor Christus Menschen rund um das Dorf lebten.

Auch im privaten Bereich habe sich, abgesehen vom Meyerhof, in den vergangenen drei Jahren einiges getan, ergänzt Daniela Lange. So hätten zahlreiche Hauseigentümer die Fachwerkfassaden ihrer Wohngebäude sanieren lassen. 

Auch mit sozialem Leben wollen Osterfeiner punkten

Neben Gebäuden und Plätzen spielen, das wissen die Osterfeiner, die Dorfgemeinschaft und das soziale Leben eine wichtige Rolle bei der Bewertung. Auch da habe das Dorf viel zu bieten, sind die Bewohner überzeugt. "Schwarz-Weiß Osterfeine hat trotz der Corona-Pandemie keine Mitglieder verloren", nennt Marlies Enneking ein Beispiel.

Dazu komme die Großtagespflege für Kinder; bei den Bewerbungen 2017 noch 2018 habe es die Einrichtung noch nicht gegeben. Sie zeige, wie lebendig der Ort sei. Aber auch eine Strickrunde mit bis zu zehn Frauen, die sich alle 14 Tage treffen, sei ein guter Beleg für die funktionierende dörfliche Gemeinschaft, erklärt Daniela Lange.

Die Dorfgemeinschaft wolle den Juroren zeigen, dass Osterfeine optimistisch in die kommenden Jahrzehnte blicken könne, heißt es. Dazu habe sich die Dorfgemeinschaft in der jüngeren Vergangenheit mit Themen befasst, die für die Zukunft ihres Ortes stehen.

"Für uns ist es da ganz wichtig, dass wir unsere Grundschule und unseren Kindergarten behalten."Josef Gravemeyer, Dorfgemeinschaft

"Für uns ist es da ganz wichtig, dass wir unsere Grundschule und unseren Kindergarten behalten", betont Josef Gravemeyer. Deshalb begrüße er auch das neue Baugebiet "Auf dem Kirchesch" mit seinen rund 30 Bauplätzen. Junge Familien aus dem Dammer Osten könnten dort ein Eigenheim beziehen.

Und wie soll es weitergehen in Sachen Dorfwettbewerb? "Anfang des nächsten Jahres sollen die ersten Vorbereitungstreffen stattfinden, zu denen wir die örtlichen Vereine und Gruppen einladen wollen, um den Besuch der Kommission vorzubereiten", gibt Marlies Enneking den gedachten Rahmenplan vor. Die gesamte Organisation solle unter Federführung der Dorfgemeinschaft stattfinden.

"Wir sind davon überzeugt, dass wieder die ganze Dorfgemeinschaft mitzieht."Daniela Lange, Dorfgemeinschaft

"Wir sind davon überzeugt, dass wieder die ganze Dorfgemeinschaft mitzieht", meint Daniela Lange. Es komme viel Arbeit auf die Bürger für einen letztlich vielleicht anderthalbstündigen Besuch der Bewertungskommission beim Landeswettbewerb zu.

Rückblick: 2017 begrüßten Osterfeiner beim Kreisentscheid die Bewertungskommission mit dem aus bunten Buchstaben aufgesteckten Wettbewerbsmotto Unser Dorf hat Zukunft. Damals endete die Reise im Landeswettbewerb. In dem geht es nächstes Jahr erst los. Foto: LammertRückblick: 2017 begrüßten Osterfeiner beim Kreisentscheid die Bewertungskommission mit dem aus bunten Buchstaben aufgesteckten Wettbewerbsmotto "Unser Dorf hat Zukunft". Damals endete die Reise im Landeswettbewerb. In dem geht es nächstes Jahr erst los. Foto: Lammert

Die Mühen sollen sich aber lohnen. Denn nächstes Jahr soll auf Landesebene nicht Schluss sein. Dann soll, so der Wunsch, auch die Kommission nach Osterfeine reisen, die die Noten im Zuge des Bundeswettbewerbs vergibt. Und die Osterfeiner träumen nicht nur davon, sondern wollen auch intensiv daran arbeiten, dass sie auch bei dieser Wettbewerbsstufe ganz oben auf dem Treppchen stehen. 

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