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"Unser Dorf hat Zukunft": Falkenberg will mit SIEGlinde und SIEGfried überzeugen

Die Falkenberger können es kaum erwarten, die Jury beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" mit ihrer Präsentation und den damit verbundenen Visionen für ihr Dorf zu beeindrucken.

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Vorfreude: Die Falkenberger wollen gemeinsam mit den Strohpuppen SIEGlinde und SIEGfried die 11-köpfige Jury überzeugen.  Foto: Hoff

Vorfreude: Die Falkenberger wollen gemeinsam mit den Strohpuppen SIEGlinde und SIEGfried die 11-köpfige Jury überzeugen.  Foto: Hoff

Falkenberg ist heiß. Heiß auf den Sieg, heiß aufs Weiterkommen beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Am 8. September (Donnerstag) hat die Bauerschaft 90 Minuten Zeit, um die Jury davon zu überzeugen, dass Falkenberg in den Bundeswettbewerb gehört. Die 11 Juroren, darunter Vertreter des Städtebundes, der Landfrauen und des Landvolks, werden die Präsentation ganz genau unter die Lupe nehmen und ihre Punkte verteilen. Abzüge gibt es etwa, wenn die vorgegebene Zeit überzogen wird. 

Die gesamte Bereisung findet vom 30. August bis 8. September statt; 18 Dörfer werden besucht. Nur 2 von ihnen qualifizieren sich am Ende für den Bundeswettbewerb im kommenden Jahr. "Demnach gehören wir zu den Dörfern, die sich zuletzt zeigen dürfen", schlussfolgert Thomas von Höfen, Vorsitzender des Falkenberger Bürgervereins. Einen Nachteil sieht er darin nicht. Im Gegenteil. "Ich sehe das positiv, bis dahin sind die anderen Dörfer schon in Vergessenheit geraten und wir powern noch einmal richtig einen raus."

2000 hatte es Falkenberg bereits in den Landeswettbewerb geschafft

Seit 1974 nimmt Falkenberg regelmäßig an dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teil, bereits im Jahr 2000 hatte es die Bauerschaft in den Landeswettbewerb geschafft, damals hatte es für ein Weiterkommen nicht gereicht, es gab eine Ehrenurkunde. Jetzt, beim 2. Mal, stehen die Zeichen auf Sieg.

Passend dazu zieren jetzt zwei große Strohpuppen den Vorplatz der Kirche. Die Namen: SIEGlinde und SIEGfried. "Sie sollen ein äußeres Zeichen unserer Dorfgemeinschaft sein und für unseren Zusammenhalt stehen, auch in Anlehnung an unsere 100-Jahr-Feier vor 3 Jahren", berichtet von Höfen. Die Figuren blieben mindestens bis zum Ernte-Dank-Fest stehen. "Dann feiern wir gemeinsam unseren Erfolg und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob wir weiterkommen oder nicht. Wir können jetzt schon stolz darauf sein, was wir geleistet und erreicht haben", so von Höfen. Das dann geplante Fest solle auch als Dank an die Dorfgemeinschaft zu verstehen sein, die sich bei dem Wettbewerb toll einbringe. 

Landwirtschaft spielt bei der Präsentation große Rolle

Aus dem Landkreis Cloppenburg sind noch Auen-Holthaus (Lindern) und Lodbergen-Holthausen-Duderstadt (Löningen) im Rennen. "Die beiden Dörfer kennen wir gut, sie ticken ähnlich wie wir. Die restliche Konkurrenz können wir so gar nicht einschätzen", sagt der Bürgervereinsvorsitzende. Davon wolle er sich aber auch nicht verunsichern lassen. Stattdessen vertraue er auf die Präsentation, die die Falkenberger mit viel Liebe und Herzblut auf die Beine gestellt haben.

"Wir haben unser Zeitmanagement im Vergleich zur Vorrunde noch etwas optimiert, zudem beziehen wir unseren Bürgermeister Thomas Höffmann dieses Mal mehr mit ein, wir haben Dr. Bernhard Rump von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eingeladen, der sich zu unserem neuen Projekt ‚Dorf und Landwirtschaft‘ äußern wird, zudem werden unsere Nachbardörfer eventuell noch für die eine oder andere Überraschung sorgen", zählt von Höfen auf. Das Projekt "Dorf und Landwirtschaft" sei für die Falkenberger eine Herzensangelegenheit, "wir wollen Aufklärung leisten, für mehr Transparenz sorgen und einfach zeigen, wie wichtig die Landwirtschaft für unseren Ort ist". Auch in der Schule spiele das Thema eine Rolle, "die 1. und 2. Klasse der Grundschule Falkenberg hat jüngst den Bauernhof der Familie Meyer besucht", erzählt von Höfen. 

Weiterer Schwerpunkt bei der Präsentation soll die Dorfentwicklung sein. "Wir bewerben uns ja gemeinsam mit den Kommunen Staatsforsten, Varrelbusch und Petersfeld für die Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm. Da stellen wir natürlich auch unsere Ideen vor." Falkenberg werde sich der Jury mit all seinen Stärken und Schwächen zeigen. "Natürlich ist es schade, dass wir jetzt keine Gastwirtschaft mehr im Dorf haben. Aber das stellt uns vor neuen Herausforderungen, die es anzupacken gilt und wer weiß, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben", zeigt sich von Höfen zuversichtlich und ergänzt: "Am Ende holen wir die Punkte mit unserer starken Dorfgemeinschaft, denn am Tag der Präsentation werden nahezu alle Falkenberger auf den Beinen sein."

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