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Unnerweg: Gemeinde baut Regenrückhaltebecken

Die Maßnahme ist im Generalentwässerungsplan vorgesehen. Im Anschluss können die Fahrzeugwerke Böckmann ihre Erweiterungspläne umsetzen.

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Wasser marsch: Starkregenereignisse nehmen zu. Die Kommunen müssen sich vorbereiten. Foto: dpa

Wasser marsch: Starkregenereignisse nehmen zu. Die Kommunen müssen sich vorbereiten. Foto: dpa

Es wird rund 4000 Quadratmeter groß sein und fast 3000 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Das geplante Regenrückhaltebecken am Unnerweg soll in diesem Sommer gebaut werden. Es ist ein wichtiger Bestandteil im neuen Generalentwässerungsplan der Gemeinde Lastrup.

Das Becken soll auf einer bislang ungenutzten Fläche neben dem Veranstaltungsplatz entstehen. "Dort stört es niemanden", erklärt Bürgermeister Michael Kramer. Erweitert werden muss außerdem das bereits bestehende Rückhaltebecken im Bereich der Tennisplätze. Zusammen sollen beide verhindern, dass das angrenzende Industriegebiet mitsamt den Fahrzeugwerken Böckmann bei Starkregen unter Wasser steht.  

Denn mit extremen Wetterereignissen müssen auch die Lastruper in den kommenden Jahren rechnen. Sie sind eine Folge des Klimawandels, dem sich die Infrastruktur der Kommunen wohl oder übel anzupassen hat. Rund um den Unnerweg bedeutet das auch eine umfangreiche Erneuerung des Kanalnetzes. Sowohl die Leitungsrohre als auch die Sammler seien den künftigen Anforderungen nicht gewachsen, erklärt Kramer. Das soll sich bald ändern. 

Unnerweg wird nicht gesperrt

Rund 9 Millionen Euro wird die Gemeinde in den kommenden Jahren investieren.  Das gesamte Kanalnetz  umfasst rund 550 Hektar. Modern ist es allerdings nicht mehr. So bemängelten die Prüfer unter anderem die geringe Einbautiefe der Regenwasserkanalisation (im Mittel 1,60 Meter). Der quer durch Lastrup laufende Ruhrbach wurde ebenfalls in die Untersuchung einbezogen. 

Auf die Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens wartet auch die Firma Böckmann. Sie will ihre Produktion am Unnerweg ausbauen und mehrere neue Hallen errichten. Nach den Sommerferien könnte es damit losgehen. Zuvor müsse aber die Entwässerung des Gebietes sichergestellt sein, unterstreicht Kramer. Der Bürgermeister widersprach auch Gerüchten, der Unnerweg werde nach der Böckmann-Erweiterung für den Durchgangsverkehr gesperrt. "Das ist im Bebauungsplan nicht vorgesehen und war auch nie Teil der politischen Gespräche. Der Weg bleibt natürlich frei."

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