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Unbekannte hängen Wolf-Warnschilder im Emsland auf

Der Wolf verliert zunehmend an Scheu vor dem Menschen. Im Landkreis Emsland warnen Unbekannte mit Schildern vor dem Tier. Verbände und die Politik sehen das skeptisch.

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"Vorsicht! Hier ist ein Wolfsgebiet!": Unbekannte hängen Schild an Waldrand auf. Foto: dpa

"Vorsicht! Hier ist ein Wolfsgebiet!": Unbekannte hängen Schild an Waldrand auf. Foto: dpa

Heimlich aufgehängte Wolf-Warnschilder sorgen im Emsland für Ärger. Auch wenn der Bürgermeister von Neubörger, Ulrich Müller, seine Gemeinde vor dem Wolf schützen wolle, sei er strikt gegen die Schilder. „Wir werden alles daran setzen, mit dem Wolf vernünftig umzugehen“, sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Unbekannte hatten seinen Worten zufolge die Warntafeln mit der Aufschrift „Vorsicht! Hier ist ein Wolfsgebiet!“ ohne Erlaubnis an Baumstämme genagelt. Die Gemeinde wolle die Personen dahinter finden und die Schilder wieder abhängen, so Müller.

Wer die Warnschilder aufgehängt hat, ist nach Angaben der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) unklar. „Die Schilder dienen oft unterschiedlichen Zwecken, aber an der Realität gehen sie vorbei“, sagte der LJN-Wolfsbeauftragte, Raoul Reding. Es sei nicht das erste Mal, dass Unbekannte derartige Warnungen auf diesem Wege verbreiten.

"Wir müssen mit dem Wolf leben"

„Wir müssen mit dem Wolf leben“, betonte Bürgermeister Müller. Er sei dennoch besorgt um Kinder und Spaziergänger mit Hunden. Dass die Tiere ins Gebiet des Menschen eindringen würden, habe in der Region in den letzten Jahren zugenommen. Besonders seit der Pandemie hätten sich die Begegnungen zwischen Mensch und Tier gehäuft, weil es mehr Spaziergänger gebe.

Jagdrechtlich gibt es nach Angaben des Landkreises Emsland keine Einschränkungen hinsichtlich der Aufstellung von Schildern. „Sind die Schilder auf privaten Flächen mit Einverständnis des Flächeneigentümers angebracht worden, besteht kein rechtlicher Verstoß“, sagte die Sprecherin des Landkreises Emsland, Anja Rohde.

Anders sei es allerdings bei amtlichen Schildern, beispielsweise bei Warnungen vor Tollwut. Wenn diese nicht behördlich aufgestellt würden, sondern durch Privatpersonen, seien in solchen Fällen rechtliche Konsequenzen möglich.

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