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Unbekannte füttern Enten: Gastronomen befürchten Ratten

Yvonne Fleming berichtet von zahlreichen Brotstücken an der Soeste beim Bernayplatz. Verschiedene Organisationen raten unterdessen vom Füttern gänzlich ab, besonders mit Brot.

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Zahlreiche Brotstücke: So sah es in dieser Woche an der Soeste am Bernayplatz aus. Foto: Fleming

Zahlreiche Brotstücke: So sah es in dieser Woche an der Soeste am Bernayplatz aus. Foto: Fleming

Weil immer wieder die Enten an der Soeste beim Bernayplatz gefüttert werden, befürchtet Yvonne Fleming künftig ein Rattenproblem. Sie betreibt mit ihrem Ehemann Klaus an der Stelle ein Restaurant und berichtete gestern von zahlreichen Stücken Brot, die am Wasser ausgelegt wurden.

„Wir haben das schon häufiger beobachtet und haben auch kein Problem wegen der Enten“, sagt Fleming im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie befürchte allerdings, dass die Unbekannten damit auch Ratten anlocken. In der Vergangenheit hätten Gäste im dortigen Außenbereich des Restaurants bereits Nagetiere gesichtet. Die Brotstücke liegen immer ganz früh morgens an der Soeste, in diesem Fall seien fast drei Brote verteilt worden. Dies sei in diesem Jahr bereits drei- oder viermal der Fall gewesen.

Brot oder Gebäck sind für die Tiere ungesund

Wie die Umweltschutzorganisation WWF auf ihrer Homepage mitteilt, sollten Enten sowieso nicht gefüttert werden. Brot oder Gebäck seien für die Tiere ungesund: „Es lässt den Magen aufquellen und enthält zu viel Salz oder Zucker“. Es wirke wie Fast Food beim Menschen. „Zudem verlieren die Tiere auch durch die Fütterung die Scheu vor Menschen“. Dies könne für die Tiere gefährlich werden, sie könnten durch Unfälle auf der Straße oder durch Hunde getötet werden.

„Da die Enten oftmals nicht das gesamte Futter fressen, sinken die Essensreste in die Gewässer und verfaulen dort“, ergänzt die Tierschutzorganisation Peta. In Kombination mit Entenkot führe dies dazu, dass das Wasser „kippt“ und es dann zu wenig Sauerstoff für andere Tiere in den Gewässern gibt. „Nicht nur die Fische, auch die Pflanzen ersticken regelrecht“. Besonders im Sommer könne es schnell zu einem Umkippen des Wassers kommen. 

Ein bundesweites Verbot für das Füttern von Wasservögeln gebe es zwar nicht, jedoch können nach Angaben von Peta die Städte und Gemeinden entscheiden, ob sie ein Verbot erlassen wollen.

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