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Umzug des Wochenmarktes bleibt Option

Bis zum Abschluss der Stadtsanierung soll ein Konzept für den neuen Standort erarbeitet werden. Die Fraktionen sind sich einig, dass der Wochenmarkt eine Bereicherung für die Innenstadt wäre.

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<strong>Diskussionsbedarf:</strong> Im Gespräch mit Bürgermeister Sven Stratmann erläutert Marktbeschickerin Christa Albers ihre Bedenken zu einem Umzug des Marktes in die Innenstadt. Archivfoto: Stix

Diskussionsbedarf: Im Gespräch mit Bürgermeister Sven Stratmann erläutert Marktbeschickerin Christa Albers ihre Bedenken zu einem Umzug des Marktes in die Innenstadt. Archivfoto: Stix

Die Fraktionen im Friesoyther Stadtrat sind sich einig, dass ein Wochenmarkt mit lokalen und regionalen Anbietern im Bereich der Stadtmitte eine Bereicherung für die Innenstadt wäre. Mit Blick auf die anstehende Sanierung der Kirchstraße hat der Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitsausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend allerdings beschlossen, das Thema in den kommenden 12 Monaten nur konzeptionell voranzutreiben und mit Marktbeschickern zu besprechen.

Ausgangspunkt der Diskussion war ein Antrag der CDU/FDP-Fraktion, den Friesoyther Wochenmarkt vom Europaplatz auf den Marktplatz in der Stadtmitte zu verlegen und gegebenenfalls vom Freitag auf den Samstag zu verschieben oder um den Samstag zu erweitern. Die Fraktion sieht in dieser Maßnahme die Möglichkeit, die Innenstadt zu beleben und attraktiver zu machen sowie den Einzelhandel zu stützen.

Diskussionsthema: Soll der Wochenmarkt in die Stadtmitte verlegt werden?

In der Diskussion betonten die Ausschussmitglieder übereinstimmend, dass es in einem ersten Schritt darum gehen müsse, den Wochenmarkt attraktiver zu machen. Pia van de Lageweg (SPD) schlug vor, ihn um einen Gemeinschaftsstand "Aus Friesoythe für Friesoythe" zu erweitern, in dem lokale Erzeuger ihre Waren anbieten könnten, ohne selbst an jedem Markttag vor Ort sein zu müssen. Die erste Stadträtin Heidrun Hamjediers brachte dazu die Idee ins Spiel, ein oder zwei Stände aus städtischen Mitteln anzuschaffen. Eine Liste mit in Frage kommenden Händlern hat die Stadt bereits erstellt. Sie sollen, wenn die Standortfrage geklärt ist, angeschrieben und zur Teilnahme am Wochenmarkt eingeladen werden.

Karl-Heinz Krone (CDU) wies darauf hin, dass eine Verlagerung des Wochenmarktes vom Europaplatz auf den Marktplatz nur funktionieren könne, wenn man die aktuellen Anbieter mit ins Boot hole. Da allerdings, so die Einschätzung der Verwaltung, sei noch viel Überzeugungsarbeit nötig.

Händler vor Ort hätten kein Interesse an einer Verlegung

In Gesprächen mit Händlern vor Ort sei demnach deutlich geworden, dass diese kein Interesse an einer Verlegung haben. Sie befürchten weniger Laufkundschaft und bemängeln die fehlenden Parkmöglichkeiten. Eine Ausweitung oder Verlegung des Marktes auf den Samstag ist für die Händler keine Option, da sie samstags auf anderen Märkten stehen.

Die Friesoyther Stadtverwaltung hatte bereits im Jahr 2019 mit der Kirchengemeinde erste Gespräche darüber geführt, ob eine Verlegung des Marktes vor die Kirche möglich sei. Auch damals hat man schon beschlossen, zunächst noch den Abschluss der Sanierungsarbeiten abzuwarten.

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