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Umweltwoche: Im Landkreis Vechta dreht sich Ende März wieder alles um die Nachhaltigkeit

Erneut wollen die Veranstalter drei Projekte im Bereich Natur- oder Klimaschutz auszeichnen. Bewerbungen werden noch angenommen. Und: Es soll wieder eine  große Müllsammel-Aktion geben.

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Archivbild: OM-Online

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Alles auf Umwelt: Ende März und Anfang April dreht sich im Landkreis Vechta wieder alles um Natur- und Klimaschutz. Vom 28. März bis zum 2. April (Montag bis Samstag) findet die nächste Umweltwoche statt. Vereine und Schulen, Kindergärten oder Nachbarschaften – alle Bürger im Landkreis Vechta sind besonders an diesen Tagen dazu aufgerufen, "kreative Aktionen für mehr Umwelt- und Naturschutz" durchzuführen, wie der Landkreis erklärt. Zum Abschluss der sechstägigen Aktion werden traditionell Umweltpreise verteilt. Dafür können sich Bürger, Vereine und Institutionen noch bis Ende nächster Woche bewerben.

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema "Wasser". Wasserschutz und Wassersparen: Diesen Aspekten wird am 29. März ein Thementag gewidmet, den der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) gestalten wird.

Landrat Tobias Gerdesmeyer betonte bei einem Pressegespräch, die Umweltwoche solle helfen, ein noch stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz zu wecken. Zugleich müsse die Gesellschaft sich auch für Folgen des Klimawandels wappnen.

Abgeschlossene Projekte können vorgeschlagen werden

Auch in diesem Jahr lobt der Landkreis drei Klimapreise aus, die mit jeweils 500 Euro dotiert sind. Die Bewerbungsfrist läuft am 25. Februar (Freitag) aus. Preisberechtigt sind alle bis dahin abgeschlossenen Projekte von Bürgern, Schulklassen, Kindergartengruppen, Vereinen und Verbänden aus dem beziehungsweise mit Sitz im Landkreis Vechta. Projekte, die im Laufe der diesjährigen Umweltwoche stattfinden, können erst 2023 für den Preis eingereicht werden.

Damit eine Aktion preiswürdig ist, muss diese im Landkreis Vechta erbracht worden sein. Sie darf nicht auf eine berufliche oder rechtliche Verpflichtung zurückgehen. Sprich: Nur freiwilliges Engagement ist preiswürdig.

Auch "kleinere" Aktionen können preiswürdig sein

Zugleich ermutigt Kreissprecher Jochen Steinkamp alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Projekte für den Preis vorzuschlagen. Auch "kleinere" Aktionen, wie das Aufhängen von Nistkästen, könnten preiswürdig sein. Preiswürdig seien der "Einsatz, das Engagement und die Kreativität". Dr. Matthias Galle, Klimaschutzmanager des Landkreises, fügt hinzu: Auch "Kontinuität" im Engagement werde besonders geschätzt.

Bewerbungen werden bevorzugt per E-Mail angenommen an die Adresse umweltpreis@landkreis-vechta.de oder postalisch an den Landkreis. Einsendeschluss (Posteingang) ist der 25. Februar (Freitag). Die Verleihung der Preise findet am 2. April (Samstag) in Holdorf statt. 

Der Mensch im Mittelpunkt – darauf setzt Holdorfs Bürgermeister Wolfgang Krug

Holdorf ist in diesem Jahr Partnerkommune der Aktion. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gehört daher wie Landrat Gerdesmeyer zur fünfköpfigen Jury  des Umweltpreises. Ebenso dabei: Christian Behnen (Bakum) als Kreisnaturschutzbeauftragter.

Besonders rufen die Veranstalter Vereine, Nachbarschaften und Bürger dazu auf, sich mit Aktionen zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz an der Umweltwoche zu beteiligen. Besonders der Müllsammeltag zum Abschluss am Samstag (2. April) hat in der Vergangenheit viele Menschen zwischen Visbek und Vörden mobilisiert. Angemeldet werden können Pläne in den Rathäusern, diese übernehmen die Versicherung.

Und wozu das Ganze? Ist die Umweltwoche nur eine PR-Maßnahme? Gerdesmeyer verneint entschieden. Es gehe darum, Aufmerksamkeit für das "langfristige Engagement" vor Ort zu erzeugen. "Leute, bringt euch ein", appelliert der Landrat. Und gibt zugleich zu bedenken: Der Schutz von Natur und Klima könne nur gelingen, wenn für ihn eine hohe Akzeptanz bei den Bürgern geschaffen werde. Man müsse den Weg "mit den Menschen gehen", so der CDU-Politiker, der beim Klima- und Naturschutz neben dem Verzicht auch auf technologische Innovationen setzt. Und darauf, bei etwaigen Einschnitten auf die "soziale Verträglichkeit" zu achten. 

Der Holdorfer Bürgermeister Krug ergänzt: Man stehe wegen des Klimawandels vor einer "ziemlichen Umwälzung unseres allgemeinen Lebens" in den kommenden Jahren. Aber auch die vergangenen Jahrzehnte hätten große Veränderungen herbeigeführt. Entscheidend sei, dass der Mensch im Mittelpunkt stehe.


Fakten:

  • Vorgeschlagen werden für den Umweltpreis können Projekte aus den folgenden Bereichen: Natur- und Artenschutz, Landschaftspflege, Biotopverbund, Gewässerschutz, Wasserreinhaltung, Grundwasserschutz, Renaturierungen, Bodenschutz, Abfallvermeidung, Abfallbeseitigung, Abfallverwertung, Landwirtschaft, etwa alternativer Landbau oder Arche-Höfe, Klimaschutz und Klimaanpassung, Umweltbildung, Naturerfahrung, Umweltberatung.
  • Die Bewerbungsfrist läuft am 25. März (Freitag) aus. Bewerbungen werden bevorzugt per Mail angenommen an umweltpreis@landkreis-vechta.de.
  • Das Bewerbungsformular und weitere Informationen finden sich hier.

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