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Umweltwoche des Landkreises Vechta ist gestartet

Die Vertreter der Politik besuchten zum Auftakt den Naturlehrpfad in der Gemeinde Holdorf, die in diesem Jahr Partner-Kommune der Umweltwoche ist. Bis Samstag finden viele Aktionen statt.

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Symbolischer Auftakt der Umweltwoche: Landrat Tobias Gerdesmeyer (vorne, links) und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (vorne, rechts) pflanzten eine Esskastanie im Naturlehrpfad in Holdorf. Im Hintergrund sind die Bürgermeister der einzelnen Kommunen zu sehen.   Foto: Kessen

Symbolischer Auftakt der Umweltwoche: Landrat Tobias Gerdesmeyer (vorne, links) und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (vorne, rechts) pflanzten eine Esskastanie im Naturlehrpfad in Holdorf. Im Hintergrund sind die Bürgermeister der einzelnen Kommunen zu sehen.   Foto: Kessen

In dieser Woche ist es wieder soweit: Am Montag ist die diesjährige Umweltwoche des Landkreises Vechta gestartet. Als Partner bei der Ausrichtung steht turnusgemäß die Gemeinde Holdorf an der Seite des Landkreises. Unter der Woche sind viele Aktionen geplant, am Freitag werden drei Umweltpreise im Rathaus in Holdorf vergeben.

Zum Auftakt der Umweltwoche besuchten Landrat Tobias Gerdesmeyer, Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und die Bürgermeister der übrigen neun Vechtaer Kommunen am Montagmorgen den Naturlehrpfad am Mühlenbach in Holdorf. "Ich freue mich, dass die traditionelle Umweltwoche in diesem Jahr wieder in Präsenz-Veranstaltungen stattfinden kann", sagte Gerdesmeyer bei der Auftaktveranstaltung. 2020 fiel die Umweltwoche wegen der Pandemie noch aus; 2021 fand sie rein digital statt.

Landrat: "Bekenntnis für den Natur- und Umweltschutz"

Gerdesmeyer wies generell auf die Zielkonflikte zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Ökologie hin. "Mit der Umweltwoche geben der Landkreis und die zehn Kommunen ein Bekenntnis für den Natur- und Umweltschutz ab." Das passiere nach Ansicht von Gerdesmeyer aber nicht nur in der Umweltwoche, sondern auch unter dem Jahr: Die Kommunen und der Landkreis würden "viel in Bewegung setzen", um die Natur zu erhalten. 

Bis Samstag steht diese Woche nun also ganz im Zeichen der Umwelt. "Die Umweltwoche wäre aber nichts ohne die Bürger, die sie begleiten", meint Gerdesmeyer. So würden im gesamten Landkreis Aktionen für den Natur- und Umweltschutz gestartet werden. "Es sind alle Altersgruppen vertreten: Kindergärten, Schulen, Nachbarschaften, Schützenkompanien", zählte der Landrat auf. Man sehe, dass der Umweltschutz vielen Menschen am Herzen liege. 

Umweltpreise werden am Freitag vergeben

Über die verschiedenen Aktionen hinaus werden die einzelnen Tage der Woche jeweils eigene thematische Schwerpunkte haben. So widmet sich der Dienstag dem Thema "Wasser". Dazu wird Kay Schönfeld vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) um 18 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Ressourcenschutz beginnt vor der Haustür“ halten, der auf dem Facebook- und Youtube-Kanal des Landkreises übertragen wird. Mittwoch liegt der Fokus dann auf den Umweltvereinen, die ihre Arbeit vorstellen.

Am Donnerstag wird um 20 Uhr der Film „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“ in der Schauburg-Cineworld in Vechta gezeigt. Im Zentrum steht der Einsatz des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore gegen den Klimawandel. Das Thema Artenvielfalt steht am Freitag im Vordergrund. Außerdem werden die Drei mit 500 Euro dotierten Umweltpreise im Rathaus der Gemeinde Holdorf vergeben. "Unter den Preisträgern werden auch Holdorfer sein", verriet Gerdesmeyer. Als Abschluss finden am Samstag dann noch die traditionellen Müllsammelaktionen statt. "Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in dieser Woche an den zahlreichen Aktionen beteiligen", sagte der Landrat.

Gespannte Blicke: Der 1. Vorsitzende des Vereins NaturErlebnis Holdorf, Thomas Wagner, erläuterte den Vertretern der Politik die Funktionsweise des Naturlehrpfades. Foto: KessenGespannte Blicke: Der 1. Vorsitzende des Vereins "NaturErlebnis Holdorf", Thomas Wagner, erläuterte den Vertretern der Politik die Funktionsweise des Naturlehrpfades. Foto: Kessen

Auch Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug hob die Bedeutung der Umweltwoche hervor. "Wir wollen vor allem kleinere Kinder von Kindesbeinen an für das Thema sensibilisieren." Der Umgang mit der Umwelt sei eine "Daueraufgabe". Fast schon pathetisch meinte Krug: "Unsere Aufgabe ist es, die Erde in einem guten Zustand an die nächste Generation zu übergeben." Der Naturlehrpfad sei indes ein gutes Beispiel für eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit und "einer der schönsten Orte in Holdorf"

Um den Naturlehrpfad kümmert sich laut Krug eine "äußerst engagierte Truppe", nämlich der Verein "NaturErlebnis Holdorf". Aktiv seit 1992 als Naturschutzbund-Ortsgruppe, wurde 2014 ein eigener Verein gegründet. "Wir handeln nach der Maxime: Nur was man kennt, liebt und zu schätzen weiß, das kann man auch schützen", sagt der 1. Vorsitzende, Thomas Wagner. Neben dem Naturlehrpfad betreue der Verein auch Streuobstwiesen sowie Blühstreifen und führe Veranstaltungen wie Ferienpassaktionen durch.

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