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Umfrage: Viele im Landkreis Vechta befürworten neue Corona-Regeln

Die Menschen vor Ort zeigen viel Zustimmung für die Verschärfung und Verlängerung des Corona-Lockdowns. Einige äußern aber deutliche Kritik am Fehlverhalten von manchen Mitbürgern.

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Die Meinung der Menschen vor Ort ist gefragt: Maris Brock aus Dinklage sieht Teile der Maßnahmen kritisch. Foto: Duzat

Die Meinung der Menschen vor Ort ist gefragt: Maris Brock aus Dinklage sieht Teile der Maßnahmen kritisch. Foto: Duzat

Die Verlängerung des Corona-Lockdowns und dessen Verschärfung stößt in Vechta in einer Straßenumfrage auf viel Zustimmung. Generell zeigen die Befragten Verständnis für die Maßnahmen. Andere fordern sogar eine stärkere Verschärfung.

"Ich bin nicht überrascht, dass das eingetreten ist und halte die Maßnahmen auf jeden Fall für gerechtfertigt", sagt Fredo Klaus aus Vechta. Er geht selber sogar davon aus, dass der Lockdown noch weiter verschärft werden muss. Der Grund: Viele würden sich seiner Ansicht nach nicht an die bereits geltenden Regeln halten. Mit Blick auf die Impfungen hofft er, dass die Terminvergabe sich deutlich verbessert. Die aktuelle Situation sei zu kompliziert, betont Klaus.

Auch Frauke Niemann aus Vechta kann sich vorstellen, dass die Maßnahmen noch weiter verschärft werden. Sie kritisiert, dass sich immer wieder Menschen nicht an die Regeln halten würden. Ihr Credo: "Wir müssen jetzt alle durchziehen, damit die Situation besser wird." Ausflugsfahrten in den Harz oder andere Wintergebiete müssten nicht sein.

Kritik auch an den Maßnahmen für die Schulen

Silas Fetkenheuer aus Dinklage beklagt Ähnliches. Der Jugendliche erzählt, dass er viele kenne, die sich nicht unbedingt an alle Regelungen halten würden. "Ich als Jugendlicher kann nichts mehr unternehmen. Das bedeutet keine Disco oder Shisa-Bar mehr", sagt Fetkenheuer. Diese Einschränkungen würden ihn schon sehr belasten.

Andreas Volk aus Visbek kritisiert die Regelung, dass bei einem Inzidenzwert von über 200 der Wohnort nicht weiter als 15 Kilometer weit verlassen werden darf. Landkreisgrenzen seien seiner Meinung nach deutlich sinnvoller. Auch sieht Volk es sehr kritisch, dass die Schulen wieder öffnen.

Waltraut Wulf aus Sulingen im Landkreis Diepholz findet, dass die Regelungen hinsichtlich der zu treffenden Kontakte noch einmal überarbeitet werden müssten. Wulf hat selber bis vor kurzem in Belgien gelebt und dort die Corona-Pandemie miterlebt. "Die Belgier machen deutlich strengere Regeln. Der andere Unterschied zu den Deutschen ist, dass die Menschen sich dort aber auch an diese halten", sagt Wulf. In ihren Augen könne die Bundeskanzlerin auch mal „auf den Tisch hauen“. Wulf hat kein Vertrauen, dass die Menschen sich an die verschärften Regeln halten werden.

Maris Brock aus Dinklage ist Lehrerin an einer Oberschule. Sie hält das „Zuhauselernen“ (also Szenario C) für ihre Schüler sehr bedenklich. „Das Problem ist, dass viele auf der Strecke bleiben“, sagt Brock. Auch für die Lehrer sei die nun stark gefragte Flexibilität sehr herausfordernd. Wichtig für Brock sei es jetzt, dass wenigstens jeder Schüler ein digitales Endgerät zur Verfügung hat, damit das Distanzlernen halbwegs funktioniere.

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