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Ukrainer wollen ihre Sprachkenntnisse ausbauen

Im Molberger Pfarrheim haben rund 50 Flüchtlinge aus der Ukraine die Grundlagen der deutschen Sprache gelernt. In weiteren Kursen wollen sie ihre Sprachkenntnisse vertiefen.

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Kursteilnehmer und Organisatoren: Die Männer und Frauen aus dem Kriegsgebiet haben Deutsch gelernt. Die Kinderbetreuung während des Unterrichts haben sie selbst organisiert. Foto: Heinrich Kaiser

Kursteilnehmer und Organisatoren: Die Männer und Frauen aus dem Kriegsgebiet haben Deutsch gelernt. Die Kinderbetreuung während des Unterrichts haben sie selbst organisiert. Foto: Heinrich Kaiser

Vladlen Portnikov findet einen bildhaften Vergleich für seinen Dank: "Sie sind wie ein Fass voll Honig", sagt der 79-Jährige in Richtung der Männer und Frauen, die in den vergangenen Wochen nicht nur Deutschkurse für Flüchtlinge aus der Ukraine organisiert und geleitet haben. "Sie waren für uns auch Begleitung und Hilfe. Alle unterstützen uns, damit wir hier einen besseren Alltag haben", sagt er.

Portnikov ist der älteste von rund 50 Menschen aus dem Land, das sich seit dem russischen Überfall vor einem halben Jahr im Krieg befindet. Sie leben jetzt in und um Molbergen in Sicherheit. Im Pfarrheim haben sie, aufgeteilt in 3 Gruppen, die Grundlagen der deutschen Sprache gelernt. Damit können sie sich im Alltag bereits behelfen. Aber ihre Sprachkenntnisse wollen die Frauen und Männer noch in weiteren Kursen ausbauen. 

Bedankte sich im Namen aller Teilnehmer mit einer emotionalen Rede: der 79-jährige Vladlen Portnikov. Foto: KaiserBedankte sich im Namen aller Teilnehmer mit einer emotionalen Rede: der 79-jährige Vladlen Portnikov. Foto: Kaiser

Möglich ist das durch eine Kooperation zwischen dem Verein "Vita – stronger for peace and freedom" und dem Landes-Caritasverband (LCV) Oldenburg. Die Molberger Kurse sind 3 von insgesamt 15, die bislang im gesamten Offizialatsbezirk, also zwischen der Nordsee und Damme, stattgefunden haben. 53.000 Euro wurden dafür aufgebracht, berichtet die Referentin für Migration und Integration beim LCV, Amira Hasso. Das Geld stammt ausschließlich aus Spenden. "Als die Ukraine am 24. Februar überfallen wurde, haben wir uns sofort zusammengesetzt und überlegt: Was benötigen die Menschen, die zu uns kommen. Wir wussten aber auch: Bei so vielen Flüchtlingen schaffen wir das nicht allein und brauchen externe Partner", sagt Hasso. So sei es zur Zusammenarbeit mit dem Verein gekommen. 

Molbergens Pastor Uwe Börner freut sich, dass die Kursteilnehmer das Pfarrheim mit Leben füllen. Die Pfarrgemeinde fühle sich schon lange mit der Ukraine verbunden. Und Bürgermeister Witali Bastian weist auf die Bevölkerungsstruktur in seiner Gemeinde hin. In Molbergen leben viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Deshalb habe es zahlreiche Hilfstransporte in die vom Krieg gebeutelte Ukraine gegeben.

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