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Ukrainer bedanken sich für riesige Hilfe aus Bösel

114.000 Euro hatte die Böseler Ukraine-Hilfe innerhalb kürzester Zeit gesammelt. Der Hilfstransport mit Krankenhausbetten und 25 Tonnen Lebensmitteln ist bereits in der Region Khmelnyzkyj angekommen.

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Dankbar für Krankenhausbetten für das Spital Bilogirskiy: (von links) Sergiy Burbela (Leitender Chirurg), Michael Nakonetgschniy (Anästhesist) und Sergiy Vadim (Chirurg) nutzen bereits die Betten aus Bösel.   Foto: privat

Dankbar für Krankenhausbetten für das Spital Bilogirskiy: (von links) Sergiy Burbela (Leitender Chirurg), Michael Nakonetgschniy (Anästhesist) und Sergiy Vadim (Chirurg) nutzen bereits die Betten aus Bösel.   Foto: privat

In einem persönlichen Brief an Ralf Meyer, einer der Organisatoren der Böseler Ukraine-Hilfe, hat sich der Leiter der Militärverwaltung der ukrainischen Region Khmelnyzkyj, Sergiy Gamaliy, "mit Hochachtung und Hoffnung" für die Hilfsgüter aus Bösel bedankt. Während in der Ukraine ein ausgewachsener Krieg tobe, hätten die Böseler "unser Land und unser Volk unterstützt", heißt es in dem Schreiben. "Ihr Beitrag hilft uns, Frieden, Demokratie und Menschenleben zu schützen."

Die Gruppe aus Bösel – bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates, der beiden Kirchen, der Tafel, der Litauen- und Tschernobyl-Hilfe sowie zahlloser weiterer freiwilliger Helferinnen und Helfer – hatte binnen kürzester Zeit 114.000 Euro gesammelt und in 2 Transporten 20 Krankenhausbetten und 25 Tonnen Lebensmittel in die umkämpfte Region gebracht. Dafür seien einschließlich der hohen Dieselkosten bislang 75.000 Euro aufgewendet worden, berichtete Frank Schwalm, einer der Organisatoren und Lkw-Fahrer des humanitären Transports. Denn das Team lege Wert darauf, den Verbleib des Geldes und der übrigen Spenden für die Bevölkerung transparent zu machen.

39.000 Euro sind für einen 2. Hilfstransport übrig

Mit den restlichen 39.000 Euro will die Gruppe nun einen weiteren Transport zusammenstellen, kündigte Frank Schwalm an. Der soll noch im April an die polnisch-ukrainische Grenzregion führen. Bernd Roder, der bereits ukrainische Flüchtlinge aufgenommen hat, erinnerte an die vielen Spenden aus der Bevölkerung und der Firmen, "ohne die die Transporte geringer ausgefallen wären".

Inzwischen sind bei dem Helferteam auch Fotos eingetroffen, auf denen zu ersehen ist, dass alle Hilfsgüter dank zuverlässiger Kontaktpersonen in Polen und der Ukraine dort hingekommen sind, wo sie gedacht waren. Die neuen Krankenhausbetten haben das "Spital Bilogirskiy" erreicht. Der leitende Chirurg des Krankenhauses, Sergiy Burbela, bedankte sich bei den Böselern. Die Betten wurden an Ort und Stelle aufgebaut und bereits genutzt.

Eher schwierig gestaltete sich der Transport von Flüchtlingen, berichteten die Fahrer. Die Erstaufnahme in Polen sei zwar exzellent organisiert, ein Großteil der Flüchtlinge möchte sich aber danach nicht weit von der ukrainischen Grenze entfernen, sagte Ralf Meyer. Dennoch werde man Vorsorge treffen, dass beim nächsten Transport weiterhin eine Möglichkeit bestehe, Flüchtlinge mit nach Bösel zu nehmen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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