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Ukraine-Hilfe: Linderner Kirchen sammeln für Seniorenzentrum nahe Mariupol

Die Pfarrgemeinde St. Katharina, die evangelische Kirchengemeinde und die Christengemeinde Emmanuel sammeln Spenden für die Ukraine. Die Linderner unterstützen damit Valeri Timakows Seniorenzentrum.

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Wollen was bewegen: (von links) Michael Kellermann (Pastoralreferent), Conrad Möhlenkamp (Kirchenausschuss St. Katharina), Alexander Eisinger (Christengemeinde Emmanuel) und Küsterin Sylvia Stevens sammeln Sachspenden für die Ukraine. Foto: Wienken

Wollen was bewegen: (von links) Michael Kellermann (Pastoralreferent), Conrad Möhlenkamp (Kirchenausschuss St. Katharina), Alexander Eisinger (Christengemeinde Emmanuel) und Küsterin Sylvia Stevens sammeln Sachspenden für die Ukraine. Foto: Wienken

Gemeinsam an einem Strang ziehen, das wollen die drei Kirchengemeinden in Lindern. Auf Initiative der Christengemeinde Emmanuel starten die Mitglieder der Freikirche sowie der katholischen und der evangelischen Kirche eine Spendenaktion für die Menschen in der Ukraine. Mit dieser wollen sie Valeri Timakow unterstützen. Der 58-Jährige hat in seinem Heimatort in der Ukraine ein kleines Seniorenzentrum aufgebaut, für das die Hilfsgüter der Linderner gespendet werden sollen. Timakow, der aus einem Dorf etwa 30 Kilometer entfernt von Mariupol stammt, lebt nun mit seiner Familie in Borkhorn, will sich aber weiter für die Menschen im Kriegsgebiet engagieren (OM-Online berichtete).

Tatkräftige Hilfe erhält er nun von den Lindernern: Von kommendem Sonntag (3. Juli) an sammeln die Mitglieder der Kirchengemeinden haltbare und verschlossene Lebensmittel. Spendenwillige können ihre Waren hierfür bis zum 10. Juli (Sonntag) eine Woche lang in der Pfarrkirche St. Katharina abgeben. Vorne rechts am Seitenaltar werden die Helfer entsprechend Platz schaffen.

"Wir bitten die Spenderinnen und Spender besonders darum, auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten und zu schauen, dass es keine Beschädigungen an den Verpackungen gibt. Nur so können wir einen sicheren Transport in die Ukraine gewährleisten", sagt Conrad Möhlenkamp, Mitglied des Kirchenausschusses der Pfarrgemeinde St. Katharina. Neben Lebensmitteln nehmen die Helfer auch weitere Güter entgegen, wie zum Beispiel Schlafsäcke, Iso-Matten, Hygieneartikel, Waschmittel, Seife, ungetragene Unterwäsche, (Sommer-)Schuhe sowie Cappys und Mützen. Die Spender sollten in diesem Zusammenhang auch die Hinweisschilder in der Kirche beachten.

"Egal, welcher Glaubensgemeinschaft wir angehören, für christliche Werte, wie zum Beispiel Nächstenliebe, stehen wir gemeinsam ein."Alexander Eisinger

Alexander Eisinger, Vertreter der Emmanuel-Gemeinde, Pastor Michael Kenkel (Pfarrgemeinde St. Katharina) und Pfarrer Jürgen Schwartz (evangelische Kirchengemeinde) begrüßen die Zusammenarbeit der drei Gemeinden. Von Jesus Christus könnten wir immer wieder lernen, wie wichtig Worte und Taten seien. Daher sei es toll, dass über Grenzen hinweg gemeinsam nach Wegen und Möglichkeiten gesucht werde, um Not zu lindern. Jeder und jede könne dazu etwas beitragen, betont Pfarrer Schwartz in einer Mitteilung, der ebenso wie Pastor Kenkel verhindert war. "Dieses Projekt ist eine Bereicherung für die ökumenische Arbeit in der Gemeinde Lindern. Und egal, welcher Glaubensgemeinschaft wir angehören, für christliche Werte, wie beispielsweise Nächstenliebe, stehen wir gemeinsam ein", sagt Alexander Eisinger.

Bei der Verteilung der Sachspenden in der Ukraine wollen die Organisatoren keine Unterschiede bei den Hilfesuchenden machen, in Bezug auf Herkunft, Ethnie, Religion oder Hautfarbe, erklären die Helfer. Durch die Kontakte von Valeri Timakow könnten die Linderner darüber hinaus sichergehen, dass die Spenden zu 100 Prozent an das Seniorenzentrum gehen. Timakow wird außerdem am Sonntag im Gottesdienst der Pfarrgemeinde St. Katharina zu Gast sein. Dort wird er die Gemeindemitglieder noch einmal aus erster Hand über die Hilfsaktion informieren.

In der übernächsten Woche bricht Valeri Timakow schließlich mit seinen Helfern Richtung Ukraine auf – möglicherweise mit viel Gepäck an Bord.

  • Info: Spenden können von Sonntag (3. Juli) bis zum 10. Juli (Sonntag) täglich von 9 bis 18 Uhr abgegeben werden. Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, kann seine Spende mit dem Verwendungszweck "Hilfstransport Ukraine“ auf das Konto der katholischen Kirchengemeinde überweisen (IBAN DE 13 2806 5061 1203 3901 00, BIC GENODEF1LOG (Volksbank Lindern)). Von den Spenden werden Hilfsgüter und der Transport in die Ukraine finanziert.

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