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Üppiges Projektgeld soll künftigen Mathelehrern an der Uni Vechta helfen

Rund 200.000 Euro erhält ein Projekt der Universität Vechta aus der Stiftung "Innovation in der Hochschullehre". Das Ziel: Die künftigen Lehrer sollen Gelerntes in der Schule besser umsetzen.

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In der Theorie ist es klar, in der Praxis fehlt Studierenden häufig die Idee, Gelerntes an der Schule umzusetzen. Daher fördert die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ nun ein entsprechendes Projekt der Uni. Foto: Uni Vechta/pexels.com/Montage

In der Theorie ist es klar, in der Praxis fehlt Studierenden häufig die Idee, Gelerntes an der Schule umzusetzen. Daher fördert die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ nun ein entsprechendes Projekt der Uni. Foto: Uni Vechta/pexels.com/Montage

Die Universität Vechta erhält eine besondere Förderung: Mit rund 200.000 Euro unterstützt die Stiftung "Innovation in der Hochschullehre" ab Herbst das Projekt "Mathematik vernetzen: Unterstützung von Studierenden in der bewussten Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik" an der Universität Vechta. Wie die Uni mitteilte, sollen durch die Ausschreibung "Freiraum 2022" neue Ideen für die Lehre entwickelt und erprobt werden.

"Ich bin begeistert über die Vielfalt und Qualität der zur Förderung ausgewählten Projekte", sagte Professorin Dr. Evelyn Korn (Vorstand Wissenschaft der Stiftung). "Nachdem in der Pandemie häufig technische Fragen bei der Gestaltung der Lehre im Vordergrund gestanden haben, sind nun viele Lehrende intensiv mit der Frage befasst, wie eine inspirierende Lehre alte und neue Technologien verbindet und die Studierenden zu aktiven Gestaltern ihres Lernprozesses werden lässt. Diese besondere Qualität hat auch der Ausschuss zur Projektauswahl gewürdigt", begründet Korn die finanzielle Förderung.

„Sie kennen die Schulmathematik aus ihrer eigenen Schulzeit und kommen häufig mit dem Vorurteil in fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen, dass deren Inhalte nichts mit ihrem zukünftigen Mathematikunterricht in der Grundschule zu tun haben werden.“Professorin Dr. Martina Döhrmann, Uni Vechta

An der Universität Vechta haben Professorin Dr. Martina Döhrmann, Professorin Dr. Meike Grüßing, Antonia Hintze und Professor Dr. Björn Schwarz für das Studienfach Mathematik die entsprechende Projektidee entwickelt.

"Wir machen im Rahmen der Praxisphase von Lehramtsstudierenden leider immer wieder die Erfahrung, dass es ihnen schwerfällt, auf ihre, im Studium erworbenen fachwissenschaftlichen Kenntnisse zurückzugreifen", sagte Döhrmann. "Sie kennen die Schulmathematik aus ihrer eigenen Schulzeit und kommen häufig mit dem Vorurteil in fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen, dass deren Inhalte nichts mit ihrem zukünftigen Mathematikunterricht in der Grundschule zu tun haben werden." Doch dies sei keineswegs der Fall, meint die Professorin für die Didaktik der Mathematik an der Uni Vechta. So würde es Studierenden schwerfallen, Beziehungen zwischen Schulmathematik und Hochschulmathematik wahrzunehmen und zu nutzen. Darüber hinaus würden sie theoretische Bezüge in der Praxis bei der Planung und Reflexion von Unterricht oft nicht herstellen.

Studierende sollen Zusammenhänge zwischen Mathe an Uni und Schule erkennen

Die Projektförderung soll nun ermöglichen, gemeinsam und modulübergreifend den Lernprozess der Studierenden in den Blick zu nehmen. Das Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie die Studierenden in der bewussten Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik unterstützt werden können. Dieses soll Reflexionen umfassen, durch die Studierende Bezüge erkennen sollen.

Die Wirksamkeit wird in einzelnen Modulen während der Projektlaufzeit begleitend ausgewertet. Damit soll überprüft werden, ob die Studierenden das Gelernte auf neue Weise im Schulalltag umsetzen können.

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