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Über Jahrzehnte gewachsenes Schulgebäude soll saniert werden

Die Räume der Integrierten Gesamtschule Barßel passen nicht mehr zu den Anforderungen an eine moderne Schule und zu ihrem pädagogischen Konzept. 2022 sollen die Planungen für die Sanierung starten.

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10 Bauabschnitte aus über 50 Jahren: Das Gebäude der Integrierten Gesamtschule Barßel steht vor einer Komplettsanierung.   Foto: Stix

10 Bauabschnitte aus über 50 Jahren: Das Gebäude der Integrierten Gesamtschule Barßel steht vor einer Komplettsanierung.   Foto: Stix

Zu den großen Projekten, die im Jahr 2022 in Barßel anstehen, zählt Bürgermeister Nils Anhuth auch die Sanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS). Mit einem Baustart sei allerdings nicht so schnell zu rechnen, sagt er. In einem ersten Schritt geht es zunächst darum, die Planungen auf der Basis des schulischen Konzepts auf den Weg zu bringen. 

"Das Schulzentrum insgesamt ist zu einer Zeit gebaut worden, als Schule noch ganz anders war als heute", sagt Anhuth. Zudem habe der Schulstandort eine sehr lebhafte Baugeschichte hinter sich. Der erste Bauabschnitt stammt aus den 1960er Jahren, insgesamt weist die Historie zehn Bauabschnitte aus. Und die wurden für drei unterschiedlichen Schulformen geplant, während heute eine Integrierte Gesamtschule mit ganz anderen Lehr- und Lernformen das über Jahrzehnte gewachsene Gebäude nutzt.

Raumbedarf hat sich durch Differenzierungsunterricht und Kurssystem verändert

Am Platz würde es, so Anhuth, eigentlich nicht mangeln. Die Schule war zuletzt für 1000 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Heute sind es rund 500. Für die allerdings, erläutert Schulleiterin Simone Petzold, seien deutlich mehr Räume erforderlich als früher. "Damals waren 30 Schüler in einer Klasse und da haben für vier Klassen vier Räume gereicht", sagt sie. Durch Differenzierungsunterricht und das Kurssystem in zahlreichen Fächern sei der Raumbedarf inzwischen ein anderer. Und das weiß auch der Bürgermeister. "Wir müssen zunächst einmal erfassen, wie der Raumbestand sich zum pädagogischen Konzept verhält und was erforderlich ist", sagt er. Deshalb werde die Schulleitung eng in die Planungen eingebunden. "Es bringt ja nichts, wenn das Ergebnis architektonisch toll ist, inhaltlich aber nicht zum pädagogischen Konzept passt."

Bei der Verteilung der Räume kann die Realität schon mal nicht mit den Wünschen der Schulleitung mithalten. "Wir würden gerne für jede Jahrgangsstufe einen eigenen Bereich haben", sagt Petzold. Um dem gerecht zu werden, müsste die Schule für die Klassen 5 bis 10 sechs separate, in sich schlüssige Bereiche, beispielsweise Stockwerke oder Gebäudeflügel, in vergleichbaren Größen haben. 

Außenbereich soll ebenfalls neu gestaltet werden

Wie all das realisiert werden kann, soll im Laufe des Jahres erarbeitet werden. "Man muss die sinnvollste Lösung finden und eben auch schauen, was eine Renovierung kosten würde und wie viel Geld für einen Neubau fällig wäre", sagt Anhuth. Dabei spiele auch die energetische Substanz der einzelnen Gebäudeteile eine Rolle. Nur im Trakt mit den naturwissenschaftlichen Räumen sieht er keinen Handlungsbedarf. "Die haben wir für 250.000 Euro neu gemacht", betont der Bürgermeister.

Auch im Außenbereich soll die Schule ein neues Gesicht erhalten. Anhuth kann sich ein Soccerfeld ebenso vorstellen wie einen Skaterpark im hinteren Bereich. "Dort ist die Vegetation derzeit ja recht urig", sagt er. Ein neuer Eingangsbereich scheint gesetzt, auch die Buswendeschleife soll optimiert werden. Über Kosten und Finanzierung allerdings kann und will Anhuth noch nichts sagen. "Das hängt von der Größe der Maßnahmen ab", sagt er. „Vielleicht müssen wir nur die maroden Fenster austauschen und die Fassade instandsetzen, vielleicht brauchen wir An-, Neu- oder Ersatzbauten.“ Ganz alleine jedenfalls will die Gemeinde das Vorhaben nicht finanzieren. "Wir haben die große Hoffnung", so Anhuth, "dass von irgendwoher die große Förderung kommt."

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