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Trotz Problemen: Dammer Schützen feiern ihre Feste

Die Schützen wollen wieder loslegen. Trotz aller Schwierigkeiten in Sachen Zelte sind sie auf einem guten Weg. Allerdings musste der Schützenverein Damme-Glückauf sein Fest in den August verlegen.

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Es geht wieder los: Die Schützen im Stadtgebiet wollen wie die Mitglieder der 9. Kompanie des Dammer Schützenvereins (hier beim Schützenfestausmarsch im Jahr 2018) kräftig feiern.   Foto: Lammert

Es geht wieder los: Die Schützen im Stadtgebiet wollen wie die Mitglieder der 9. Kompanie des Dammer Schützenvereins (hier beim Schützenfestausmarsch im Jahr 2018) kräftig feiern.   Foto: Lammert

Die Freunde der gepflegten Schützenfeste in Damme dürfen aufatmen. Alle fünf Schützenvereine wollen nach einer 2-jährigen Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr wieder feiern. Allerdings findet das unter erschwerten Rahmenbedingungen statt. Denn sowohl bei den Zelten, falls erforderlich, als auch bei der Suche nach Personal, das über die Festtage arbeitet, ergaben sich Probleme.

Zeltpreise haben sich im Vergleich zu 2019 verdoppelt

Die Zeltpreise haben sich nach Angaben von Fachleuten im Vergleich zu 2019 ungefähr verdoppelt. Jochen Fangmann vom Unternehmen Fangmann Events in Osterfeine, das in Damme die beiden Schützenfeste in Osterfeine und Rüschendorf ausrichtet, spricht aber auch von einem "extremen Personalmangel": "Jeder hat Probleme."

Viele Menschen, die bis 2019 im Service tätig gewesen waren, hätten sich im Laufe der Pandemie neue Arbeitsplätze gesucht. Er hoffe, dass sich die Situation in den kommenden Jahren wieder entspannt.

Suche nach Zelten geht bis in den Raum Hamburg

Große Probleme gibt es auch bei den Zelten. Er suche bis in den Hamburger Raum hinein nach Zelten für Veranstaltungen, sagt Jochen Fangmann. Verschärft habe sich die Lage noch dadurch, dass ein Zeltverleiher nach einem Todesfall in seiner Familie kurzfristig alle Aufträge storniert habe.

"Im gesamten Juni war kein Zelt mehr verfügbar."Lothar Holtmann, Schützenpräsident Damme-Glückauf

Betroffen von den Problemen rund um die Zelte ist der 1970 gegründete Schützenverein Damme-Glückauf. Eigentlich wollte er vom 10. bis 12. Juni sein Schützenfest ausrichten und in dessen Rahmen sein 50-jähriges Bestehen nachfeiern. Doch der Verein bekam bei der Suche nach einem Zelt nur Absagen. "Im gesamten Juni war kein Zelt mehr verfügbar", berichtet Schützenpräsident Lothar Holtmann.

So schert der Verein nun auf den 20. und 21. August aus. Der Juli kam wegen der übrigen Schützenfeste im Stadtgebiet nicht infrage. Bei der Terminplanung mussten die Glückaufer aber auch den Stoppelmarkt im Auge behalten. Über den nun gefundenen Termin sagt Lothar Holtmann: "Er ist alternativlos."

Verzichten wird der Vorstand auf einen Festwirt, sondern das Fest in Eigenregie ausrichten. Ein Thekenteam werde wie beim Oktoberfest des Vereins die Bewirtung übernehmen. Der Vorteil: "So haben wir die Bierpreise im Griff."

Stichwort Bierpreis: Mit einem Euro je 0,2-Liter-Glas lockt das Rüschendorfer Schützenfest (15. bis 18. Juli). Thomas gr. Klönne, Präsident der Rüschendorfer Schützen, sagt, dieser Preis gelte seit 2002. In diesem Jahr aber zum letzten Mal. Zeltprobleme habe es nicht gegeben, das habe der Festwirt alles gut geregelt.

Osterfeiner brauchen kein Zelt, sie haben eine Halle

Die Zeltfrage beschäftigte die Osterfeiner, die vom 27. bis 31. Mai das 50. Schützenfest feiern, indes nicht. Sie verfügen über die an diesen Tagen zur Festhalle umgebaute Sporthalle. An die bauen sie lediglich eine überdachte Terrasse an. Zum Auftakt finden am Freitag ein Festkommers mit St.-Viktor-Pfarrer Heiner Zumdohme als Festredner sowie anschließend ein Zapfenstreich statt.

Die Schützenbruderschaft St. Viktor Rottinghausen, die vom 2. bis 4. Juli feiert, hat ebenfalls keine Schwierigkeiten gehabt, ein Zelt zu bekommen. Die entsprechenden Verträge habe sie bereits 2019 im Vorfeld des bislang letzten Schützenfestes abgeschlossen, sagt der neue Brudermeister, Andreas Kramer. Er rechnet wegen der in die Höhe geschnellten Energie- und Lebensmittelkosten mit moderat höheren Preisen bei den Getränken und Speisen während der Festtage.

Dammer Präsident Schulte rechnet mit höheren Preisen

Das Dammer Schützenfest finde wie geplant vom 30. Juli bis 1. August statt, erklärt Christian Schulte, Präsident des Dammer Schützenvereins. Mit Blick auf das Festzelt spricht er von erheblichen Mehrkosten, ohne genaue Zahlen nennen zu wollen. Auch er rechnet mit höheren Preisen für die Getränke und Speisen. Doch auch dazu seien noch keine genaueren Angaben möglich.

Etwas pessimistisch zeigt sich Christian Schulte hinsichtlich der Zahl der Besucher. Infolge der Corona-Pandemie rechnet er mit 20 bis 30 Prozent weniger als bei früheren Festen.

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