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Trotz geringer Nachfrage: Carsharing bleibt in Damme erhalten

Lediglich 14 registrierte Nutzer haben das Angebot bislang genutzt. Für die nächsten 3 Jahre soll das E-Carsharing dennoch fortgeführt werden.

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Auch zukünftig soll in Damme ein E-Carsharing angeboten werden. Foto: Oevermann

Auch zukünftig soll in Damme ein E-Carsharing angeboten werden. Foto: Oevermann

Der Start war denkbar schlecht. Beinahe mit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 wurde das Elektrofahrzeug der Stadtverwaltung übergeben. Für zunächst 3 Jahre hatte die Stadt Damme den Modellversuch des Carsharings ausgelegt. Im März 2023 läuft der Leasingvertrag des jetzigen Fahrzeugs aus. Einstimmig votierte der Ausschuss für Planung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit am Donnerstagabend für eine Fortführung des Carsharings.

Für die nächsten 3 Jahre soll das Angebot in einer neustrukturierten Form fortgeführt werden. Bislang agiert die Westenergie als
Projektpartnerin, die operative Abwicklung und der Betrieb des Carsharings erfolgt durch die Mer Germany GmbH. Potenzielle Nutzer müssen sich hierfür online gegen eine einmalige Gebühr von 10 Euro registrieren und entsprechend ausweisen. Für jeden gefahrenen Kilometer werden zudem 45 Cent fällig.

Fahrzeug dient auch als Dienstwagen für Verwaltung

Als "ausbaufähig" bewertete Klimaschutzmanager Roman Fehler die bisherige Nachfrage. Allerdings habe das Fahrzeug aufgrund der Corona-Pandemie über einen längeren Zeitraum auch nicht zur Verfügung gestanden. Dennoch ist die Resonanz eher enttäuschend: Lediglich 14 Nutzer haben sich online registriert und nutzen das Fahrzeug in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen. Außerdem dient das Fahrzeug neben der öffentlichen Nutzung auch als ergänzendes Dienstfahrzeug für die Verwaltung. Dies sei eine "charmante Kombination" meinte Bürgermeister Mike Otte. Denn das eine oder andere Mal reiche der Dienstwagen der Stadtverwaltung nicht aus. 2 Dienstwagen seien dagegen für die Zwecke der Verwaltung sehr viel.

Bis Ende des Jahres soll nun ein neues Konzept erstellt werden, um das Angebot für die Öffentlichkeit attraktiver zu gestalten. Angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten ist Fehler überzeugt, dass viele Bürger von einer Nutzung profitieren würden. Zudem sei das E-Carsharing ein wichtiger Beitrag für die Mobilitätswende im ländlichen Raum und schaffe eine klimaschonende, zukunftsfähige Mobilität.

Sämtliche Ratsfraktionen bewerteten das Angebot ebenfalls positiv und als zukunftsweisend. Für Jan Runge (Grüne) biete das Carsharing die Möglichkeit, auf einen Zweitwagen im Haushalt zu verzichten. Der bisherige, für ihn zu komplizierte, digitale Registrierungsprozess müsse jedoch unbedingt verbessert werden, so Runge.

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