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Trotz Corona: Jugendparlament lässt sich nicht ausbremsen

6 Mädchen und 1 Junge vertreten die Interessen der Jugend in Lastrup. Angeführt wird die Gruppe von Amelie Hindersmann. Im November endet ihre Amtszeit.

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Fröhlich und aufgeschlossen: Lastrups Jugendbürgermeisterin Amelie Hindersmann. Foto: Meyer

Fröhlich und aufgeschlossen: Lastrups Jugendbürgermeisterin Amelie Hindersmann. Foto: Meyer

Amelie Hindersmann ist gut drauf. Die 16-Jährige hat seit kurzem ihren Schulabschluss  in der Tasche und daher mehr Zeit als sonst. Die nutzt sie nun, um für die Kinder und Jugendlichen in Lastrup so viel wie möglich herauszuholen. Und zwar Kraft Amtes, denn Amelie ist seit 2019 offizielle Jugendbürgermeisterin der Gemeinde.

Bei ihrer Wahl konnte die junge Kneheimerin noch nicht ahnen, dass ihre Amtszeit vor allem von einer Pandemie geprägt werden würde. Sie und die anderen Mitglieder des 7-köpfigen Jugendparlaments wurden von den Coronaeinschränkungen kalt erwischt. "Am Anfang haben wir uns einmal monatlich im Rathaus getroffen. Das ging dann irgendwann nicht mehr", berichtet Amelie. Ausbremsen lassen wollten sich die Nachwuchspolitiker aber nicht. Konferiert wurde jetzt überwiegend  online. Mit den Sozialen Medien kennen sich die Teenager ohnehin besser aus, als die meisten Erwachsenen. 

Parlament wird alle zwei Jahre neu gewählt

Das Jugendparlament wurde erstmals 2011 gewählt. Seine Mitglieder sollen für die Dauer von 2 Jahren Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche in Lastrup sein und deren Belange gegenüber Politik und Verwaltung vertreten. Wie die "Großen", tagen auch die Jugendlichen nach einer festen Geschäftsordnung. Im Gemeinderat dürfen sie ebenfalls mitreden, sie sind in allen Fachausschüssen vertreten. Nur mit abstimmen dürfen sie nicht.

An Ideen mangelt es den inzwischen 16- bis 17-Jährigen nicht. Gerade haben sie die Aktion "Wasserspender" ins Leben gerufen. Die praktischen Apparate sollen in den Schulen aufgestellt werden. "Ich habe so einen im Rathaus gesehen und mir gedacht, dass das auch etwas für uns wäre", sagt Amelie. Jetzt versucht sie, den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband ins Boot zu holen. Sie ist guter Dinge, dass es klappen wird. Außerdem möchte das Jugendparlament für den Dorfpark eine Rutsche anschaffen. Eine Müllsammelaktion soll Geld einbringen. "Ich hoffe, dass uns das noch gelingen wird, bevor wir alle aus unseren Ämtern ausscheiden."

Die Zeit wird bereits knapp. Im November tritt ein neues Jugendparlament zusammen und bestimmt, wer auf Amelie folgt. Dass sie den Job übernommen hat, bereut die Jugendbürgermeisterin trotz der Corona-Einschränkungen nicht. Immer wieder werde sie  erkannt und angesprochen, sagt sie. "Das Amt macht Arbeit, aber auch großen Spaß. Und man erfährt viel darüber, wie Politik funktioniert". Vor allem habe sie gelernt, dass es wichtig sei, sich zu engagieren. "Das werde ich in Zukunft auch weiterhin machen", kündigt Amelie an. 

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