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Trecker-Fahrer ließen es so richtig krachen

Beim "Wild-Treck" in Steinrieden hatten Fahrer und Zuschauer gleichermaßen ihren Spaß. Für die Sieger gab es Pokale, doch das war an diesem Tag nicht das Wichtigste. (mit Video)

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Abgehoben: Die Sportboliden waren der Hingucker. Foto: Meyer

Abgehoben: Die Sportboliden waren der Hingucker. Foto: Meyer

Es ist das angekündigte Spektakel gewesen: Pullingfans aus der Region pilgerten am Samstag zum Trecker-Treck nach Steinrieden bei Löningen. Beim Kräftemessen der Giganten kam es aber nicht nur auf die nötigen Pferdestärken an. Auch die Geschicklichkeit der Fahrer entschied über Sieg und Platzierung.

Organisiert worden war die Veranstaltung vom Steinrieder Team "Wild Puma". Gefahren wurde in unterschiedlichen Gewichtsklassen. Neben den Standradtreckern gingen auch einige Sportboliden an den Start. Die mehr als 50 Teilnehmer hatten zum Teil weite Wege auf sich genommen. "Ich mache das schon seit vielen Jahren", sagt Michael Hemme aus Merzen bei Osnabrück. Sein Team Schlichthorst führt selbst eigene Trecker-Trecks durch. Den Wettkampf an der B213 nutzte International-Fahrer Hemme zum Üben. "Außerdem gibt es ja Pokale zu gewinnen", sagt er und lacht dabei verschmitzt. Am Ende sprang für ihn ein zweiter Platz heraus. 

Die Strecke, die es zu bewältigen galt, war mit rund 80 Metern etwas kürzer als gewöhnlich. Nach jeder Fahrt musste sie neu planiert werden. Zum Glück spielte das Wetter mit, es blieb sonnig und vor allem trocken, sodass  Rutschpartien weitgehend ausblieben. Den Bremswagen stellte ein Team aus Edewecht. Mit dem Eigenbau ist es europaweit unterwegs. Besonders populär ist der Sport in den Niederlanden. Dort finden auch die größten Events mit mehreren tausend Fans statt, bei denen sogar Trecker mit Turbinenantrieb zu sehen sind.

Da geht nichts mehr: Die Fahrer holten alles aus ihren Treckern heraus. Foto: MeyerDa geht nichts mehr: Die Fahrer holten alles aus ihren Treckern heraus. Foto: Meyer

Doch auch die Aktiven aus Steinrieden durften mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden sein. Wochenlang hatten sie sich auf den großen Tag vorbereitet. So galt es vor allem, sämtliche Corona-Auflagen zu erfüllen. "Das war sehr aufwändig", bestätigt Stefan Anneken. Der Lokalmatador ließ am Samstag den "Wild Puma" von der Kette und musste danach sein ganzes Können aufbieten, um die rot lackierte Raubkatze zu bändigen. Die bis zu 800 PS starken Sporttrecker sorgten definitiv für die meiste Action. Nicht jeder schaffte es ins Ziel, aber darauf kam es gar nicht an. "Für uns steht der Spaß im Mittelpunkt", sagt Anneken. Dafür nahmen er und seine Teamkollegen alle Anstrengungen gern auf sich. Den gelungenen Tag ließen sie am Abend mit einer feucht-fröhlichen Fahrerparty ausklingen. 

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