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Transporter aus Molbergen bringt Lebensmittel an polnische Grenze

In der Ukraine und an den Grenzübergängen werden die Lebensmittel knapp. Die Molberger Heimatvereine wollen einen Transporter mit haltbaren Nahrungsmitteln an die polnische Grenze schicken.

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Hilfstransporter: Die Heimatvereine Molbergen lassen Lebensmittel an die polnische Grenze bringen. Symbolfoto: dpa

Hilfstransporter: Die Heimatvereine Molbergen lassen Lebensmittel an die polnische Grenze bringen. Symbolfoto: dpa

In der Ukraine werden die Lebensmittel knapp – und nicht nur dort. Auch an den Grenzübergängen sind die Regale in den Supermärkten leer. Besonders kritisch: Es wird dringend Babynahrung benötigt. Nadja Kurz vom Molberger Heimatverein der Deutschen aus Russland steht täglich in Kontakt mit dem ukrainischen Künstler Ivan Hutsul, der in Molbergen alljährlich Kunst-Sommerakademien leitet (OM-Medien berichtete) und aktuell in seiner Heimatstadt Czernowitz aktiv hilft.

Kurz berichtet von ihrem jüngsten Gespräch mit Hutsul: "Die Lage ist nach wie vor sehr angespannt. Es kommen immer mehr Flüchtlinge. Darunter viele Frauen mit Kindern. Oft sind große Gruppen mit bis zu 150 Flüchtlingen in den Unterkünften der christlichen Gemeinde untergebracht, in der Hutsul Mitglied ist. Sie bleiben meist 1 bis 2 Nächte und ziehen dann weiter Richtung Westen. Dann kommt ein neuer Trupp. Wenn wir helfen wollen, sollen wir unbedingt Lebensmittel und Hygieneartikel an die Grenze bringen." 

Ivan Hutsul nimmt Lebensmittel selbst in Empfang

Kurt Bussmann, Vorsitzender des Heimatvereins Molbergen, unterstreicht, wie wichtig es ist, jetzt zu helfen. Dank des Spendenaufrufs über OM-Medien seien immerhin schon 2700 Euro zusammengekommen. Das sei recht ordentlich. "Die Molberger Heimatvereine arbeiten weiter Hand in Hand, darum haben wir jetzt einen Transporter organisiert, der voraussichtlich am Freitag vom Schützenhaus aus startet und an die polnische Grenze nach Schegini aufbricht, um Lebensmittel an Ivan Hutsul zu übergeben. Er wird sie dann dort auch selber in Empfang nehmen." Die Fahrt mit dem Transporter übernimmt der Sohn von Nadja Kurz, Eduard. 

"Wir werden mit der Spendensumme haltbare Lebensmittel einkaufen, aber wir nehmen auch gezielt Lebensmittelspenden an", sagt Bussmann. Benötigt werden Grundnahrungsmittel, darunter Konserven (Fleisch, Fisch), Brei oder Müsli, haltbare Brotaufstriche, Instant-Tees, Kaffee, Getränke, Zucker, Mehl, Nudeln, Reis oder auch Sonnenblumenöl – und ganz dringend: Babynahrung. Zudem fehlt es an Waschmittel, Seife, Zahnpasta, Shampoo, Bürsten, Damen-Hygiene-Artikel und Pampers in allen Größen. Das Spendenkonto bei der LzO Molbergen (DE 20 28050 0100 0094 1504 14) sei immer noch aktiv, betont Bussmann und ergänzt: "Die Notwendigkeit, zu helfen, wird so schnell nicht aufhören." Nadja Kurz appelliert auch an ortsansässige Firmen: "Ob Fleischer, Supermärkte, Drogerien, Gastronomen oder Bäcker – jeder darf uns Ware mitgeben, damit wir die Menschen vor Ort versorgen können." 

  • Info: Wer die Molberger Heimatvereine bei ihrer Hilfsaktion nicht nur mit Geldspenden, sondern direkt mit Nahrungsmitteln oder Hygieneartikeln unterstützen möchte, kann sich an Nadja Kurz (04475/1677) oder an Kurt Bussmann (04475/741) wenden.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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