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"Trägerverein Christinenhof" soll unter neuem Vorsitz wachsen

Die Einweihungsfeier für das neue Dorfgemeinschaftshaus wird die letzte Amtshandlung des Vorsitzenden Wolfgang Vorwerk sein. Neben einer neuen Spitze werden auch weitere Mitglieder gesucht.

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Endspurt: Viele Arbeiten sind bereits erledigt, aber der letzte Schliff muss noch kommen. Foto: Vorwerk

Endspurt: Viele Arbeiten sind bereits erledigt, aber der letzte Schliff muss noch kommen. Foto: Vorwerk

Ob der Einweihungstermin 25. September für das neue Dorfgemeinschaftshaus in Schwichteler gehalten werden kann, das ist im Moment schwer zu sagen, denn Handwerker termingerecht zu bekommen, ist in diesen Wochen und Monaten schwierig. Klar ist aber, wenn die feierliche Schlüsselübergabe stattfindet, wird dies die letzte Amtshandlung von Wolfgang Vorwerk als Vorsitzender des "Trägervereins Christinenhof" sein. "Ich gehe in mein 10. Jahr, und künftig sollte eine Person dem Verein vorstehen, die mehr vor Ort sein kann als ich", sagte er auf einer Einwohnerversammlung in der Klosterschänke.

Zuvor hatte er den rund 30 Zuhörern den aktuellen Stand der Bauarbeiten erklärt und ging dabei auch kurz auf die Historie ein. Denn ursprünglich hätte das Waschhaus zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden sollen, doch diese Pläne wurden alsbald umgeändert. Stattdessen kam der Christinenhof ins Spiel, genauer das alte Pfarrhaus. Dort wurde saniert und renoviert, gleich nebenan sind in den vergangenen Monaten ein neuer Saal und sanitäre Anlagen errichtet worden, die auch von außen zugänglich sind und somit Sportlern und Teilnehmern von Zeltlagern zur Verfügung stehen.

Kolpingbildungswerk zieht als Mieter ein

Im Pfarrhaus wurde der Brandschutz verbessert und als vorerst letzte Baumaßnahme werden die Zugänge von Seminarraum, Kapelle und Wintergarten behindertengerecht umgebaut. Mehr wird in diesem Bereich des Klosters zunächst nicht passieren. Die beiden oberen Etagen des Pfarrhauses sind entkernt und technisch auf den neuesten Stand gebracht worden. Ein Stockwerk wird das Kolpingbildungswerk beziehen und als Mieter ein wenig Geld in die Kassen bringen, um die laufenden Kosten zu decken.

Was die Baukosten betrifft, so hat man kräftig von der Dorfentwicklung profitiert. Anderenfalls, so Vorwerk, wäre dieses Projekt auch gar nicht möglich gewesen. 1,3 Millionen Euro Gesamtkosten sind angesetzt worden und der Zuschuss beläuft sich auf rund 1 Million Euro. Die Kommune beteiligt sich zur Hälfte an dem verbleibenden Rest und der Anteil des Vereins wurde in den vergangenen Jahren durch Mieteinnahmen generiert, da der Christinenhof ab 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise an den Landkreis vermietet wurde, der dort unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf gegeben hat.

Da Fördermittel in nicht unerheblichem Maße geflossen sind, wird eine künftige Vermietung des Dorfgemeinschaftshauses für private Feiern nicht mehr möglich sein, um keine Konkurrenz für privatwirtschaftlich geführte Gaststätten und Saalbetriebe zu sein. Alles, was das Dorfleben fördert, soll dort aber stattfinden können. Das Waschhaus, in dem sonst gefeiert wurde, muss über kurz oder lang abgerissen werden. Das ist Bestandteil der neuen Baugenehmigung.

Für die Nachnutzung des Klosters gibt es noch kein Konzept

Offen ist, wie und wann es mit dem Kloster weitergeht. Das ist der Bereich zwischen der Kirche und dem Pfarrhaus – und momentan leben dort Flüchtlinge aus der Ukraine. Sollte dies baulich angepackt werden, wird das Dach wieder wie ursprünglich runtergezogen werden müssen. Das hat die Denkmalschutzbehörde vorgegeben. Dann würde das 2. Obergeschoss, in dem es aktuell noch Schlafzimmer gibt, die ursprünglich von Seminarteilnehmern genutzt wurden, nicht mehr zur Verfügung stehen. "Ein Umbau wird teuer", prognostizierte Wolfgang Vorwerk. Sollte es aber ein gutes Konzept geben, seien auch weitere Fördermittel denkbar.

Eine wichtige Aufgabe, die in nächster Zeit zu lösen ist, ist die Verwaltung des neuen Dorfgemeinschaftshauses. Einen bezahlten Hausmeister werde man sich nicht leisten können, hieß es. Aber es müsse eine Person oder einen Personenkreis geben, der das Gebäude im Blick behält. Um eine breitere Basis im Verein zu haben und diese Aufgaben zu organisieren, soll die Mitgliedergewinnung im Fokus stehen. Aktuell sind es nur 5 Mitglieder, was die Entscheidungsfindung im zurückliegenden Prozess vereinfacht hat, künftig aber nicht ausreichen wird.

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