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Traditionell und bunt: Museumsdorf veranstaltet Tag der Tracht

Vereine und Gruppen aus ganz Niedersachsen waren am Sonntag zu Gast im Cloppenburger Museumsdorf, um ihre traditionellen Trachten zu präsentieren. Auch Vereine aus Saterland und Bösel waren zu Gast.

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Präsentierten ihre Tracht: Eine Volkstanzgruppe aus Heeslingen hatte im Museumsdorf Spaß. Foto: Röben

Präsentierten ihre Tracht: Eine Volkstanzgruppe aus Heeslingen hatte im Museumsdorf Spaß. Foto: Röben

Bunte Farben, feine Stoffe und aufwendige Schnitte: All dies macht eine traditionelle Tracht aus. Am Sonntag konnte eine große Auswahl der feinen Kleider im Cloppenburger Museumsdorf bestaunt werden. Der Landestrachtenverband Niedersachsen hatte zum sechsten Mal zum Tag der Tracht eingeladen. 

Die Veranstaltung begann mit einem Empfang im Dorfkrug, hier begrüßte Museumsdirektor Dr. Torsten Müller die anwesenden Vereine und Gäste. In seiner Ansprache ging er auf die Geschichte der Tracht ein und betonte die hohe Bedeutung für die Region. "An diesem Tag soll auf die wichtige Kultur von Volkstrachten im Land Niedersachsen hingewiesen werden", erklärte Müller.

Anschließend übergab er das Wort an Manuela Kretschmer, Vorsitzende des Landestrachtenverbandes Niedersachsen. Auch sie wies auf die Bedeutsamkeit der Tracht für die regionale Kultur hin und zeigte sich dem Museumsdorf gegenüber dankbar. Das Ambiente passe hervorragend zum Aktionstag, so Kretschmer. Cloppenburgs stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Heckmann schloss sich ihrer Vorrednerin an. Auch CDU-Landtagsabgeordneter Christoph Eilers kam in einer spontanen Rede zu Wort. Er sagte dem Museumsdorf seine volle Unterstützung für die Herausforderungen in der Zukunft zu. Eilers garantierte, sich aus der Opposition heraus auf Landesebene dafür einzusetzen, dass das Museumsdorf Gelder bekommen wird. "Nur so kann die Vielfalt hier im Museum erhalten bleiben", begründete Eilers sein Engagement.  

Goldene Ehrennadel verliehen

Das Thema "Ehrenamt" brachte Dr. Johannes Janssen, Vizepräsident des niedersächsischen Heimatbundes, zur Sprache. Ohne freiwillige Helfer seien solche Aktionen wie der Tag der Tracht überhaupt nicht möglich. Kretschmar griff dies direkt auf und ging zum nächsten Programmpunkt über: Ehrungen und Auszeichnungen. Da man nach Angaben ihres Stellvertreters, Heinz Müller, beim Landestrachtenverband nicht inflationär mit Ehrungen umgehen würde, sind nur zwei Personen geehrt worden: Rita Schlangen vom DJK Bösel erhielt die goldene Ehrennadel und Elfriede Deeken von der Volkstanzgruppe Saterland wurde mit der goldenen Ehrennadel mit Kranz ausgezeichnet.

Foto: Röben
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Der Tag der Tracht fand im Rahmen eines bunten Programms statt. Es gab ein Quiz, bei dem verschiedene regionale Trachten zusammengewürfelt worden sind und die Teilnehmer herausfinden mussten, aus welchen niedersächsischen Regionen die einzelnen Bestandteile entstammen. Zudem standen Tanz- und Musikaufführungen, Vorträge sowie Trachtenvorstellungen auf dem Programm. Unter anderem traten die Volkstanzgruppen aus Bösel und Saterland auf, allerdings waren auch verschiedene Gruppen und Vereine aus ganz Niedersachsen vertreten: Abteilungen aus Lingen, Badbergen, Werlte oder auch aus dem Ammerland waren zu Gast.

Ehepaar tanzt bereits seit 1952

Aus Oldenburg-Wechloy reiste das Ehepaar Wolfgang und Almuth Schmalriede an. Sie betreiben Volkstanz schon seitdem sie 16 Jahre alt sind. Das war im Jahr 1952. Dass Tanzen fit halte, könne man ganz gut an ihrer Gruppe erkennen. "Unsere Jüngste ist kürzlich 80 geworden", stellt Wolfgang Schmalriede fest.

Bei der Vorstellung zu der Vielfalt in Niedersachsen führten die verschiedenen Vereine die unterschiedlichen Trachten vor: Unter anderem präsentierte sich eine Gruppe aus Scheeßel in ihrer blauen Arbeitstracht, die alle in individueller Handarbeit hergestellt werden. Auch die Trachten aus Bückeburg mit ihren imposanten Flügelhauben sorgten für Begeisterung. 

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