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Tolle Bilanz: Löninger sparen 9 Tonnen CO₂ ein

Beim Stadtradeln legten sich die Teilnehmenden mächtig ins Zeug. Der Wettbewerb soll dazu anregen, das Auto künftig öfter stehen zu lassen.

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Kamen mit dem Rad zum Rathaus: Die besten Teilnehmer erhielten Preise. Foto: G. Meyer

Kamen mit dem Rad zum Rathaus: Die besten Teilnehmer erhielten Preise. Foto: G. Meyer

Auf sein Fahrrad verzichtet Josef Grüß so gut wie nie. Bei Wind und Wetter tritt der Löninger in die Pedale. Am Stadtradeln im Mai nahm er deshalb begeistert teil – und  hängte den Rest der Truppe höchst eindrucksvoll ab.

Nach 3 Wochen hatte Grüß sagenhafte 1537,7 Kilometer auf dem Tacho. Er war also im Schnitt täglich 73 Kilometer gefahren. Damit war er mit Abstand der beste Einzelaktive in Löningen. Die Stadt hatte sich an dem bundesweiten Wettbewerb beteiligt, bei dem es darum geht, die CO₂-Bilanz durch konsequentes Radeln zu verbessern. Die gefahrenen Strecken wurden automatisch per App gezählt. 327 Bürgerinnen und Bürger, darunter Senioren und Kinder,  machten mit. Jeder schaffte in 21 Tagen durchschnittlich 283 Kilometer. Gemeinsam kamen die Löninger damit auf stolze 57.182 Kilometer, was deutlich über dem Äquatorumfang liegt. Rein rechnerisch sparten sie auf diese Weise fast 9 Tonnen Kohlendioxid ein.

Die besten Teilnehmer erhielten Gutscheine und Präsentkörbe. Bei der Siegerehrung lobte Bürgermeister Burkhard Sibbel die Leistungen. Er selbst gab zu, sich zwar kürzlich ein E-Bike gekauft zu haben, es aber noch zu selten zu benutzen. Das werde sich ändern, versprach Sibbel und appellierte an alle Löninger, ihr Auto öfter stehen zu lassen. 

Grundschule Bunnen schafft fast 5000 Kilometer

Neben Einzelsieger Grüß stach auch die Grundschule Bunnen heraus. Sie schaffte mit 4994 Kilometern das beste Schulergebnis und landete in der Mannschaftswertung auf Rang 3. Bestes Team war Bank Haseknie (6691,2 km). Pro Kopf absolvierten dagegen die "Kiezpiraten" die meisten Kilometer (3797). Insgesamt hatten sich 24 Mannschaften beteiligt.

Das Stadtradel-Konzept sieht vor, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und damit sowohl etwas Gutes für die Umwelt als auch für die eigene Gesundheit tun. Zum Mitmachen bewegt werden sollen nicht zuletzt Menschen, die bislang nur selten in den Sattel steigen. Außerdem setzt sich die Initiative für eine Verbesserung der Radinfrastruktur ein. Burkhard Sibbel räumte einen "deutlichen Nachholbedarf" ein. So fehle es in Löningen an gut ausgebauten Radwegen etwa für E-Bikes. Einige müssten dringend saniert werden. "An der Vinner Straße hebt es einen ständig aus dem Sattel", wusste Sibbel aus eigener Erfahrung zu berichten.  Die Optimierung des Radwegenetzes ist auch ins neue städtebaulichen Entwicklungskonzept aufgenommen worden, dem der Planungsausschuss des Stadtrates am Mittwoch zugestimmt hat.

Die besten Teilnehmer beim Stadtradeln 2022:

  • Einzelfahrer: 1. Josef Grüß (1537,7 km), 2. Karl-Heinz Wendte (970 km), 3. Antonia Beyer (951,2 km), 
  • Mannschaft gesamt: 1. Bank Haseknie (6691,2 km), 2. Team UfL (5665,7 km), 3. Grundschule Bunnen (4949 km).
  • Mannschaft pro Kopf: 1. Kiezpiraten (3797 km), 2. Bank Haseknie (836 km), 3. DEUZE (401,6 km).
  • Schulen: Grundschule Bunnen (4949 km), Maximilian-Kolbe-Schule (4200,8 km), Grundschule Evenkamp (3664,7 km).

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