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Thüler Firma sucht Helfer für das Ahrtal

2 Tage lang hat Elektro Elberfeld bereits Aufbauhilfe im Hochwassergebiet geleistet. Am 11. November fährt ein Teil der Belegschaft erneut nach Dernau – und würde gerne weitere Helfer mitnehmen.

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Viel zu tun: Neben der Elektrik muss in den Häusern in Dernau auch alles andere instandgesetzt werden - von der Heizung über Wände und Böden bis hin zu den sanitären Einrichtungen. Die Firma Elektro Elberfeld aus Thüle fährt am 11. November (Donnerstag) ins Ahrtal und hofft auf Mitstreiter. Foto: Elektro Elberfeld

Viel zu tun: Neben der Elektrik muss in den Häusern in Dernau auch alles andere instandgesetzt werden - von der Heizung über Wände und Böden bis hin zu den sanitären Einrichtungen. Die Firma Elektro Elberfeld aus Thüle fährt am 11. November (Donnerstag) ins Ahrtal und hofft auf Mitstreiter. Foto: Elektro Elberfeld

Doris Plaggenborg steckt viel Zeit, Energie und auch Geld in ihre Hilfe für die vom Ahr-Hochwasser stark betroffene Gemeinde Dernau. Und eigentlich hatte sie gehofft, damit auch andere Unternehmen im Landkreis inspirieren zu können. "Hilfsgüter werden inzwischen nicht mehr benötigt, die Lager sind voll", gibt sie die Information ihres Kontaktmannes in Dernau weiter. 

Was dagegen nach wie vor dringend gebraucht wird, sind Fachleute aus den unterschiedlichen Gewerken. Und da sei Friesoythe mit seinem starken Mittelstand prädestiniert. "Wenn jemand Handwerker hat", so Plaggenborg, "dann wir hier." Rund 25 Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Gewerken hat die Geschäftsführerin der Firma Elektro Elberfeld in Thüle angerufen – und ist dabei in ihrer eigenen Wahrnehmung bestätigt worden, dass die Bauindustrie derzeit kaum freie Kapazitäten hat. "Man muss Terminpläne einhalten, vor Weihnachten ist ohnehin überall Endzeitstimmung, Fachkräfte fehlen und auch im Handwerk gibt es einen Krankenstand", fasst sie die Gründe zusammen, die es vielen Betrieben unmöglich machten, selbst im Flutgebiet tätig zu werden. "Ein befreundeter Heizungsbauer wollte eigentlich auch ins Flutgebiet fahren, musste dann aber einen Rückzieher machen, weil es einfach nicht zu schaffen ist."

Auf der Suche nach den "typischen Helfernaturen"

Plaggenborg selbst will dennoch mit einem Teil ihrer Belegschaft am 11. November (Donnerstag) erneut ins Ahrtal fahren - auch wenn sich der 3-tägige Ausfall der halben Belegschaft im Abarbeiten der Aufträge bemerkbar machen kann. "Augen zu und durch", sagt sie. "Wir haben bei vielen Gewerken, wie zum Beispiel bei Fenstern, derzeit so große Lieferengpässe, dass man das ohne allzu große Verzögerungen organisieren kann."

Vor allem aber hofft sie, wenn nicht ganze Firmen dann doch zumindest einzelne Handwerker oder handwerklich begabte Laien zur Mitfahrt animieren zu können. "Wir werden das auch über Facebook verbreiten", sagt sie, "es gibt ja auch viele ehemalige Handwerker oder auch die typischen Helfernaturen, die man ja so kennt." Möglicherweise, so ihre Hoffnung, werde vielleicht der eine oder andere von seiner Firma für die Hilfsaktion freigestellt. "Für Kost, Logis und Transport ist gesorgt", verspricht die Geschäftsführerin. "Und für gute Stimmung auch." Ins Gepäck will sie diesmal möglicherweise noch ein eher ungewöhnliches Utensil packen. "Am 11.11. ist Karnevalsbeginn", hat sie festgestellt. "Vielleicht muss man da im Ahrtal mit roter Nase auftauchen." 

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