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"TELAV" befragt pflegende Angehörige

Die Umfrage ist auf der neuen Webseite des Projekts zur Televersorgung im Landkreis Vechta zu finden. Einfließen sollen die Ergebnisse in einen Gestaltungsworkshop im September.

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Das ist sie: Die neue TELAV-Homepage informiert über das Digitalisierungsprojekt in der Gesundheits- und Pflegebranche, außerdem ist dort die neue Umfrage zu finden. Foto: Stadt Lohne / Tombrägel

Das ist sie: Die neue TELAV-Homepage informiert über das Digitalisierungsprojekt in der Gesundheits- und Pflegebranche, außerdem ist dort die neue Umfrage zu finden. Foto: Stadt Lohne / Tombrägel

Das Pflege-Projekt "TELAV" (Televersorgung im Landkreis Vechta) der Städte Lohne und Vechta ist jetzt auch im Internet erreichbar. Unter der Adresse www.telav.de können alle relevanten Informationen zum Projekt, das die Digitalisierung der Pflege und die Entlastung von Pflegekräften und pflegenden Angehörigen zum Ziel hat, abgerufen werden.

Darüber hinaus ist auf der Webseite nun auch eine Umfrage freigeschaltet, die sich vor allem an pflegende Angehörige richtet. "Wir möchten wissen, wie wir die Menschen, die ihre Mutter, ihren Vater oder einen anderen Verwandten oder Mitmenschen pflegen, durch digitale Techniken entlasten können“, erklärt Dr. Christian Vaske von den Pflegepionieren, die als Experten für eine zukunftsfähige Pflege mit der Projektleitung betraut sind.

Beantwortung der Umfrage dauert 15 Minuten

Für die Beantwortung des gesamten Fragebogens würden laut Webseite etwa 15 Minuten benötigt. Dabei müssen unter anderem Aussagen zur Digitalisierung der Pflege bewertet werden; das Spektrum der Antwortmöglichkeiten: "trifft gar nicht zu", "trifft eher nicht zu", "teils/teils", "trifft eher zu" und "trifft voll und ganz zu". Es wird aber zum Beispiel auch abgefragt, wie wichtig einem bestimmte Kontakte im Rahmen der Angehörigen-Pflege sind.

Entwickelt haben die Pflegepioniere den Fragebogen zusammen mit dem Fachbereich Pädagogische Psychologie von der Uni Vechta. Die Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (Lohne) und Kristian Kater (Vechta) wünschen sich eine hohe Beteiligung bei der Umfrage: „Mit dem Projekt wollen wir uns direkt an den Bedürfnissen von pflegenden Angehörigen orientieren. Deshalb ist es wichtig, dass diejenigen bei der Befragung mitmachen, die betroffen sind.“

Gestaltungsworkshop im September

Die Auswertung der Umfrage wird die Uni Vechta übernehmen. Anschließend folgt am 6. September (Montag) ein Gestaltungsworkshop im neuen Veranstaltungsraum des Industriemuseums Lohne. "Mindestens bis dahin wird die Umfrage offen bleiben", teilt die Lohner Wirtschaftsförderin Anne Nußwaldt auf Nachfrage mit. Parallel zur Umfrage für die pflegenden Angehörigen befragt die Uni Vechta außerdem Fachkräfte aus der Pflegebranche. "Die Ergebnisse beider Befragungen sollen dann in den Workshop einfließen", lässt Nußwaldt wissen.

Die Mitarbeiterin der Stadt Lohne erklärt ebenfalls, was es genau mit dem Workshop auf sich hat: "Es ist keine Veranstaltung für die pflegenden Angehörigen, sondern ein Treffen der Projektpartner." Es seien also sowohl die Universität und die Pflegepioniere, als auch die Städte Lohne und Vechta mit an Bord. Hinzu würden Vertreter aus der Gesundheitsbranche, zum Beispiel Pflegedienste oder Haus- und Fachärzte, kommen. "Insgesamt rechnen wir mit 20 bis 30 Teilnehmern, je nachdem wie die Corona-Lage aussieht", so Nußwaldt.


Fakten:

  • "TELAV" steht für Televersorgung im Landkreis Vechta.
  • Mit dem Projekt möchten die Städte Vechta und Lohne gemeinsam herausfinden, wie die Pflege älterer Menschen durch Digitalisierung erleichtert werden kann.
  • Durch das Projekt sollen nicht nur die Angehörigen, sondern auch die Fachkräfte entlastet werden.
  • Der Bund fördert das auf drei Jahre ausgelegte Projekt im Rahmen der Initiative Heimat 2.0 laut Mitteilung mit knapp 300.000 Euro.
  • Mehr Informationen zu dem Projekt finden sich im Internet unter www.telav.de.

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