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Technisches Hilfswerk Lohne leuchtet jetzt mit LED aus

Die Umrüstung des Lichtmastanhänger wurde durch Spenden ermöglicht. Eine gesetzliche Veränderung erleichtert es seit Kurzem, das THW anzufordern.

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Vor dem umgerüsteten Anhänger: (von links) THW-Ausbildungsbeauftragter Thomas von Lehmden, THW-Ortsbeauftragter Markus Weinhold, Gerd Remmers (Vertreter der Bürgerstiftung Lohne sowie der Volksbank Lohne-Mühlen), stellvertretender THW-Ortsbeauftragter Tobias Beckhelling und Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. Foto: Pundt

Vor dem umgerüsteten Anhänger: (von links) THW-Ausbildungsbeauftragter Thomas von Lehmden, THW-Ortsbeauftragter Markus Weinhold, Gerd Remmers (Vertreter der Bürgerstiftung Lohne sowie der Volksbank Lohne-Mühlen), stellvertretender THW-Ortsbeauftragter Tobias Beckhelling und Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. Foto: Pundt

Die Ortsgruppe Lohne des Technischen Hilfswerks (THW) hat ihren Lichtmastanhänger von Halogen auf LED umgestellt. Möglich wurde diese Modernisierung durch Spenden der Bürgerstiftung Lohne und der Volksbank Lohne-Mühlen. Während eines Pressetermins dankte nun der THW-Ortsbeauftragte Markus Weinhold den Vertretern von Stiftung und Bank für die finanzielle Unterstützung. Weiter informierte er über ein seit Mai geltendes Gesetz, welches die Anforderung des THW durch andere Hilfs- und Rettungsorganisationen wie die Feuerwehr erleichtern soll.

Laut Weinhold musste das THW vor der Gesetzesänderung dem Anforderer seiner Dienste eine Rechnung für die Einsatzkosten stellen. Im Zweifelsfall ging diese dann an die Kommune, was oftmals abschreckend gewesen sei, berichtet der Lohner THW-Ortsbeauftragte. "Man hatte Angst, auf den Kosten sitzenzubleiben."

Mit dem neuen Gesetz, welches im Mai dieses Jahres in Kraft trat, kann das Technische Hilfswerk auf die Erstattung der Kosten verzichten, solange der Einsatz  überwiegend im  öffentlichen Interesse liegt.

Doppelte Leistung mit weniger Stromverbrauch

Einen weiteren Baustein zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit anderen Gefahrenabwehrbehörden bildet die Umrüstung des Lichtmastanhängers auf LED. Rund 6500 Euro hätten die neuen Strahler gekostet, sagte der stellvertretende THW-Ortsbeauftragte Tobias Beckhelling. "Den Umbau haben unsere eigenen Maschinisten vorgenommen", erzählte er. Diese seien allesamt Elektrofachkräfte. 

Er erläuterte die Daten des Gerätes. "Höhe ist mit das Wichtigste bei der Beleuchtung", sagte Beckhelling. Der Mast sei dementsprechend 9 Meter hoch. Durch die Modernisierung würde nun weniger Strom verbraucht werden als zuvor – und das bei fast doppelter Leistung. Die LED-Strahler hätten demnach eine Leistung von 10.000 Watt und ließen es zu, dass weitere 7000 Watt zur freien Verfügung für andere elektronische Werkzeuge stünden. Dies habe zur Folge, dass das THW bei Einsätzen nun nur noch ein Fahrzeug benötige. Zuvor habe man drei gebraucht.

Bürgermeister bedankt sich für den ehrenamtlichen Dienst

Während des Pressegesprächs bedankte sich Lohne Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer beim Technischen Hilfswerk für seine Dienste. Er nannte als Beispiele in Lohne den Großbrand des Wiesenhof-Schlachthofs an Ostern 2016 sowie den Bau der Flüchtlingsunterkünfte. "Es ist schön zu sehen, dass die Dienste des THW von Feuerwehr und Malteser auch angefordert und genutzt werden."

Gerd Remmers, der sowohl die Volksbank Lohne-Mühlen als auch die Bürgerstiftung Lohne bei dem Treffen repräsentierte, stimmte den Worten des Bürgermeisters zu und betonte, dass Lohne, was die Ausschüttung von Fördermitteln für ehrenamtliche Dienste angehe, ein guter Ort sei.  

Das THW Lohne verfügt im Übrigen seit diesem Jahr auch über eine sogenannte Fachgruppe N – das "N" steht für Notversorgung und Notinstandsetzung. Unter Notversorgung ist die Erstversorgung von Einsatzkräften und Betroffenen mit Verbrauchsmitteln und Betriebsstoffen zu verstehen. Notinstandsetzung bedeutet unter anderem die behelfsmäßige Unterbringung und Ordnung von Einsatzkräften und Betroffenen in der Nähe des Einsatzgebietes. 

Beckhelling sagte dazu, dass jeder Ortsverband sich auf einen Bereich spezialisiert habe. So könne man sich während eines Einsatzes gegenseitig ergänzen.

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