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"Tante Toni" feiert diamantenes Ordensjubiläum

Vor 60 Jahren trat Schwester Antonia Koopmann dem Orden der Dominikanerinnen von Bethanien in Waldniel bei. Das besondere Jubiläum wurde jetzt in ihrer Heimat Dwergte gefeiert.

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Inmitten ihrer Familie: Schwester Antonia Koopmann feierte ihr diamantenes Ordensjubiläum in der Dwergter Marienkapelle. Foto: Simone Witten

Inmitten ihrer Familie: Schwester Antonia Koopmann feierte ihr diamantenes Ordensjubiläum in der Dwergter Marienkapelle. Foto: Simone Witten

Den ganzen Tag über trug sie ein herzliches und dankbares Lächeln auf ihrem Gesicht, als könne sie gar nicht glauben, was um sie herum geschieht: Schwester Antonia Koopmann feierte jüngst das seltene Fest des diamantenen Ordensjubiläums in ihrer Heimat Dwergte. Ihre Familie, immerhin 4 Generationen, hatte sich ordentlich ins Zeug gelegt, um ihrer "Tante Toni" ein möglichst schönes Jubiläum zu bereiten. 

Im August 1962 trat sie in den Orden der Dominikanerinnen von Bethanien in Waldniel bei Mönchengladbach ein. 1933 wurde Antonia Koopmann in Dwergte, auf einem Bauernhof geboren. Erst mit 29 Jahren kam sie in die Ordensgemeinschaft, vorher war ihre Hilfe auf dem elterlichen Hof erforderlich. Von dort aus wurde sie an ihrem Ehrentag mit einem Cabrio abgeholt und zur Dwergter Kapelle gefahren. In all der Zeit hat sie ihre Wurzeln zur Pfarrgemeinde und zu ihrer Familie immer gepflegt. Kein Wunder also, dass die Fest- und Dankesmesse in der Dwergter Marienkapelle voll war, darunter Familie, Freunde, Nachbarn und Wegbegleiter.

Mit einem Cabrio wurde Schwester Antonia von ihrem elterlichen Hof abgeholt. Foto: Simone WittenMit einem Cabrio wurde Schwester Antonia von ihrem elterlichen Hof abgeholt. Foto: Simone Witten

Auch Pastor Uwe Börner, Pater Jineesh sowie Pater Rijo ließen es sich nicht nehmen, beim Gottesdienst anwesend zu sein. In seiner Begrüßung betonte Pater Rijo, dass Schwester Antonia ein sichtbares Vorbild dafür sei, wie man dankbar und glücklich seine Berufung als Ordensfrau leben könne. Pastor Börner fügte in der Festpredigt hinzu: „Schwester Antonia hat nie ihre Lebensfreude verloren und ist ihren heimatlichen Wurzeln immer treu geblieben. Es ist schon erstaunlich, wie eine Schwester von mittlerweile 89 Jahren so viele Menschen begeistern kann!“

Während ihrer Zeit im Dominikanerinnenorden absolvierte sie eine Ausbildung zur Hauswirtschaftsleiterin. Als ihre Hilfe im dortigen Kinderdorf erforderlich wurde, machte sie noch eine Ausbildung zur Erzieherin und leitete fortan eine Gruppe mit 10 bis 12 Jungen und Mädchen. Das jüngste Kind, das zu ihr kam, war erst 3 Monate alt. Insgesamt betreute sie nach und nach 40 Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht in ihren Familien bleiben konnten. Für sie war sie eine Mutter, eine Erzieherin und eine Freundin. Die Jungen und Mädchen brauchten viel Liebe, Nähe und Aufmerksamkeit, die Schwester Antonia ihnen aus vollster Überzeugung schenkte. Noch bis heute pflegt sie guten Kontakt zu einigen "ihrer Kinder". 

Schwester Antonia engagierte sich auch in der Altenseelsorge

Nachdem die ihr anvertrauten Kinder erwachsen geworden waren, engagierte sich Schwester Antonia in der Altenseelsorge. Mittlerweile lebt sie mit ihren 89 Jahren in einem Schwesternaltenheim in Meckenheim bei Bonn.

Die Jubilarin freute sich während des Gottesdienstes besonders über das Lied: „Gottes Liebe ist wunderbar“. Ihre Urgroßneffen und Urgroßnichten versammelten sich um sie und sangen das Lied lautstark mit. Anschließend wurde rund um die Dwergter Kapelle mit der Familie, Freunde und Nachbarn auf das seltene Jubiläum angestoßen. Von der Pfarrgemeinde bekam Schwester Antonia eine Kiste des  "guten Gemeindetropfens“ geschenkt,  damit sie diesen besonderen Festtag in Dwergte mit ihren Mitschwestern nachklingen lassen könne. 

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