Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Tankstellen-Überfall in Ahlhorn: Staatsanwaltschaft glaubt, den Täter gefunden zu haben

Ein 52-Jähriger soll mit einer Waffe einen 22-jährigen Tankstellenkassierer bedroht und ausgeraubt haben. Lange konnte die Identität des Täters nicht geklärt werden. Jetzt gibt es eine Spur.

Artikel teilen:
Symboldbild:  Dedert 

Symboldbild:  Dedert 

Wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung muss sich seit Montag ein 52 Jahre alter Mann aus Großenkneten vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, am 1. September 2019 in Ahlhorn an der Wildeshauser Straße eine Tankstelle überfallen und ausgeraubt zu haben. Damals stürmte ein mit Kapuze, Sturmhaube und Sonnenbrille maskierter Mann kurz vor Ladenschluss in die Tankstelle und bedrohte den 22-jährigen Kassierer mit einer Pistole.

Der junge Kassierer hatte Angst um sein Leben. Der Täter hatte in Kopfhöhe mit der Waffe auf ihn gezielt. Am Montag sagte der 22-Jährige, der als Zeuge aussagen musste, er habe es nicht ausprobieren wollen, ob die Waffe echt gewesen sei oder nicht. Und so habe er den Anweisungen des Täters Folge geleistet. "Sofort alles rein", hätte der Täter gerufen und eine Plastiktüte auf den Tresen gelegt. Der 22-Jährige gab dann einige 100-Euro-Scheine heraus, bis dem Täter einfiel, dass er noch etwas zum Rauchen brauchte. 

Bis zu 5 Jahre Gefängnis könnten dem Täter drohen

5 Schachteln Zigaretten konnte der Räuber neben dem Geld dann mitnehmen. Er stürmte aus der Tankstelle und floh auf einem Fahrrad. Zeugen hatten den Räuber noch mit dem Auto verfolgt, den Täter aber nicht mehr aufspüren können. Aber wer war überhaupt der Täter? Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass der jetzige Angeklagte der Räuber ist. Lange konnte der Angeklagte nicht als mutmaßlicher Täter ermittelt werden. Erst im Zuge anderer Ermittlungen gab es Indizien, die auf eine Täterschaft des Angeklagten schließen lassen sollen.

Zurzeit verbüßt der Angeklagte Strafhaft in einer anderen Sache. Wird er wegen des Tankstellen-Überfalls schuldig gesprochen, kommen mindestens noch 5 Jahre Gefängnis zu der jetzt schon verbüßten Strafe hinzu. Der Anwalt des Angeklagten erklärte für seinen Mandanten, dass keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht würden. Gegenüber der Staatsanwaltschaft soll der Anwalt des Angeklagten erklärt haben, dass die Vorwürfe bestritten würden. Nun ist eine langwierige Beweisaufnahme zu erwarten. 

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Tankstellen-Überfall in Ahlhorn: Staatsanwaltschaft glaubt, den Täter gefunden zu haben - OM online