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Tag der Vereine wird wie ein kleines Volksfest gefeiert

Tausende Besucher zieht es auf die Große Straße in Vechta. Nach der entbehrungsreichen Corona-Zeit kommen insbesondere die Angebote der vielen Vereine beim Publikum gut an.

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Viel Applaus auf dem Europaplatz erhalten die akrobatischen Tänzerinnen von In Motion. Foto: M. Niehues

Viel Applaus auf dem Europaplatz erhalten die akrobatischen Tänzerinnen von In Motion. Foto: M. Niehues

Die Musik bestimmt den Rhythmus. Punktgenau tanzen die jungen Damen ihre Figuren und bieten akrobatische Höchstleistung. Immer wieder ernten sie tosenden Applaus. Die Jugendlichen genießen es sichtlich, vor dem Europaplatz endlich mal wieder auftreten zu können.

So wie die Tänzerinnen der Gruppe In Motion präsentierten am Sonntag viele Vereine aus Vechta zwischen Bremer Tor und der Propstei-Kirche ihr Leistungsspektrum auf der Großen Straße. "Das ist hier wie sonst beim Thomasmarkt", sagte ein Besucher. Und tatsächlich gab es anlässlich des Tages der Vereine mit verkaufsoffenem Sonntag ein durchaus vergleichbares Angebot und zudem ein sehr beeindruckendes Besucheraufkommen. Von Pandemie war am Sonntag auf der Großen Straße jedenfalls nichts zu spüren.

Vereine werben um Mitglieder 

Neben den Angeboten des Einzelhandels, zeigten die Vereine regelrecht Flagge, präsentierten sich und warben zum Teil auch aktiv um Mitglieder. So spielte beispielsweise der Spielmannszug Hagen seit Beginn der Corona-Einschränkungen jetzt wieder zum ersten Mal in der Öffentlichkeit, wie der Vorsitzende Manfred Rasche berichtete. Während der Pandemie habe der Verein über die Bürgerstiftung lediglich vor Senioreneinrichtungen und dem Andreaswerk gespielt. Am Sonntag warb der Spielmannszug um Nachwuchs. "Jeder ab einem Alter von 8 Jahren kann mitmachen", sagte Rasche. "Nach oben ist das Alter unbegrenzt."

Ist fast zielsicher: Marlies Hempelmann (82) am Lasergewehr des Bürgerschützenvereins. Foto: M. NiehuesIst fast zielsicher: Marlies Hempelmann (82) am Lasergewehr des Bürgerschützenvereins. Foto: M. Niehues

Am Bremer Tor war nach einem digitalen Schützenfest der Bürgerschützenverein erstmals wieder in der Öffentlichkeit präsent. Wer mochte, konnte versuchen, mit einem Lasergewehr eine Zielscheibe zu treffen. Auch Kinder konnten so Gummibärchentütchen gewinnen. Eine der ältesten Teilnehmerinnen war Marlies Hempelmann mit 82 Jahren. Jung und Alt versuchen die Bürgerschützen so gleichermaßen anzusprechen. Der Verein sei stolz darauf, bald ein Oktoberfest mit 2G-Regel durchführen zu können, berichtet Oberst Stephan Rauert.

Und im kommenden Jahr will der Verein wieder ein richtiges Schützenfest ausrichten. Rauert räumt aber ein, dass die Planungen noch schwierig sind: "Es ist Stochern im Nebel." Schließlich wisse niemand, wie sich Corona im kommenden Jahr entwickle.

Landmaschinentechnik: Auch das wurde auf der Großen Straße präsentiert. Foto: M. NiehuesLandmaschinentechnik: Auch das wurde auf der Großen Straße präsentiert. Foto: M. Niehues

Und doch vermittelten die Vereine und Organisationen mit ihrer Präsenz in der Vechtaer Innenstadt am Sonntag vor allem Zuversicht. Der Freundeskreis von Honda-Motorrädern lud bereits zu seinem "Güllepumpentreffen" im Juni auf dem Jugendhof ein, der AC Vechta warb für das Grasbahnrennen und der agrarsoziale Arbeitskreis der KLJB hatte sogar einen dicken Allradtrecker aufgefahren. Ob die vielen kirchlichen Vereine, die Spielmannszüge, das Andreaswerk oder die Küche der Malteser, alle Organisationen trugen neben Imbissbetrieben, Hüpfburg und Kinderkarussell dazu bei, dass der verkaufsoffene Sonntag in Vechta ein Publikumsmagnet war wie sonst nur ein Volksfest.

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