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Tabbenstraße: Parkverbot wird oft missachtet

Gerade für Rollstuhlfahrer und Senioren kann es schnell gefährlich werden, wenn sie zum Ausweichen auf die Fahrbahn gezwungen werden. Die Stadt bittet um Rücksichtnahme.

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Bitte nicht parken: Markus Willen, Ralf Lampe und Jens Flerlage (von rechts) weisen auf ein neues Piktogramm hin. Foto: G. Meyer

Bitte nicht parken: Markus Willen, Ralf Lampe und Jens Flerlage (von rechts) weisen auf ein neues Piktogramm hin. Foto: G. Meyer

18 neue Piktogramme zieren jetzt die Fußgängerwege in Löningens Tabbenstraße. Sie richten sich vor allem an Autofahrer, die in der engen Straße immer wieder auf den Wegen parken. "Wir möchten bei Ihnen das Bewusstsein schärfen, dass sie damit vor allem ältere und gehbehinderte Menschen gefährden können", erklärt Jens Flerlage, der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadt.

Zu gefährlichen Situationen sei es in der Vergangenheit schon häufiger gekommen, bestätigt Behindertenbeauftragter Ralf Lampe. Dabei erfülle die Straße eigentlich alle Bedürfnisse von Rollstuhl- und Rollatornutzern. "Es gibt kein Hochbord mehr, so dass man keine Übergänge suchen muss, sondern die Straße jederzeit überqueren kann." Auf der Fahrbahn selbst herrscht Tempo 30. Sie ist auch das geringere Problem. "Viele Pkw-Fahrer parken ihren Wagen aber oft ganz nah an den Häuserwänden", weiß Bürgermeister Marcus Willen. "Damit zwingen sie die Fußgänger zum Ausweichen auf die Straße." Böswillig geschehe das sicher nicht, glaubt Ralf Lampe. "Die Autos dürfen ja auf der Straße parken, aber wahrscheinlich kommt das den Fahrern irgendwie komisch vor." 

Nun also die Piktogramme: Sie gelten als offizielle Verkehrszeichen und zeigen unmissverständlich an, wer sich auf den rot markierten Wegstreifen aufhalten darf. Die Stadtverwaltung bittet die Fahrer, sich an das dort geltende Parkverbot zu halten und räumt ihnen noch ein wenig Schonfrist ein. Sollte sich die Situation aber nicht ändern, dürften demnächst die ersten Strafzettel an den Scheibenwischern klemmen. Einmal Falschparken kostet 20 Euro. Willen, Lampe und Flerlage hoffen aber, dass es auch ohne Bußgeld geht.

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