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SV Handorf-Langenberg will Sportanlagen ausbauen

Den Sportverein plagen Platzprobleme. Die Lösung soll ein 75 Quadratmeter großer Raum sein; er soll an das vorhandene Gebäude angebaut werden.

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Der Platz ist da: An dieser Stelle, direkt an der vorhandenen Halle, könnte der Neubau entstehen. Foto: E.Wenzel

Der Platz ist da: An dieser Stelle, direkt an der vorhandenen Halle, könnte der Neubau entstehen. Foto: E.Wenzel

Beim SV Handorf-Langenberg wird's eng. Der Sportverein wächst seit Jahren. Mittlerweile fehlt es an Platz, um den Mitgliedern auch im Winter entsprechende Angebot machen zu können. Ein Anbau soll daher her. Daher hat der Verein bei der Gemeinde Holdorf, die Miteigentümerin der Sporthalle ist, einen Antrag auf Erweiterung eingereicht.

75 Quadratmeter groß soll der Anbau werden. Wie er aussehen könnte, dafür haben sich führende Mitglieder zunächst auf die Reise gemacht. So erinnert sich der Vorsitzende des SV Handorf-Langenbergs, Maik Escherhaus, an den Besuch beim SV Kroge-Ehrendorf. Es gebe viele Möglichkeiten, den Raum zu gestalten, habe Escherhaus gelernt. Man müsse die Belüftung, die Heizung und die Lagermöglichkeiten von Gerätschaften bedenken sowie die Frage, ob ein Spring- oder ein Betonboden gewünscht werde. Entscheidend sei schließlich, wieviel Geld verfügbar sei, erklärt der Vorsitzende.

Foto: Inginieurbüro Rolfsen GmbHFoto: Inginieurbüro Rolfsen GmbH

Zurzeit rechne der Verein mit Kosten in Höhe von 173.000 Euro. Eine Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sei möglich über die Bundes­förderung für effiziente Gebäude. Dann stehe "nur" noch eine Investitionssumme von 143.000 Euro an. Die Förderung der Effizienz­gebäude-Stufe 55 bei Neubauten, unter die das Projekt in Handorf-Langenberg fallen würde, entfalle jedoch zum 1. Februar 2022. Sorgen mache sich der Verein aber nicht. "Wir sind sehr entspannt. Mit der Gemeinde und dem Gemeinderat haben wir immer gute Erfahrungen gemacht", meint Escherhaus.

Der Platz für den möglichen Neubau stehe bereits fest. Zwischen dem bestehenden Gebäude des Vereins und dem anliegenden Basketballplatz gebe es noch eine freie Fläche, "ein unbebautes Rechteck", so Maik Escherhaus. Damit wäre der Neubau direkt an das Vereinsgebäude angeschlossen. "Mit dem Anbau kann die vorhandene Infrastruktur mitgenutzt werden", erklärt der Vorsitzende. Es müssten also keine neuen Duschen oder Kabinen gebaut werden.

Genutzt werden solle die kleinere Halle – klar – von kleineren Gruppen. Dazu gehören die Krabbelgruppe oder die Kleinkinderspielgruppe. Auch neue Angebote wie der Aikido-Kampfsport könnten dort ihren Platz finden, sagt der Vorsitzende.

Der Verein hat immer mehr Mitglieder, aber die Kapazitäten bleiben gleich

Nötig sei die Erweiterung allemal. Ein Beispiel aus dem Winter: Die Fußballmannschaften könnten nicht trainieren, weil die Halle durchgehend belegt sei. In Zukunft werde sich die Lage weiter zuspitzen. Der Verein habe mittlerweile an die 800 Mitglieder – Tendenz steigend. "Es gibt auch durch das Neubaugebiet viel Zuspruch. In der Grundschule St. Barbara gibt es das erste Mal zwei erste Schulklassen. Das sind die gleichen Kinder, die bei uns Sport machen", erklärt der Vorsitzende Escherhaus. 

"Wir können außerdem Gespräche mit externen Anbietern nur zu einem gewissen Maß führen, aber nichts anleiern", so Escherhaus. Dazu fehle meist der Platz. Die eingekauften Angebote seien dem Verein aber wichtig. Seit drei Monaten laufe ein Programm der Ballschule Osnabrück und komme gut an. Ähnlich sei es mit weiteren Angeboten. Unlängst seien die Übungsleiter beispielsweise in der Fortbildung "Spielverderber" zum Thema Fairness geschult. "Wir bemühen uns, Qualität in den Verein reinzubekommen." Aber auch die brauche Platz.

Verein verspricht, selbst mit anpacken zu wollen

Wenn die Gemeinde die Erweiterung bewillige, wolle der Verein das Projekt wieder mit viel Eigenleistung umsetzen. Darin haben die Mitglieder schließlich Übung: So wurde die Halle bereits in Eigenregie vergrößert, die Kabinen neu gestaltet. Auch draußen habe sich viel verändert. Der Sportpark wuchs um einen Kunstrasenplatz; eine Kamera für Liveübertragungen wurde aufgebaut. Schließlich erhielt der Verein eine neue Anzeigetafel und eine automatische Beregnung.

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