Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

SV Fortuna Einen baut aus

Die Arbeiten am Vereinsheim haben begonnen. Durch die Erweiterungen will der Verein den steigenden Anforderungen gerecht werden.

Artikel teilen:
In Eigeninitiative wurden die Ziegel vom Dach genommen. Die Arbeit war freiwillig, trotzdem waren viele da. Foto: SV Fortuna Einen

In Eigeninitiative wurden die Ziegel vom Dach genommen. Die Arbeit war freiwillig, trotzdem waren viele da. Foto: SV Fortuna Einen

Groß, größer, am größten. Der SV Fortuna Einen hat nun mit den Arbeiten am Vereinshaus begonnen. Das Gebäude wurde den Anforderungen des Vereinslebens nicht mehr gerecht. Es soll ausgebaut werden.

Der Plan: Das Dach wird geöffnet. So gewinnt der Verein 200 Quadratmeter inklusive Balkon. Dadurch kommen 2 weitere Umkleidekabinen mit Duschen und Toiletten hinzu. Auch wächst das Gebäude um eine geteilte Schiedsrichter-Kabine und einen Raum für Bälle. 

So passt der Verein sich an. Insgesamt hat er nun um die 400 Mitglieder; Tendenz steigend. Dazu kommt, dass es durch die bestehenden 2 Kabinen immer wieder zu Konflikten gekommen sei. Der Bauleiter Stollen erklärt, dass es beispielsweise durch die Geschlechtertrennung kompliziert werde. Wenn mehrere Mannschaften trainieren, unter ihnen Männer und Frauen, dann reichten die Kabinen nicht aus. Auch bei Spielen gäbe es dieses Problem. Schiedsrichter kommen auch als gemischtes Paar. Diese konnte man bis jetzt nicht auf verschiedene Kabinen verteilen – es gibt nur eine Schiedsrichter-Kabine.

Nach einer Einweisung entfernten Vereinsmitglieder die Fotovoltaikanlage. Es war ein Tag geplant; sie schafften es in drei Stunden. Foto: SV Fortuna EinenNach einer Einweisung entfernten Vereinsmitglieder die Fotovoltaikanlage. Es war ein Tag geplant; sie schafften es in drei Stunden. Foto: SV Fortuna Einen

Dem soll jetzt ein Ende gesetzt werden. Um die 385.000 Euro sind eingeplant. Die Gemeinde Goldenstedt übernimmt davon 173.000 Euro. Für sie ist das Vereinshaus als Dorfgemeinschaftshaus eine Bereicherung. Es wird schließlich nicht nur von den Sportlern genutzt. Auch erhält der Verein Förderungen vom Kreissportbund und der Stiftung der Volksbank. Den Rest übernimmt der Verein selber.

Dieser übernimmt auch einen großen Teil der Arbeit. Am 25. Juni begann der Bau. Im Laufe der letzten Wochenenden wurden die Dachpfannen heruntergenommen, sowie die Fotovoltaikanlage entfernt. Mit der Solaranlage halfen die ehemaligen Pächter. Bei den Arbeiten wurde der Verein durch Fachfirmen aus der Umgebung unterstützt. Durch Anweisungen gaben sie dem Vorhaben Struktur.

Der Abbau hätte die Freiwilligen überrascht: Er sei unerwartet einfach gewesen. Bauleiter Mario Stolle erzählt vom Demontieren der Solaranlage auf dem Dach: Um 8 Uhr morgens begannen die Arbeiten. Die Anwesenden wurden durch ein Fachunternehmen eingewiesen. Danach legten sie los. Für die Arbeit war der ganze Tag eingeplant. Um 11 Uhr morgens waren sie schon fertig. "Das hat top geklappt", lobt Stolle. Er scherzt: Dadurch hätten die Freiwilligen mehr Zeit für das Genießen gehabt.

Das Engagement bei der Arbeit begeistert

Eigentlich sollten am folgenden Wochenende die Holzrahmenbauarbeiten beginnen, doch das Wetter machte der Aktion einen Strich durch die Rechnung. Das benötigte Holz steht bereit; es wird vom Zimmermann vorgefertigt. Spätestens nächstes Wochenende soll der Dachstuhl abgebaut sein, damit das neue Dach kommen kann. 

Hauptsächlich helfen die Herren- und Damenmannschaften. Aber auch der Vorstand und andere motivierte Mitglieder sind tatkräftig dabei. Um die 15 bis 16 Personen waren bisher immer vor Ort. Mario Stolle lobt das Engagement der Mitglieder. "Das ist beeindruckend", erklärt er. "Ich führe 5 Telefonate und hab' da 20 Mann stehen." Außerdem sei er begeistert von der Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Die Ansprechpartner hätten immer ein offenes Ohr. Wie die Fachunternehmen sei auch die Gemeinde motiviert und unkompliziert dabei.

Der 1. FC Varenesch bietet seinen Platz an

Vom geplanten Zeitfenster ist der Plan schon um die 3 Monate abgewichen. Es gab Probleme bei der Beschaffung der benötigten Materialien; besonders das Bauholz sei knapp gewesen. Der anvisierte Termin bleibe aber fix: Bis Weihnachten soll das neue Vereinsheim stehen.

Bis dahin ist das Vereinsleben ein wenig eingeschränkt. Die Kabinen und die Anlage sind zwar größtenteils nutzbar, die Mitglieder müssen aber damit rechnen, dass das Gelände in den nächsten Monaten eine Baustelle bleibt. Hier lobt der Vorstand einen weiteren Akteur. Für die Wochen, in denen der SV Fortuna Einen keinen Spielbetrieb ermöglichen kann, bietet der 1. FC Varenesch seinen Grund und Boden an. Der Einer Vorstand sei dankbar, der Nachbarverein habe nicht einmal gezögert.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

SV Fortuna Einen baut aus - OM online