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Südkreis unter Beobachtung: Jury bewertet Dörfer in Löningen und Lindern

2 Dorfgemeinschaften haben sich für den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert. Jetzt warten die Aktiven mit Spannung auf das Ergebnis der Bereisungen.

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Im Blickpunkt: In Lodbergen erläuterte Tanja Schnetlage die Bedeutung des Glockenturms. Foto: G. Meyer

Im Blickpunkt: In Lodbergen erläuterte Tanja Schnetlage die Bedeutung des Glockenturms. Foto: G. Meyer

Besuch aus Hannover haben die beiden Dorfgemeinschaften Lodbergen, Holthausen, Duderstadt (Löningen) und Auen-Holthaus (Lindern) erhalten.  Die Jury für den Landesentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" machte am Mittwoch Station im Südkreis. Die Kommission nahm sich Zeit. Nach einer ausführlichen Bereisung ließ sie sich Konzepte der jeweiligen örtlichen Entwicklung erklären. 

Die Dorfgemeinschaft Lodbergen, Holthausen und Duderstadt hat bereits viel Wettbewerbserfahrung gesammelt und ist zum 18. Mal dabei. Nach der Besichtigung des Kriegerdenkmals ging es zunächst ins Industriegebiet. Im Anschluss stand ein Abstecher zum Pferdezentrum auf dem Programm. Mit dem Scheunencafé und dem Glockenturm rundete die Gruppe ihre Bereisung ab.

Die Löninger haben sich für den diesjährigen Wettbewerb das Motto, "Wie geht es weiter, wenn's mal stockt?" gegeben. Damit reagiere man auf globale Ereignisse wie Klimakrise, Pandemie und Ukraine-Krieg, erklärte Silke Dopp den Gästen in der alten Schule. Das Dorf als Hort der Sicherheit in ungemütlichen Zeiten – diesem Ziel sind die feierfreudigen Bewohner bereits sehr nahe gekommen. Dopp berichtete unter anderem, wie es den Bewohnern im vergangenen Jahr gelang, trotz Corona einen gut besuchten Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. Auch die neu eingerichteten "Projektwerkstätten" stießen auf große Resonanz. Die Angebote reichen vom Bau eines Storchennestes bis zur Energieberatung. Dopp hob das gute Miteinander von Alt und Jung hervor. "Nur wenn ich Gemeinschaft fühle, möchte ich bleiben", erklärte die Duderstädterin, die in Hannover aufgewachsen ist. 

Ziel der Ortsentwicklung sei es, rund um den Glockenturm einen Dorfmittelpunkt zu schaffen. Außerdem wolle man Baulücken schließen, den Tourismus fördern und das Radwegesystem verbessern. Silke Dopp zeigte sich überzeugt, dass die Pläne gelingen. Die Präsentation in der vor 2 Jahren renovierten Schule war mit zahlreichen Informationen und Fotos aus dem Ortsleben unterfüttert.

Unterwegs in Auen-Holthaus: Ulla von Höfen verteilte im Bus Neujahrskuchen an die Gruppe. Foto: G. MeyerUnterwegs in Auen-Holthaus: Ulla von Höfen verteilte im Bus Neujahrskuchen an die Gruppe. Foto: G. Meyer

Im Anschluss fuhr die Jury weiter in die Gemeinde Lindern.  Bei einer Bustour durch das Osterblumendorf Auen-Holthaus verschaffte sich das Komitee einen Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten, etwa dem Dörpshus.  "Es ist ein wichtiger Treffpunkt für die Bewohner", erklärte Bezirksvorsteherin Maria Wille. Sie freut sich vor allem über die Solidarität innerhalb der Dorfgemeinschaft: "Hier hilft jeder jedem". 

Ein Abstecher durch die Naturschutzgebiete durfte während der 90-minütigen Tour ebenfalls nicht fehlen. Dabei stellten die Prüfer kritische Fragen zum Thema Artenvielfalt  "Wir wollen in Zukunft umfangreiche Maßnahmen in den Naturschutzgebieten vornehmen", kündigte Maria Willen an. 

Die Führung endete in Marias Atelier. Dort durfte die Jury bei leckerem Neujahrskuchen erste Schlüsse ziehen.  Ralf Gebken vom Landwirtschaftsministerium bescheinigte Auen-Holthaus eine gute Entwicklung. "Egal wie der Entscheid ausgeht, gewonnen haben Sie so oder so", lobte der Juryleiter. Besonders gefallen habe ihm die aktive Dorfjugend und die Bewahrung der ländlichen Traditionen.  

Kreis-Baudezernent Ansgar Meyer hob die Bedeutung des Wettbewerbs und die große Rolle, die der Landkreis darin spiele, hervor. Neben den beiden Südkreis-Gemeinschaften hat es mit Falkenberg sogar ein dritter Ort in den Landesentscheid geschafft. Dort findet die Bereisung am heutigen Donnerstag statt.

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