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Süchtiger (19) steht jetzt mit einem Bein im Gefängnis

Der junge Saterländer hatte bei seinem letzten Prozess noch versprochen, die Finger von den Drogen zu lassen. Doch der Rückfall passierte in der Vorbewährungszeit.

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Symbolfoto: Bänsch

Symbolfoto: Bänsch

Wegen Drogenbesitzes und Drogenhandels hat das Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht am Donnerstag einen 19-jährigen Heranwachsenden aus dem Saterland zu 9 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Selbst verschuldet, muss man sagen: Denn wegen der Taten stand der 19-Jährige bereits vor einem Jahr vor Gericht. Damals gelobte er Besserung, versprach eine Drogen-Abstinenz und erklärte, gerade eine Ausbildungsstelle angenommen zu haben.

Das klang gut und hoffnungsvoll. Deswegen hatte das Gericht von der Verhängung einer Jugendstrafe zunächst noch abgesehen. Man wollte schauen, wie sich der 19-Jährige führt. Das kommt einer Art Vorbewährung gleich. Und hätte sich der Angeklagte gut geführt, wäre die Sache mit dem Drogenbesitz und dem Drogenhandel vom Tisch gewesen. Doch es kam anders. Zunächst hatte der 19-Jährige seinen Ausbildungsplatz an den Nagel gehängt, weil er nach eigener Aussage „keinen Bock“ mehr gehabt habe.

Positiver Drogentest ruft wieder Gericht auf den Plan

Der Angeklagte war auch verpflichtet worden, während der Vorbewährungszeit Urinproben abzugeben. Damit sollte seine Drogen-Abstinenz nachgewiesen werden. Einige Proben waren zwar negativ, doch bei einer konnte ein Kokainkonsum nachgewiesen werden. Damit war die rote Linie überschritten: Das Gericht nahm das Verfahren gegen den 19-Jährigen wieder auf. Nun gab es keine Milderung mehr. Schädliche Neigungen als Vorbedingung für die Verhängung einer Jugendstrafe wurden festgestellt und der Angeklagte wegen Drogenbesitzes und Drogenhandels zu 9 Monaten Jugendstrafe verurteilt.

Ein letzter Ausweg wurde dem 19-Jährigen aber noch offen gehalten. Das Gericht hat die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Jetzt geht es um alles: Die Bewährung geht einher mit strengen Auflagen. So muss der Angeklagte eine neue Ausbildung beginnen, noch mehr Urinproben abgeben, clean bleiben und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten. Sollte er auch nur gegen eine der Auflagen verstoßen, geht es direkt ins Gefängnis.

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