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Studie zum Missbrauch im Bistum Münster: Vorstellung im Juni

Historiker stellen das Ergebnis ihrer Arbeit zu Missbrauchsfällen im Bistum Münster vor. Es geht um die Zeit zwischen 1945 und 2020.

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Symbolfoto: dpa/Schuldt

Symbolfoto: dpa/Schuldt

Nach mehr als 2 Jahren Forschungsarbeit stellen Historiker der Uni Münster am 13. Juni das Ergebnis ihrer Arbeit zu Missbrauchsfällen im Bistum Münster vor. Dabei geht es um die Zeit zwischen 1945 und 2020. Nach der Pressekonferenz im Schloss der Uni übergibt das fünfköpfige Team den Bericht an Münsters Bischof Felix Genn, wie die Uni Münster am Montag mitteilte. Einen ersten Zwischenbericht hatte die Gruppe um die Historiker Thomas Großebölting (früher Uni Münster, heute Professor in Hamburg) und Klaus Große Kracht im Dezember 2020 vorgestellt und angekündigt, Namen von verantwortlichen Bischöfen und Personalchefs nennen zu wollen. Bei den Vorwürfen geht es von anzüglichen Kommentaren bis zu schwerem sexuellem Missbrauch über viele Jahre.

Dabei stehen die drei Bischöfe Joseph Höffner (1962-1969), Heinrich Tenhumberg (1969-1979) und Reinhard Lettmann (1980-2008) im Mittelpunkt der Forschung. Mehrere Mitarbeiter an der Bistumsspitze des 2013 verstorbenen Lettmann wurden später Bischöfe in anderen deutschen Diözesen. Darunter der spätere Bischof von Hamburg, Werner Thissen, der in Münster Generalvikar und später Weihbischof war.

Zum Bistum Münster zählt auch ein Teil des Oldenburger Landes in Niedersachsen. Hier leben in rund 40 Pfarreien rund 265.000 Katholiken.

2018 hatte eine Studie im Auftrag der Bischofskonferenz ergeben, dass zwischen 1946 und 2014 mindestens 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige missbraucht haben sollen. Kritiker hatten an der Studie aber bemängelt, dass die Autoren keinen Zugang zu Originaldokumenten in den Kirchenarchiven bekommen hatten.

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