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Straßenunterhaltung: Die Gemeinde Steinfeld will künftig einen Reparaturzug setzen

Ab 2023 soll die oberflächliche Splittung von Straßen eingeschränkt werden. Stattdessen kommt dann eine Spezialmaschine zum Einsatz, mit der eine vollständige Erneuerung der Deckschicht möglich ist.

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Maschineneinsatz statt Handarbeit: Bei der Beseitigung von Straßenschäden will die Gemeinde Steinfeld künftig dauerhaftere Lösungen erzielen. Foto: dpa/Rehder

Maschineneinsatz statt Handarbeit: Bei der Beseitigung von Straßenschäden will die Gemeinde Steinfeld künftig dauerhaftere Lösungen erzielen. Foto: dpa/Rehder

Die Gemeinde Steinfeld vollzieht voraussichtlich einen Wandel bei der Straßenunterhaltung. Der oberflächliche Einsatz von Edelsplitt und Bitumenemulsion soll nur noch punktuell im Außenbereich erfolgen. Stattdessen will die Gemeinde zur Instandhaltung künftig verstärkt auf einen sogenannten Reparaturzug setzen. Dabei handelt es sich um eine weitgehend automatisierte Spezialmaschine, mit der eine komplette Straßensanierung in einem Arbeitsgang möglich ist. 

In der Sitzung des Umwelt-, Straßen- und Wegeausschusses hatte die Verwaltung während der Vorberatung über die Haushaltsmittel für die Straßenunterhaltung zunächst vorgeschlagen, ab 2023 keine Splittungsarbeiten mehr durchzuführen, sondern die Wirtschaftswege und Gemeindestraßen künftig komplett zu sanieren und zu erneuern. Das stieß auf Widerspruch aus der Politik.

Christian Katzer (UWG/SPD-Gruppe) gab zwar zu, dass die Straßen im Gemeindegebiet angepackt werden müssten. Er wollte jedoch nicht vollständig auf Splittungen verzichten. Hugo Fröhle (CDU) schloss sich den Ausführungen von Katzer an. "Es stehen einige Kilometer an, die wir sanieren müssen. Das können wir nicht alles auf einmal erledigen."

CDU-Ratsherr wirbt für Splittungen im Außenbereich

Auch Hubert Ritterhoff (CDU) hielt ein Plädoyer für Splittungen. Er beantragte, diese Methode zumindest im Außenbereich weiter einzusetzen.

Bauamtsleiter Heinrich Sandmann brachte den Reparaturzug als Alternative ins Spiel. Zwar müsse dann der bisherige Haushaltsansatz von 35.000 Euro erhöht werden. Doch wie auch seine Kollegin Antje Pfitzner ausführte, sind mit dem Einsatz dieser Maschine dauerhafte Lösungen möglich, da die Deckschicht erneuert wird – im Gegensatz zu den eben nur oberflächigen Ausbesserungen durch den Bauhof.

60.000 Euro sollen bereitgestellt werden

Über das Protokoll teilte Pfitzner mit, dass der Einsatz eines Reparaturzugs derzeit circa 3 bis 3,50 Euro pro Quadratmeter kostet. Die Erneuerung ganzer Deckschichten würde nach ihren Angaben Kosten in Höhe von circa 20 Euro pro Quadratmeter verursachen.

Bernard Zmijewski (UWG/SPD-Gruppe) wandte in der Sitzung ein, dass der Haushaltsansatz für die Straßenunterhaltung wohl verdoppelt werden müsse. Katzer beantragte auf Vorschlag von Bürgermeisterin Manuela Honkomp, 60.000 Euro in 2023 für den Einsatz eines Reparaturzugs bereitzustellen. Dies empfahl der Fachausschuss dann einmütig.

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