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Straßenlampen bleiben nachts dunkel

Die Gemeinde Emstek reduziert die Stromkosten für die Laternen um ein Drittel. Dafür werden sie zu anderen Zeiten abgeschaltet.

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Programmieren die Betriebszeiten der Straßenlampen um: Thomas Hömmen (links) und Jonatan Schneider vom Emsteker Bauhof. Foto: Kaiser

Programmieren die Betriebszeiten der Straßenlampen um: Thomas Hömmen (links) und Jonatan Schneider vom Emsteker Bauhof. Foto: Kaiser

Die Gemeinde Emstek will Strom sparen und reduziert deshalb die Zeiten, in denen die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird. In Zukunft sollen die Lampen sonntags bis donnerstags zwischen 22.30 und 5.30 Uhr dunkel bleiben. Dann schalten sie sich automatisch ein, bis die Dämmerung einsetzt. Freitags und samstags bleiben die Straßenlampen ab 24 Uhr aus. Ausnahmen gibt es an verkehrsrelevanten Punkten wie Kreuzungen und in Gewerbegebieten. Dort sollen die Lampen weiter die ganze Nacht angeschaltet bleiben.

Bisher brannten die Straßenlaternen rund 3000 Stunden im Jahr, in Zukunft nur noch 2000. Dadurch verspricht sich die Gemeinde eine Energiekostenersparnis von jährlich mehr als 33.000 Euro, bemessen am alten Preis. Das entspreche einem Drittel der Stromkosten für die Straßenbeleuchtung, die wiederum ein Drittel der gesamten Stromkosten der Gemeinde ausmache, erklärt Bürgermeister Michael Fischer. Weil mit steigenden Strompreisen zu rechnen sei, werde die Ersparnis noch höher ausfallen, fügt Bauamtsleiter Franz-Josef Rump hinzu. Er sieht aber nicht nur den finanziellen Vorteil. „Es ist auch ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz“, sagt Rump.

3000 Lichtpunkte werden von 27 Schaltkästen aus gesteuert

Nach Angaben des Bauamtsleiters gibt es im Emsteker Gemeindegebiet 3000 Lichtpunkte, die von 27 Schaltschränken aus gesteuert werden. Mitarbeiter des Bauhofes werden jetzt die Schaltkästen auf die neuen Betriebszeiten umprogrammieren. Auf Dauer sei aber vorgesehen, die Schaltung sämtlicher Straßenlaternen zu digitalisieren, sodass die Lampen punktgenau online angesteuert werden können, so Rump.

Mit der Reduzierung der Betriebsstunden macht die Gemeinde den nächsten Schritt bei der Optimierung der Straßenbeleuchtung. Schon zwischen 2008 und 2013 waren sämtliche Straßenleuchten von Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL) auf Natriumdampf-Hochdrucktechnik (NAV) umgerüstet worden. Für jeden Leuchtpunkt habe das eine Reduzierung von 80 oder 125 Watt auf 50 beziehungsweise 70 Watt bedeutet. Das habe schon eine Ersparnis von 45 bis 50 Prozent gebracht. Seit 2015 werde in Neubaugebieten nur noch mit 18-Watt-LED-Lampen gearbeitet. Nach und nach werde diese stromsparende Technik überall eingesetzt, erklärt Rump.

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