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Stoppelmarkt: Ball für das Benefizspiel kommt aus der Luft

Fallschirmspringer sorgen für eine gelungene Aktion vor dem Stoppelmarkt. Im Turnierverlauf haben die Ex-Profis um Ailton das Nachsehen.

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Am Ball haben die Ex-Profis noch alles drauf: In dieser Szene setzt sich "Kugelblitz" Ailton gegen Schausteller Italo Cardinale durch. Der frühere Torjäger des SV Werder Bremen ist zum 2. Mal beim Benefizspiel vor dem Stoppelmarkt dabei gewesen. Foto: Speckmann

Am Ball haben die Ex-Profis noch alles drauf: In dieser Szene setzt sich "Kugelblitz" Ailton gegen Schausteller Italo Cardinale durch. Der frühere Torjäger des SV Werder Bremen ist zum 2. Mal beim Benefizspiel vor dem Stoppelmarkt dabei gewesen. Foto: Speckmann

Die Berichterstattung rund um den Stoppelmarkt 2022 wird Ihnen präsentiert von der Volksbank Vechta.

Ansgar Surmanns große Leidenschaft ist das Fallschirmspringen. Auf seinem Konto stehen bereits mehr als 4400 Sprünge. Trotz der langjährigen Erfahrung gibt es immer wieder besondere Erlebnisse, wie etwa am Dienstagabend in der Kreisstadt Vechta. Da hatte der 53-jährige Lutter, gemeinsam mit mehreren Kollegen von der Fallschirmgruppe Wildeshausen, die ehrenvolle und zugleich herausfordernde Aufgabe, den Ball für das Benefizspiel anlässlich des Stoppelmarktes zu liefern.

In einer Höhe von rund 1000 Metern sprang die 5-köpfige Gruppe aus einer Cessna 206 über Vechta ab, drehte einige atemberaubende Kreise und servierte das Spielgerät dann wunschgemäß auf dem kleinen Sportplatz am Schulzentrum Nord. Die Punktlandung von Surmann & Co. wurde gefeiert. Schätzungsweise 800 Zuschauer beklatschten die Fallschirmspringer und erfreuten sich anschließend an dem Sommerkick auf dem Rasen.

Auf dem Fußballplatz gab es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Ex-Profis. Ihr Allstar-Team trat in einem Blitzturnier gegen zwei Mannschaften an, bestehend aus Wirten und Schaustellern sowie Vertretern von Stadt und Landkreis Vechta. Dabei zeigten die einstigen Bundesligaspieler, dass sie vielleicht nicht mehr ganz so laufstark sind wie zu ihren Glanzzeiten, am Ball aber kaum etwas verlernt haben.

Der Ball kam aus der Luft: Fallschirmspringer Ansgar Surmann servierte das Spielgerät aus rund 1000 Metern Höhe. Foto: SpeckmannDer Ball kam aus der Luft: Fallschirmspringer Ansgar Surmann servierte das Spielgerät aus rund 1000 Metern Höhe. Foto: Speckmann

„Spaß ist immer dabei“, freute sich Ailton, der als Double-Sieger und Torschützenkönig 2004 in die Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen einging und auch heute noch regelmäßig für die Traditionself an der Weser aufläuft. Der „Kugelblitz“ entwickelt sich nun zu den Stammgästen des Benefizspiels in Vechta, ähnlich wie Frank "Otze“ Ordenewitz und Günter Hermann. Aus der Werder-Familie war erstmals Kevin Schindler, Co-Trainer der U19, dabei.

Der 10-jährige Ole Bergmann aus Vechta holte sich ein Autogramm von Manfred Kaltz. Der 69-malige Nationalspieler, berüchtigt wegen seiner Bananenflanken, hatte auch Zeit für einen Plausch. Wer die nächste Meisterschaft holt, ist für die Fußballkenner klar: „Bayern München“. Und wann steigt „sein“ HSV endlich wieder in die 1. Liga auf? „Frag Jesus“, scherzte „Manni“ und ergänzte mit ernster Miene: „So wie es aussieht, wird es schwer“.

Marktbeschicker belegen den ersten Platz

Trotz des freundschaftlichen Anlasses schenkten sich die Kicker im Turnierverlauf nichts. Da wurde um jeden Ball gekämpft. Für die Allstars um ihren Mittelfeldstrategen Ansgar Brinkmann, trainiert von Werder-Legende Max-Lorenz, reichte es am Ende jedoch nur für den 2. Platz. Den Turniersieg feierten die Marktbeschicker. Den 3. Platz belegte die Stadt-Kreis-Auswahl.

Jürgen Meyer, Vorsitzender des Vereins Reisender Schausteller Vechta, genoss den Abend. „Für uns Hobbykicker sind solche Spiele etwas ganz Besonderes. Wann bekommt man schon die Chance, vor so vielen Zuschauern und dazu noch gegen ehemalige Nationalspieler anzutreten“, erklärte der Schausteller, der während seiner aktiven Zeit für den SC Schwarz-Weiß Bakum gekickt hatte.

Auch aus Perspektive der Schausteller sei das Benefizspiel nach 2 Jahren Corona-Pause etwas Besonderes gewesen, so Meyer weiter. Nun merke auch der Letzte, dass der Stoppelmarkt wieder in gewohnter Weise stattfinde. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder los geht“, ergänzte Stefan Surmann von der Vereinigung der Stoppelmarkt-Wirte. Er wertete den guten Besuch am Dienstagabend auch als Gradmesser für die kommenden Tage.

Die Bildergalerie wird Ihnen präsentiert von der Volksbank Vechta:

Foto: Speckmann
Foto: M. Niehues
Foto: M. Niehues
Foto: M. Niehues
Foto: M. Niehues
Foto: M. Niehues
Foto: M. Niehues
Foto: M. Niehues
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Foto: Speckmann
Foto: Speckmann
Foto: Speckmann

Das Benefizspiel hat eine große Tradition. Es wird schon seit mehr als 30 Jahren vor Beginn des Stoppelmarktes ausgerichtet. Die Ex-Profis haben vor 15 Jahren erstmals an der Aktion mitgewirkt und leisten seither einen Beitrag für den wohltätigen Zweck. In diesem Jahr kommen die Eintrittsgelder und Spenden der Ukraine-Hilfe sowie den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen im Ahrtal zugute.

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