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Stiller Helfer: Josef Lamping erhält Sozialpreis der Gemeinde Lastrup

Der Kneheimer packt zu, wenn es nötig ist. Geld habe er dafür nie genommen, sagte der Landwirt während der Feier im Landhaus. Der Gemeinderat verabschiedete außerdem den neuen Haushalt.

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Verdiente Ehre: Josef Lamping (2. von links mit Ehefrau Christa) ist Träger des Sozialpreises 2021. Foto: Meyer

Verdiente Ehre: Josef Lamping (2. von links mit Ehefrau Christa) ist Träger des Sozialpreises 2021. Foto: Meyer

Josef Lamping ist mit dem Sozialpreis der Gemeinde Lastrup ausgezeichnet worden. Der Kneheimer setzt sich seit Jahrzehnten für seinen Heimatort, die Pfarrgemeinde St. Petrus und das St.-Vincenzhaus in Cloppenburg ein. Der Sozialpreis wurde am Freitagabend im Anschluss an die letzte Ratssitzung des Jahres verliehen.  

Mit dem 1999 geschaffenen Preis ehrt die Gemeinde Menschen, die sich auch abseits des Vereinswesens ehrenamtlich engagieren. "Es sind die bescheidenen Helfer des Alltags, die sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, aber für viele unverzichtbar sind", erklärte Bürgermeister Michael Kramer. Zu diesen gehöre auch Josef Lamping. Der Landwirt habe sich durch "gute Organisation" den Freiraum für sein soziales Handeln geschaffen. Und das reichte in den vergangenen drei Jahrzehnten von der Maiandacht über die Ausrichtung der Pfingstzeltlager bis zur Pflege von Bäumen und Sträuchern im Ort. Außerdem war der vierfache Vater Vorsitzender des Fördervereins der Stiftung St.-Vincenzhaus. Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen liege ihm besonders am Herzen, hob Kramer hervor.

Lamping ist bereits der 23. Sozialpreisträger. Er bedanke sich für die Auszeichnung, über die er sich sehr freue, sagte der Kneheimer und warb zugleich für eine Rückbesinnung auf den Kern des ehrenamtlichen Arbeitens. "Ich wollte nie für meine Tätigkeiten bezahlt werden. Das halte ich für ganz wichtig." 

Erfolgreiche Athletinnen: Bürgermeister Michael Kramer (links) und Ratsvorsitzender Dirk Rode-Böckmann zeichneten (von links) Pia Busse, Carolin Hinrichs, Pia Albers und Sophie Hinrichs aus. Foto: MeyerErfolgreiche Athletinnen: Bürgermeister Michael Kramer (links) und Ratsvorsitzender Dirk Rode-Böckmann zeichneten (von links) Pia Busse, Carolin Hinrichs, Pia Albers und Sophie Hinrichs aus. Foto: Meyer

Neben dem Sozialpreis vergab die Gemeinde auch Urkunden an vier erfolgreiche Lastruper Leichtathletinnen. Pia Albers, die Schwestern Carolin und Sophie Hinrichs sowie Pia Busse sammelten in diesem Jahr mehrere Deutsche Meister- und Landesmeistertitel in den Jugendklassen. Sie gelten als große Talente im Nachwuchssport. Das Quartett startet für den VfL Löningen.

Trotz Defizit keine neuen Schulden geplant

Vor den Ehrungen und dem abschließenden Buffet mussten die Ratsmitglieder noch ein wenig arbeiten und unter anderem den  Haushalt für das kommende Jahr verabschieden. Die Gemeinde soll 2022 keine weiteren Schulden machen, muss aber mit einem Haushaltsdefizit von 1,9 Millionen Euro rechnen. Grund dafür seien unter anderem die höheren Umlagen, die die Kommune an das Land und den Landkreis zahlen müsse, erläuterte Kämmerer Josef Pahls.

CDU-Fraktionsvorsitzender Felix Klugmann wies auf die geplanten Investitionen für Schulen und Kindergärten hin. Unter anderem soll die Kita in Kneheim einen Anbau erhalten. Rund zwei Millionen Euro kostet der geplante Bau von Regenrückhaltebecken. Sie sollen verhindern, dass bei Starkregenereignissen die Keller im Ort mit Wasser volllaufen. Klugmann kündigte auch eine Prüfung der aktuell niedrigen Steuerhebesätze an. Zugleich wolle der Rat verhindern, dass einzelne Haushalte bei Straßenausbaumaßnahmen massiv belastet werden. 

Geld für Luftreiniger und CO2-Ampeln

Neben dem Haushalt beschloss das Gremium einstimmig auch die Anschaffung von 37 Luftreinigern für die Schulen sowie die Installierung weiterer CO2-Ampeln. Alle Schulen und Kindergärten sollen künftig eine Bundesfreiwilligenstelle einrichten dürfen. Geld gibt es auch für den FC Lastrup. Der Club möchte seinen Sportplatz sanieren und mehrere Rasenroboter anschaffen.

Die Ratsmitglieder bewilligten außerdem eine Ausweitung der Sitzungsgelder. Begründet wurde dies mit der Zunahme der  politischen Arbeit. Rats- und Ausschussvorsitzende sollen künftig 20 Euro pro Sitzungsleitung erhalten. Bislang hatten sie dafür kein Geld bekommen.

Eine schlechte Nachricht vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) musste Michael Kramer zum Jahresende übermitteln. Der Verband erhöht zum 1. Januar die Schmutzwassergebühr um satte 50 Cent auf dann 2,54 Euro pro Kubikmeter. Als Grund nannte er Investitionen in die Kläranlage. Betroffen seien alle Haushalte.

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