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Stephan Weil will sich um Runden Tisch "C-Port" bemühen

Auf seiner Sommerreise machte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch Halt in der Gemeinde Saterland. Ziel seiner 2-stündigen Stippvisite war der Ortsteil Scharrel.

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Immer im Dienst: Stephan Weil im Gespräch mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Bau der Anlagen im C-Port.   Foto: Passmann

Immer im Dienst: Stephan Weil im Gespräch mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Bau der Anlagen im C-Port.   Foto: Passmann

Mit dem Besuch im Landkreis Cloppenburg endete am Mittwoch die Sommertour von Landesvater Stephan Weil. Begonnen hatte sie vor einigen Tagen in Braunschweig. Das Motto: "Niedersachsen, Land der Vielfalt" stand.

In Scharrel erwartete Weil ein großer Bahnhof: neben Politprominenz auch zahlreiche Scharreler Bürgerinnen und Bürger. Vom Kirchplatz schlenderte ein gut gelaunter Ministerpräsident in Begleitung von Bürgermeister Thomas Otto und Stephan Dannebaum vom Seelter Heimatbund zum Seelterfräske Kulturhuus, und winkte unterwegs Bürgern zu, die ihn erkannten.

Bei seinem Spaziergang erwarteten den SPD-Landesvorsitzenden allerdings auch schon beim Kulturbahnhof die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die geplanten Anlagen zur Gülle- und Mistverarbeitung im C-Port. Er stellte sich den Gegnern und nahm sich alle Zeit, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sowohl Günther Helmers als auch Walter Hußmann brachten ihre Bedenken gegen den Bau der Anlagen vor. "Schreiben Sie mir doch bitte konkret Ihre Punkte und reichen Sie Ihre Stellungnahme ein. Ich werde mir das dann genau in der Staatskanzlei anschauen und versuche dann, einen Runden Tisch mit allen Beteiligten zu bekommen." Die Vertreter der Bürgerinitiative zeigten sich erfreut: "Es hat sich gelohnt, sich hier hinzustellen", so Hußmann.

Gast bringt Geschenke mit: Ministerpräsident Stephan Weil war nicht mit leeren Händen gekommen, sondern überreichte den Volkstänzern lukullische Genüsse aus Niedersachsen. Foto: PassmannGast bringt Geschenke mit: Ministerpräsident Stephan Weil war nicht mit leeren Händen gekommen, sondern überreichte den Volkstänzern lukullische Genüsse aus Niedersachsen. Foto: Passmann

Im Kulturhuus standen andere Themen an, etwa der Erhalt der saterfriesischen, aber auch der plattdeutschen Sprache. "Es ist wichtig, dass die saterfriesische Sprache erhalten bleibt. Leider sprechen aber viele Eltern nicht mehr Saterfriesisch mit ihren Kindern, wie es früher Opa und Oma getan haben", meinte Karl-Peter Schramm vom "Seelter Buund". Wichtig sei es, dass die Sprache an den Schulen professionell gelehrt werde. Mit Bravour bestand der Ministerpräsident aber erst einmal den "Saterfriesischtest" durch Stephan Dannebaum und erhielt das "Seelter Tjehnis".

Wie Saterfriesisch ehrenamtlich gelernt und gesungen wird, erfuhr Weil dann auf seinem Spaziergang bei der Grundschule "Litjeskole Skäddel" durch die Schulkinder. Mit "Goude Dai" konnte der Landesvater die Mädchen und Jungen zumindest auf Saterfriesisch begrüßen und sich für die Vorführungen bedanken. "Saterfriesisch ist ein Schatz. Der muss bewahrt werden. Es ist beeindruckend, wie hier die Sprache gelebt und erhalten wird", so der Fan von Hannover 96.

Zum Abschluss ging es zur Scharreler Windmühle, wo die Volkstanzgruppe Saterland schon auf den 63-jährigen Ministerpräsidenten wartete und ihn mit einigen Volkstänzen erfreute. Noch ein Gang durch die Mühle, bevor Weil und sein Tross in den Bus stiegen und sich auf den Weg nach Hannover machten. Sein Fazit: "Ich reise kreuz und quer durchs Land und entdecke wie hier in Scharrel immer wieder etwas Neues. Das ist Niedersachsen – einfach ein Land der Vielfalt."

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