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Steinfeld startet im November mit der Aufwertung des Marktplatzes

Die Gemeinde hübscht unter Zeitdruck auch das Umfeld der Lohgerberei auf. Das kostet die Gemeinde viel Geld. Die Verantwortlichen im Rathaus rechnen aber mit hohen Zuschüssen vom Land.

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In Kürze rücken die Bagger an: Ein Teil des Arbeitskreises zum Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt" begutachtet den Marktplatz vor der Umgestaltung; (von links) Erster Gemeinderat Oliver Netzband, Ex-Bürgermeisterin Manuela Honkomp, Margareta Haskamp, Jutta Arkenberg (beide CDU), Bauamtsleiterin Sara Wildmann und ihre Kollegin Christina Böckenstette. Foto: Hoffmann

In Kürze rücken die Bagger an: Ein Teil des Arbeitskreises zum Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt" begutachtet den Marktplatz vor der Umgestaltung; (von links) Erster Gemeinderat Oliver Netzband, Ex-Bürgermeisterin Manuela Honkomp, Margareta Haskamp, Jutta Arkenberg (beide CDU), Bauamtsleiterin Sara Wildmann und ihre Kollegin Christina Böckenstette. Foto: Hoffmann

Voraussichtlich Anfang November starten in Steinfeld die Bauarbeiten zur Aufwertung des Marktplatzes und des Umfeldes der Lohgerberei. Das teilt die Gemeinde auf Anfrage mit. Derzeit laufen nach Angaben von Sprecherin Christina Hoffmann die Ausschreibungen für die Straßenbauarbeiten, die Möblierung und Gestaltungselemente sowie die Aufarbeitung des Pavillons am Marktplatz. Bereits beauftragt sind die neuen Spielgeräte für die Lohgerberei – eine Kletterpyramide und ein Bodentrampolin. "Die Lieferung wird im November erwartet."

Die Arbeiten werden nach Angaben aus dem Rathaus bis Ende März 2023 andauern. Bis dahin müssen die Umgestaltungen – Stand jetzt – abgeschlossen sein, damit Steinfeld von den Fördermitteln aus dem Landesprogramm "Perspektive Innenstadt" profitiert. 

Zunächst hatte das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung ein virtuelles Budget in Höhe von 345.000 Euro für die Gemeinde Steinfeld reserviert. Im April erfolgte eine Aufstockung um weitere 10.000 Euro. Die Gesamtförderung liegt damit bei 355.000 Euro. Die Gemeinde muss die Projekte jeweils zu 10 Prozent aus Eigenmitteln finanzieren.

Angemeldeter Mehrbedarf wird nicht zugeteilt

Bei der Antragsstellung zur Aufnahme in das Sofortprogramm hatte Steinfeld im Juli 2021 einen Mehrbedarf von 100.000 Euro angemeldet. Die damalige Bürgermeisterin Manuela Honkomp hatte während der politischen Beratung im Frühjahr dieses Jahres signalisiert, dass das Budget möglicherweise um diese Summe aufgestockt werden könnte. "Zu dieser Zuteilung kam es aber nicht", bedauert Hoffmann.

Honkomp teilte jüngst während der Sitzung des Gemeinderates mit, dass der erste Förderbescheid der NBank mittlerweile im Steinfelder Rathaus eingegangen sei. Aufgrund des engen Zeitplans habe sich die Verwaltung dazu entschlossen, schon vor Zugang der schriftlichen Bewilligung mit der Umsetzung beziehungsweise den Ausschreibungen zu beginnen, führte Hoffmann aus.

Am Marktplatz entsteht ein "multifunktionaler Begegnungsraum"

Die Gemeindesprecherin sagt: "Auch so besteht der enorme Zeitdruck für die Verwaltung und die beteiligten Firmen zur Umsetzung der Maßnahme weiterhin fort. Schnelles Handeln ist geboten." Die Gemeindeverwaltung hoffe nach ihren Angaben darauf, dass die Umsetzungszeit verlängert werde. Anfang Oktober sollte eine Anliegerversammlung mit den Anwohnern des Marktplatzes stattfinden.

Konkret ist am Marktplatz eine Neuanordnung der Parkplätze geplant. Neues Mobiliar, zum Teil mit Bepflanzung, und neue Mastleuchten mit LED-Beleuchtung sollen die Aufenthaltsqualität steigern. Der alte Pavillon soll aufgearbeitet und mit Vertikal- und Dachbegrünung versehen werden. Ebenfalls geplant sind E-Bike-Ladestationen und Fahrradparker. Ziel ist die Schaffung eines "multifunktionalen Begegnungsraums zum Verweilen und Ruhen für alle Generationen im Ortskern", teilt Hoffmann mit.

An der Lohgerberei soll ein Mehrgenerationen-Treffpunkt entstehen. Zur Belebung und Aufwertung des Platzes sollen neben den beiden neuen Spielgeräten auch zusätzliche Sitzgelegenheiten, eine Wegeeinfassung des vorhandenen Pfades und ebenfalls E-Bike-Ladestationen und Fahrradparker beitragen. 

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