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Steinfeld muss etwa 600.000 Euro mehr in Pumpwerke investieren

Der Neubau des Pumpwerks Bahnhof und die Sanierung und Aufrüstung des Pumpwerks Mühlen schlagen mit einer hohen Summe zu Buche. Die Kalkulationen lagen niedriger.

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Wird durch einen Neubau ersetzt: Das alte Pumpwerk Bahnhof auf dem Gelände der Motorsportfreunde Steinfeld. Foto: Timphaus

Wird durch einen Neubau ersetzt: Das alte Pumpwerk Bahnhof auf dem Gelände der Motorsportfreunde Steinfeld. Foto: Timphaus

Die Erneuerung und Modernisierung des Abwassertransportsystems zur Kläranlage in Steinfeld nimmt Fahrt auf. Die Gemeinde hat mittlerweile alle Aufträge für den Neubau des Pumpwerks am Bahnhof und die Sanierung und Aufrüstung des Pumpwerks in Mühlen vergeben. Das hat Antje Pfitzner aus dem Bauamt während der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses mitgeteilt.

Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zu den Kalkulationen muss die Gemeinde für die beiden Projekte etwa 600.000 Euro mehr investieren. Das Pumpwerk Mühlen, das durch eine neue Druckrohrleitung vom System entkoppelt und außerdem saniert und mit stärkeren Pumpen ausgestattet wird, sollte nach den Schätzungen des Ingenieurbüros Frilling + Rolfs aus Vechta etwa 1,41 Millionen Euro kosten. Den Neubau des Pumpwerks am Bahnhof taxierte das Büro auf circa 616.000 Euro. Das macht zusammen etwa 2,026 Millionen Euro.

Wie Pfitzner ausführte, lieferten die Ausschreibungen jedoch ein deutlich höhere Ergebnis. Die Gesamtkosten inklusive Nebenkosten liegen nun bei circa 2,627 Millionen Euro für beide Projekte. Wie die Diplom-Ingenieurin auf Anfrage weiter mitteilt, sind für die kommende Woche erste Abstimmungsgespräche zum Baustart terminiert, der für Anfang September vorgesehen ist.

Frühzeitige Kreditaufnahme nicht möglich

Ebenfalls unbefriedigende Nachrichten hatte Marcel Ruwe im Gepäck. Der Kämmerer schilderte in der Sitzung, dass er sich – wie von der Politik angeregt – redlich um eine frühzeitige Kreditaufnahme für den geplanten Ausbau der Kläranlage bemüht habe, um den derzeit stark anziehenden Zinsen zu entgehen. Dies sei kommunalrechtlich aber nicht möglich, wie ihm der Landkreis Vechta mitgeteilt habe.

Bürgermeisterin Manuela Honkomp bedauerte die Haltung des Landkreises, die Ruwe nach ihren Angaben auch durch Vorlage mehrerer Gegenbeispiele aus anderen Kommunen nicht ins Wanken bringen konnte. "Wir haben uns wirklich lang gemacht. Ich finde es sehr schade, dass es nicht geklappt hat. Am Ende wird es teurer für den Steuerzahler." Hubert Pille (CDU) äußerte sein Unverständnis.

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