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Steffen Wendeln leitet jetzt die Drobs Suchtberatung in Cloppenburg

2022 soll eine Online-Beratung mit Videoeinzelgesprächen an den Start gehen. Ein exakter Starttermin ist noch offen. Ansonsten möchte der 27-Jährige die Einrichtung weiter entwickeln.

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Steffen Wendeln leitet seit Dezember die Drobs Suchtberatung in Cloppenburg. Fotos: Heinzel

Steffen Wendeln leitet seit Dezember die Drobs Suchtberatung in Cloppenburg. Fotos: Heinzel

Steffen Wendeln ist der neue Leiter der Suchtberatungsstelle Drobs in Cloppenburg. Der 27-Jährige arbeitet bereits seit 2019 als Sozialarbeiter in der Einrichtung an der Andreaspassage 1. Suchtberatung und Aufsuchende Arbeit lauten die Arbeitsgebiete des gebürtigen Garrelers, der Soziale Arbeit an der Universität Vechta studierte und anschließend sein Berufsanerkennungsjahr (BAJ) bei der stationären Jugendhilfe in Cloppenburg absolvierte. Nach seinem BAJ wechselte er zu Drobs. Dort übernahm er jetzt zum 1. Dezember die Leitung.

2022 werde das Angebot bei Drobs Cloppenburg um eine Online-Beratung erweitert, sagt Wendeln. Damit reagiere die Einrichtung auf die Bedürfnisse ihrer Klienten, die oftmals in ihrer Mobilität eingeschränkt seien. Mit solch einer Online-Beratung, also Videoeinzelgesprächen und E-Mailverkehr, erreiche man eine bessere Abdeckung des Landkreises Cloppenburg. Wann das Angebot 2022 an den Start gehen wird, ist noch unklar. Die Einrichtung feilt hier noch an den letzten Details. 

Als Einrichtungsleiter möchte Steffen Wendeln die gut etablierte Suchberatungsstelle weiter entwickeln, indem er eventuell die Aufsuchende Arbeit intensiviert oder die Ausgestaltung der Angebote kreativ überdenkt. Neben dieser beruflichen Motivation gebe es auch eine private. Dem gebürtigen Garreler liege der Landkreis sehr am Herzen. Er möchte hier leben, sich etablieren und weiterentwickeln.

Zahl der Klienten lag im Pandemie-Jahr 2021 bei 378

Die Suchtberatung Drobs Cloppenburg ist im Bereich illegaler Substanzen wie Kokain, Heroin, Amphetaminen, Cannabis oder Ecstasy tätig. „Was konsumiert wird, spielt bei der Beratung nicht die entscheidende Rolle“, sagt Steffen Wendeln. „Es geht um die Funktion, welche das Suchtmittel für das Individuum besitzt.“ Unvoreingenommen und auf Augenhöhe möchte er „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Er sagt, dass es jeden treffen könne. Häufig seien es die Lebensumstände, die einen dazu bewegen, in den Drogen einen Ausweg zu suchen.

2022 soll eine Online-Beratung mit Einzelgesprächen an den Start gehen.2022 soll eine Online-Beratung mit Einzelgesprächen an den Start gehen.

Hier setzt Drobs an, indem es Hilfe suchende Menschen dabei unterstützt, ihren eigenen Weg aus der Sucht zu finden und zu gehen. Dazu ist Drobs in ein Netzwerk eingebunden und kann seine Klienten zielgerichtet weiterleiten, sei es in die stationäre oder die ambulanten Therapie.

Generell konnte dieses Angebot auch während der Pandemie aufrechterhalten werden. Insgesamt liegt für dieses Jahr die Zahl der Klienten der Suchtberatung bei 378, von denen aktuell 121 betreut werden. Von den 378 Klienten kam mit 159 Fällen der größte Anteil direkt aus Cloppenburg, danach folgen Saterland und Friesoythe mit jeweils knapp 30 Klienten, aus Garrel, Cappeln und Löningen kamen jeweils etwa 20.

Klienten gebe man übrigens keine Ratschläge, sondern suche nach Unterstützungsmöglichkeiten auf ihrem Weg aus der Abhängigkeit heraus, meint Steffen Wendeln. Sucht sei eine chronische Erkrankung, mit der man umzugehen lernen könne. Aber es gebe immer wieder Risikosituationen, in denen der Suchtdruck wieder steige. Sucht sei zudem etwas sehr individuelles und müsse entsprechend betrachtet werden. Der 27-Jährige sagt aber auch, dass in der Regel nach drei Beratungsgesprächen ein gangbarer therapeutischer Weg erkennbar sein müsse.

Drobs Cloppenburg gehört zur STEP – der Paritätischen Gesellschaft für Sozialtherapie und Pädagogik mbH in Hannover, die 1971 gegründet wurde und inzwischen auf über 40 Einrichtungen und Angebote in Niedersachsen angewachsen ist. 

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