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Statt Himmelfahrtsprozession könnten Sie am Donnerstag …

Kolumne: Auf ein Wort – Pflegen Sie die gute Vechtaer Tradition der Danksagung an Himmelfahrt! Dafür gibt es in diesem Jahr vielfältige Möglichkeiten.

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Am 13. Mai 1654 – Donnerstag vor 367 Jahren – verließen die letzten schwedischen Truppen Vechta. Nach 7 harten Besatzungsjahren konnten die Vechtaer Bürgerinnen und Bürger wieder „in Freiheit“ durchatmen. Aus Dankbarkeit gegenüber Gott zogen sie am darauffolgenden Tag – es war das Fest Christi Himmelfahrt – mit dem Allerheiligsten durch die Stadt. Die Geburtsstunde der Vechtaer Himmelfahrtsprozession! Seitdem fand sie Jahr für Jahr statt. Eine beeindruckende Tradition!

Mehr als 360-mal konnten die Vechtaer Bürgerinnen und Bürger ihren Dank für die damals erlangte Freiheit (und zwischenzeitlich sicher auch für andere empfangene Wohltaten!) zum Ausdruck bringen. Nur während des Zweiten Weltkrieges konnte/ durfte die Prozession (meines Wissens) nicht stattfinden.

Und nun musste sie schon zum 2. Mal wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

"Grund zum Danken gibt es selbst in Corona-Zeiten in Hülle und Fülle."Karl Gierse

Gute Traditionen – zumal, wenn sie sich über Jahrhunderte erhalten haben – sollte man nicht leichtfertig aufgeben. Und Grund zum Danken gibt es selbst in Corona-Zeiten in Hülle und Fülle: für eine gut überstandene erste Impfung oder sogar für die bereits erfolgte zweite. Für eine überstandene Corona-Erkrankung oder den aufopferungsvollen Einsatz der Pflegekräfte und des ärztlichen Personals. Und, und, und! Deshalb gab es im letzten Jahr anstelle der Prozession einen – wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigt haben – eindrucksvollen Open-Air-Dankgottesdienst mit Mini-Prozession bei bestem Wetter im Offizialats-Garten.

Dieses Angebot gibt es auch in diesem Jahr. Die Wetterprognosen versprechen zwar kein Bilderbuchwetter, aber Petrus – als zuständiger Abteilungsleiter – wird es sicher richten! Allerdings: Weil die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt ist, muss zu diesem Gottesdienst eine Anmeldung über die Pfarrei erfolgen!

Wem es mehr um "Danksagung in Bewegung" geht, dem möchte ich anstelle der Prozession durch die Stadt eine "Mini-Wallfahrt" zur Sträpel-Kapelle in Telbrake empfehlen. Dahin können Sie zu jeder Tageszeit (aber: Ausgangssperre beachten!) wallfahren: allein, als Paar oder sogar als ganzer Haushalt. Und gleichzeitig tun Sie etwas für die Gesundheit. Die kleine Marien-Kapelle am Rande des Füchteler Waldes ist ein echtes Schmuckstück und – wie ich finde – immer einen Besuch wert. Seien Sie sicher, Maria wird den Dank, den Sie ihr anvertrauen, gerne an Gott weiterleiten! Also: Pflegen Sie die gute Vechtaer Tradition der Danksagung an Himmelfahrt! Im Offizialats-Garten oder bei Ihrer persönlichen Prozession im Füchteler Wald! In diesem Sinne: einen gesegneten Himmelfahrtstag!


Zur Person

  • Karl Gierse ist Subprior des Vechtaer Dominikanerkonventes.
  • Er wirkt in verschiedenen Bereichen der Seelsorge in Vechta und im Oldenburger Land.
  • Kontakt per E-Mail an: redaktion@om-medien.de.

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