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Statt Austausch: Liebfrauenschüler entdecken Kulturhauptstadt im Interview

Die Neuntklässler des Cloppenburger Gymnasiums füllen die Lücke im EU-weiten Erasmus-Progamm online. Die Pandemie macht den Reiseplänen ins kroatische Rijeka einen Strich durch die Rechnung.

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Online-Interview: Die Schüler durften den Oberbürgermeister ausfragen. Foto: Herzog

Online-Interview: Die Schüler durften den Oberbürgermeister ausfragen. Foto: Herzog

Über die Situation in der Kulturhauptstadt 2022 informierten sich jüngst Neuntklässler der Cloppenburger Liebfrauenschule. Das Interview mit dem Oberbürgermeister von Rijeka (Kroatien),Vojko Obeirsnel, fand als Videokonferenz im Rahmen des EU-weiten Erasmus-Projektes statt.

Stolz berichtete Obeirsnel, dass zahlreiche Projekte durch das Engagement vieler Bürger seiner Stadt trotz der Corona-Einschränkungen durchgeführt werden konnten. Kulturelle Höhepunkte, Angebote für die junge Bevölkerung sowie ein Projekt namens „27 neighbourhoods“, in dem die Stadt Rijeka mit den angrenzenden Gemeinden zusammengearbeitet habe, hätten das Jahr geprägt.

Dennoch seien viele Wünsche und Hoffnungen nicht erfüllt worden, die die Stadt mit der Nominierung verbunden hatte. Besonders die Gäste aus ganz Europa haben gefehlt. Diesen Gedanken konnten alle Projektteilnehmer nachempfinden, die ihre gemeinsamen Austauschfahrten nach Ungarn, Kroatien und Deutschland bis auf weiteres verschieben mussten. Gerade für Obeirsnel, der in ein paar Wochen nach 21-jähriger Tätigkeit als Oberhaupt Rijekas sein Amt abgeben wird, sei es schade, dass das Jahr 2020 einen solchen Verlauf genommen hat. Eigentlich sollte es ein Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn sein.

Stolz auf seine Stadt

Tröstend für das Stadtoberhaupt: Er könne den Stolz auf seine Stadt jederzeit spüren, sagte das Stadtoberhaupt. Und gerade die grenzüberschreitenden Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Kulturhauptstädten seien das Schönste in den letzten Monaten gewesen, so Obeirsnel.

Der Politiker nahm sich für die Fragen der Schülerinnen und Schüler fast zwei Stunden Zeit. Er begeisterte die Interviewer durch seine Offenheit und ließ es sich zum Schluss nicht nehmen, alle nach Rijeka einzuladen. Für die Zuhörer war es ein Nachmittag mit spannenden Einblicken in die Arbeit eines Politikers, der sich mit seinem Team der Aufgabe, Kulturhauptstadt Europas werden zu wollen, erfolgreich gestellt hat. „Vielen Dank, es hat großen Spaß gemacht, mit Ihnen zu sprechen“, lautete das Fazit einer Schülerin der Liebfrauenschule, auch im Namen der Mitschüler aus Ungarn, Kroatien und Deutschland sowie den Lehrerinnen und Lehrern.

Liebfrauenschule ist Teil eines europaweiten Programms

Erasmus+ ist ein EU-Programm zur Förderung und Bildung von Jugend und Sport in Europa. Schwerpunkte sind dabei soziale Inklusion, der grüne und digitale Wandel und die Förderung der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben. Schulen aus Székesfehérvár (Ungarn), Rijeka (Kroatien) und Cloppenburg (Liebfrauenschule) arbeiten seit etwa zehn Monaten gemeinsam an dem europäischen Projekt „Kulturhauptstädte entdecken – Kulturhauptstadt sein“.

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