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"StadtgARTen" feiert im Vechtaer Zitadellenpark ein grandioses Comeback

Tausendschönchen, Beifang und Biopflanzen: Aussteller reihen sich wie Perlen an der Schnur durch den Vechtaer Zitadellenpark

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Buntes von der Stange: Stände mit Kunsthandwerk zogen die Besucher an. Foto: Brauns-Bömermann

Buntes von der Stange: Stände mit Kunsthandwerk zogen die Besucher an. Foto: Brauns-Bömermann

Wussten Sie was eine Laffacreole, Raku-Brand oder die Cow-Parade in Barcelona ist? Dem Wissen auf der Spur waren die zahlreichen Besucher der 20. Auflage des „StadtgARTen“ im Zitadellenpark in Vechta.

Dass beim Überschreiten der hölzernen Brücke über den Wassergraben Park etwas ganz Besonderes nach 2 Jahren Pause nach Corona wartete, war schnell klar. Entlang der geschwungenen Parkwege reihten sich die Aussteller des Gartenevents wie Perlen an der Schnur und feierten ein Comeback der Traditionsveranstaltung mit den Besuchern.

"Ein toller Park. Und das Event ist nicht zu groß."Dagmar Griewisch-Berkau, Ausstellerin

Die erste Zwischenbilanz der Aussteller am Samstagnachmittag war durchweg positiv: „Ein toller Park, und das Event ist nicht zu groß“, resümierte Dagmar Griewisch-Berkau aus Solingen. Ihr Stand hatte die perfekte Kulisse vor dem Castrum Vechtense. Vors Wasser platzierte sie ihre Fantasievögel aus Keramik, die schelmisch die Besucher anstarrten. Die gelernte Keramikerin fertigt nachhaltig in ihrem Atelier an der Schlossburg an der Wupper die lieblichen Unikate. Ein Stück weiter hängt als Druck das berühmte „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Jan Vermeer. Allerdings trägt es keine Perle am Ohr, sondern die von Goldschmiedin Ute Folkerts aus Sandkrug designte Laffencreola. „Dieser Ohrring passt sich der Form des Ohres an und hält sich daran fest“, sagt Mitarbeiterin Katja Schulz am Stand.

Bei Nadine Heidtmann teilen sich die bunten Kühe der Miniatur „Cow-Parade“ und die kleinen Lauf-Vespas in Knallfarben die Hingucker. Heidtmann und ihr Ehemann Dietmar betreiben „Beim alten Flugplatz“ in Vechta ihr Unternehmen „bleudQ“, das sich der E-Mobilität auf zwei Rädern verschrieben hat. Wie oft Diemar den Kickscooter K1 am Stand zusammenklappen musste, zur Demonstration des praktischen Handlings, zählte er nicht mehr.

Park verwandelt sich in leuchtendes Blütenmeer

Biopflanzen und konventionell gezogenes Grün für den Garten tauchten den Park in ein leuchtendes Blütenmeer. Wer eine Pause brauchte, den lud die Gartengastronomie „Zur Wassermühle“ zum Stopp inmitten des Parks ein. Inklusive Rundumblick über das rege Treiben. Viele der Aussteller waren zum ersten Mal in Vechta: Das war dem neuen Konzept von Eventmanagerin Birgit Rehse aus Bad Bevensen geschuldet. Bisher hatte das Team des Museums im Zeughaus unter Leitung von Kai Jansen die Ausstellung organisiert. Die 20. Auflage wurde nun erstmals auf Wunsch der politischen Gremien des Stadtrates von der Tourismus- und Eventmanagerin Rehse ausgerichtet. Sie bringt viel Erfahrung und gute Kontakte mit.

Mit Bildhauer Björn Poppinga aus Rendsburg kam wunderbare maritime Kunst aus dem Land zwischen den Meeren nach Vechta. „Ich stamme aus München, aber mein Vater kommt von Borkum“, sagt der Künstler, der traumhafte Muschelskulpturen und glänzende Fische in Holzkisten dabei hat. Für ihn gehört als Künstler aber der kritische Blick zur Schönheit der Meere dazu: „Meine Beifang-Kiste soll auf die Meereszerstörung durch uns Menschen hinweisen.“ Lange hätte es gedauert Kanister, Taue und all den Unrat aus dem Meer zu skulpturieren.


Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann
Foto: Simone Brauns-Bömermann

Aus Bremen kommt die junge Meeresbiologin Kimberly Schwarz. „Ich liebe das Meer, und ich liebe die Malerei.“ Und so malt sie akribisch, was sie so schätzt am Lebensraum Meer, lässt sogar T-Shirts und Hoodies mit den Motiven besticken. Die Lebewesen unter der Wasserlinie werden durch sie auf Papier und Stoff sichtbar. „Kimmarinelife“ heißt ihre Unternehmung, mit der die Biologin aufmerksam machen möchte.

„7Sachen“ kommt aus der Nähe von Hannover und ist das Atelier von Iris-Marie Sieben. Sie stellt das erste Mal in Vechta aus. Wie aus der Zeit gefallen, aber besonders schön, ist das Überkleid „Tausendschönchen“. Edle Stoffe und Maßarbeit, das ist ihr Markenzeichen. Sieben bereiste die ganze Welt und kreierte danach ihr Reisekleid. „Man kann es geschlossen in der arabischen Welt oder locker offen in die Oper anziehen“, kommentiert sie und hat es auch an. Zum Maßschneidern kam die gelernte Tischlerin über ihr Gestaltungsstudium.

Marianne und Hartmut Graf haben ihr Atelier in Vechta „Alter Ziegelhof“. Das Atelier „TonART“ ist bei Keramikern bekannt. Die Liebe zu Miniaturhäusern aus Raku-Brand bringt Marianne mit zum „StadtgARTen“. Dort baut sie eine komplette Stadt mit Mauer auf. Das Ehepaar bietet neben Keramikkursen auch einen Brennservice für andere Künstler an. „Die Ideen gehen uns nie aus“, sagen die Künstlerin und der Pädagoge unisono.

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