Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Stadt verhandelt über erstes Carsharing im Kreis Cloppenburg

Den Branchen-Riesen war Cloppenburg zu klein, jetzt will‘s ein örtliches Autohaus richten: Carsharing, die freie und spontane Ausleihe eines Autos, soll an drei Standorten in der Stadt möglich werden.

Artikel teilen:
Carsharing mit Strom: Auch ein E-Auto soll für Kunden in Cloppenburg frei verfügbar sein. Einziger Standort: Der Parkplatz am Rathaus. Denn dort gibt‘s eine Ladestation. Symbolfoto: dpa

Carsharing mit Strom: Auch ein E-Auto soll für Kunden in Cloppenburg frei verfügbar sein. Einziger Standort: Der Parkplatz am Rathaus. Denn dort gibt‘s eine Ladestation. Symbolfoto: dpa

Es wäre das erste Angebot dieser Art im Kreis Cloppenburg. Drei Standorte für fünf Leihautos hat die Verwaltung mit dem Unternehmen bereits ausgesucht. Das berichtete Fachbereichsleiter Björn Drebbermüller in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. Am Bahnhof und auf dem Bürgermeister-Winkler-Parkplatz könnten je zwei Stellplätze für die Fahrzeuge reserviert werden.

Andere Atuos dürften dort nicht mehr parken. Ein Extra-Schild weist darauf hin. Ein weitere Platz für ein E-Auto soll auf dem Rathaus-Parkplatz vor einer Ladesäule ausgewiesen werden.

Wie das Angebot in der Praxis zu nutzen ist, teilte die Verwaltung noch nicht mit. Bei den Großanbietern wird das Auto üblicherweise über eine kostenlose App per Smartphone gebucht und abgerechnet. Nach der Registrierung zeigt eine Kartendarstellung an, wo die mit GPS ausgerüsteten Leihautos stehen und ob sie frei sind.

CDU und Verwaltung lehnen „CO2-Fasten“ als zu aufwändig ab

Eine Plakette an der Windschutzscheibe kennzeichnet die Leihwagen und gewährt ihnen das Recht auf den reservierten Parkplatz. Wann mit dem seit Februar 2019 gesuchten Angebot zu rechnen ist, blieb offen.

Abgelehnt worden ist in der Sitzung des Planungsausschusses ein Vorschlag der SPD zu einem „CO2 -Fasten“ in Cloppenburg. Die von der Fraktion aufgegriffene Idee: Bürger sollten, ähnlich wie beim „Stadtradeln“, in einer öffentlichen Gemeinschaftsaktion zu privaten Beiträgen aufgerufen werden, schädliche Treibhausgase einzusparen, um das Klima zu schützen. Das lehnte der Ausschuss mit den Stimmen der CDU ab.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese warnte vor einer Überlastung der Verwaltung, die nicht mehr zu leisten seien. „Das soll jeder für sich selbst machen“, forderte er: „Das muss nicht die Verwaltung organisieren.“ Die Klimaschutz-Managerin der Stadt, Wiebke Böckmann, werde inzwischen „mit zig Aktionen bis über beide Ohren völlig überfrachtet“.

„Die Verwaltung hat damit keinen riesigen Aufwand“Ratsfrau Jutta Klaus (UWG)

Schon jetzt sei eine zweite Stelle für den Aufgabenbereich des Klimaschutzes „dringend erforderlich“. Noch mehr Aufgaben seien nicht umsetzbar.

Christoph Klaus (CDU) verwies auf das Beispiel der Stadt Nürnberg, das die SPD angeführt hat: 47 Aktionen allein zum „CO2-Fasten“ sind dort gelistet. „Kosten und Nutzen“ stünden in keinem vernünftigen Verhältnis, meinte der Ratsherr. Die UWG unterstützte dagegen die „nette Idee“ (Jutta Klaus). „Die Verwaltung hat damit keinen riesigen Aufwand“, meinte die Ratsfrau.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Stadt verhandelt über erstes Carsharing im Kreis Cloppenburg - OM online