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Stadt Vechta plant 50 neue Bauplätze in Oythe

Das neue Baugebiet soll jungen Familien die Chance auf ein Eigenheim bieten. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Stadt Vechta schon 2022 mit der Vermarktung beginnen.

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Das Baugebiet fügt sich nahtlos an die Wohnsiedlung an. Die 6 Hektar große Fläche liegt zwischen der Straße „Boegel“ im Norden und der Straße „Hoher Esch“ im Süden. Das Grundstück im mittleren Bereich befindet sich in privater Hand. Die Verwaltung hat die Hoffnung, dass der Eigentümer im Laufe des Verfahrens seine Fläche zur Bebauung zur Verfügung stellt. Zeichnung: Stadt Vechta

Das Baugebiet fügt sich nahtlos an die Wohnsiedlung an. Die 6 Hektar große Fläche liegt zwischen der Straße „Boegel“ im Norden und der Straße „Hoher Esch“ im Süden. Das Grundstück im mittleren Bereich befindet sich in privater Hand. Die Verwaltung hat die Hoffnung, dass der Eigentümer im Laufe des Verfahrens seine Fläche zur Bebauung zur Verfügung stellt. Zeichnung: Stadt Vechta

Gute Nachricht für Häuslebauer: Die Stadt Vechta weist ein weiteres Baugebiet aus, um die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Die etwa 6 Hektar große Fläche befindet sich in Oythe, und zwar zwischen den Straßen „Hoher Esch“ und „Boegel“. Auf dem dortigen Ackerland könnten etwa 50 Bauplätze entstehen.

Der Ausschuss für Umwelt, Planung und Bauen hat in seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung des Bebauungsplans „Wohngebiet nördlich des Hohen Eschs“ beschlossen und damit den ersten Verfahrensschritt eingeleitet. In der Videokonferenz unter dem Vorsitz von Thomas Frilling (CDU) gab es keine zwei Meinungen. Wohlwissend um die hohe Nachfrage nach Baugrundstücken, stimmte das Gremium der vorliegenden Planung einmütig zu.

Bürgermeister Kristian Kater (SPD) begrüßt den Beschluss, dass im Randbereich der Stadt weitere Flächen entwickelt werden: „Wir benötigen aufgrund der Nachfrage und der positiven Prognosen hinsichtlich der Stadtentwicklung weiterhin Baugrundstücke. Die neueste Wohnmarktanalyse hat gezeigt, dass viele junge Familien abwandern, die eigentlich einen Bauplatz in Vechta suchen. Dem möchten wir sehr gerne entgegenwirken.“

Fläche ist im Eigentum der Stadt

Die Umfrage habe ebenfalls deutlich gemacht, dass die Stadt ein vielfältiges Angebot, insbesondere für Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen, benötige. Das gelte sowohl für Eigenheime als auch Mietshäuser. Deshalb sollten in Oythe weiter nachgefragte Baugrundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser zur Verfügung gestellt, aber auch Bauflächen für Hausgruppen und Mehrfamilienhäuser abgesichert werden.

Der Großteil des Plangebietes gehört bereits der Stadt. Mittendrin liegt allerdings noch ein größeres Grundstück, das für eine wohnbauliche Entwicklung bisher nicht zur Verfügung steht. Die Verwaltung hat jedoch die Hoffnung, dass sich der Eigentümer im Laufe des Verfahrens doch noch dazu entschließt, seine Flächen ebenfalls an die Stadt zu verkaufen. Damit kämen rund 5.000 Quadratmeter für die Häuslebauer hinzu.

Wie Fachdienstleiter Wolfgang Heuser bei der Vorstellung der Planung erläuterte, soll der Großteil des Baugebietes für Einzel- und Doppelhäuser zur Verfügung stehen. In den Zufahrtsbereichen würden sich Mehrfamilienhäuser anbieten. Beim Zuschnitt sollten vor allem kleine Grundstücke entstehen, in der Größenordnung von etwa 600 Quadratmetern, damit möglichst viele Interessenten zum Zug kommen.

Für die Entwässerung steht im westlichen Bereich ein Regenrückhaltebecken zur Verfügung, das bereits das Oberflächenwasser aus dem angrenzenden „Wohngebiet südlich Boegel“ aufnimmt. Im Zuge des weiteren Planverfahrens seien noch die Belange des Immissionsschutzes gutachterlich zu prüfen, erklärt die Verwaltung.

Verkehrsaufkommen könnte zum Problem werden

Der nördliche Teil des Wohngebietes soll über die Straßen des Baugebietes „Wohngebiet südlich Boegel“ erschlossen werden, also über „Bei Middendorfs Hof“ und „Boegel“. Im südlichen Teil fließt der Kraftfahrzeugverkehr über eine geplante Ringstraße, die an die Straße „Hoher Esch“ anschließen soll. Außerdem wird das Gebiet über kleinteilige Fuß- und Radwege an das Verkehrsnetz angebunden.

Mehrere Ausschussmitglieder wiesen darauf hin, dass das Verkehrsaufkommen durch die zunehmende Wohnbebauung steigen wird. Das könnte im ohnehin schon stark frequentierten Kreuzungsbereich Telbraker Straße/Oyther Straße zu einem Problem werden. Kreisel oder Ampel könnten eine Lösung sein. Das Gebiet im Norden der Stadt bedürfe aber zunächst einer ganzheitlichen Betrachtung, erklärt der Bürgermeister. Aufschluss soll eine Verkehrsanalyse geben.

Dr. Christa Kiene-Schockemöhle (CDU) lenkte den Blick auf die örtliche Infrastruktur, die begleitend entwickelt werden müsse, sprich Grundschule und Kindergarten. Sam Schaffhausen (SPD) fragte nach bezahlbarem Wohnraum. Doch das sei in der jetzigen Planungsphase noch kein Thema, sagte Kater. Solche Fragen würden erst später bei der Festlegung der Vergabekriterien für die Grundstücke geklärt.

Planverfahren und Erschließung könnten sich hinziehen

Nun steht zunächst die Bauleitplanung an. Sobald der Verwaltungsausschuss dem Aufstellungsbeschluss zugestimmt hat, will die Stadtverwaltung die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange einleiten. Gleichzeitig soll die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans durchgeführt werden, denn zurzeit ist das Plangebiet noch als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen.

Die Bauleitplanung soll im Jahr 2022 abgeschlossen werden. Danach erfolgen die Erschließung und anschließend die Vermarktung. Wünschenswert ist 2022, möglicherweise könnte die Vermarktung aber auch erst 2023 beginnen. „Wir möchten die Bauplätze natürlich immer so schnell wie möglich anbieten“, so der Bürgermeister.

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