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Stadt Vechta investiert in den Bäderbereich

Der Mutter-Kind-Bereich des Hallenwellen- und Freibades wird in diesem Jahr technisch aufgerüstet. Auch die vorbereitenden Planungen für das neue Kursbecken sollen beginnen.

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Die Wasser- und Raumtemperaturen sind zu niedrig: Durch den Einbau von neuer Technik sollen die Bedingungen im Mutter-Kind-Bereich optimiert werden. Die ersten Bauarbeiten finden voraussichtlich in den Sommermonaten statt. Foto: Speckmann

Die Wasser- und Raumtemperaturen sind zu niedrig: Durch den Einbau von neuer Technik sollen die Bedingungen im Mutter-Kind-Bereich optimiert werden. Die ersten Bauarbeiten finden voraussichtlich in den Sommermonaten statt. Foto: Speckmann

Ein kleiner Junge und seine Mutter planschen vergnügt im Kinderbecken. Sie sind gerade allein und können sich austoben. Alles scheint in Ordnung zu sein. Doch es gibt ein Problem: Die Temperaturen sind nicht so, wie sie sein sollten. Sowohl im Wasser als auch an der Luft ist es für die Badegäste etwas zu frisch. Schon mehrfach hat es Beschwerden geben. In diesem Jahr soll Abhilfe geschaffen werden.

Die Stadt Vechta als Betreiberin des Hallenwellen- und Freibades will den Mutter-Kind-Bereich technisch aufrüsten. Zur Verbesserung der Raumluft ist zunächst die Installation einer zusätzlichen Lüftungsanlage vorgesehen. Eine dauerhafte Optimierung der Wassertemperatur soll später im Rahmen des geplanten Anbaus eines Kursbeckens erfolgen. Dafür greift die Kommune tief in die Tasche.

Schon in seiner jüngsten Haushaltsrede hat Bürgermeister Kristian Kater (SPD) angedeutet, dass nach dem kostenintensiven Ausbau der Sportstätten „Oyther Berg“ und „Am Bergkeller“ der Bäderbereich ganz oben auf der Aufgabenliste stehen soll. Neben dem Bau eines Kursbeckens im Hallenwellen- und Freibad ist auch eine Sanierung des Lehrschwimmbeckens an der Geschwister-Scholl-Oberschule vorgesehen.

"Die Maßnahmen dienen dazu, das attraktive Schwimmangebot im Freizeit- und Schulbereich zu erhalten und auszubauen."Bürgermeister Kristian Kater (SPD)

„Die Maßnahmen dienen dazu, das attraktive Schwimmangebot im Freizeit- und Schulbereich zu erhalten und auszubauen. Dafür wollen wir in den nächsten Jahren die entsprechenden Haushaltsmittel in die Hand nehmen“, erklärt Kater. Das Investitionsvolumen ist enorm. Allein die Kosten für den Bau des Kursbeckens schätzt die Verwaltung auf etwa 4,4 Millionen Euro.

Der Bau des Kursbeckens hätte schon nach Abschluss der Sommersaison 2019 starten sollen. Das Projekt wurde dann aber aufgeschoben, „weil schlichtweg die Durchführung anderer Baumaßnahmen zunächst wichtiger war, insbesondere im Bereich der Schulen und Kindergärten, wo es unter anderem auch um die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben geht“, erläutert Pressesprecher Herbert Fischer die Hintergründe.

Laut Verwaltung ist der Baubeginn nun frühestens für 2024 vorgesehen. Bereits in diesem Jahr stehen vorbereitende Planungen an. Der Platz für den Anbau befindet sich zwischen dem Hallen- und dem Freibadbereich. Das etwa 130 Quadratmeter große Becken wird mit einem Hubboden ausgestattet, sodass sich die Beckentiefe auf bis zu zwei Meter flexibel regeln lässt.

Neue Technik für mehr Wärme

Im Zuge des Anbaus will der Badbetreiber eine neue Anlagentechnik für das Becken im Mutter-Kind-Bereich installieren. Damit ließe sich die Wassertemperatur gezielt regulieren. Bisher besteht noch eine Abhängigkeit von der Steuerung des großen Hauptbeckens des Hallenbades. Dies hat zur Folge, dass das kleine Becken über höchstens 29 Grad Celsius verfügen kann. Für ein derartiges Angebot sind jedoch 32 Grad Celsius erforderlich.

Nicht zuletzt aufgrund der Glasfassade tut sich in den Wintermonaten ein weiteres Problem auf. Die Raumtemperatur ist zu niedrig. Sie soll normalerweise 2 bis 3 Grad über der Wassertemperatur liegen. Das ist aktuell nicht der Fall. Laut Fachdienstmitarbeiter Marius Kirchhoff sind schon Heizstrahler im Mutter-Kind-Bereich angebracht worden. Sie hätten jedoch nur eine geringfügige Wirkung.

Damit die Werte künftig auch bei niedrigen Außentemperaturen stimmen, soll im Laufe dieses Jahres eine zweite Lüftungsanlage in dem Bäderbereich installiert werden. Nach Angaben der Verwaltung liegt die vorläufige Kostenschätzung bei etwa 160.000 Euro. Die Montage soll in den Sommermonaten erfolgen, damit der Badebetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt werde, so Kirchhoff.

Neue Sommerumkleide kostet 100.000 Euro

Der Ausschuss für Jugend und Sport hat bereits in der letzten Wahlperiode grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Es wird neben den üblichen Unterhaltungsmaßnahmen nicht die einzige Investition in diesem Jahr bleiben. Die Stadt Vechta will für rund 100.000 Euro die Sommerumkleide erneuern und damit die umfangreiche Sanierung des Freibadbereiches abrunden.

Die Außenanlagen sind bereits vor einigen Jahren aufwendig modernisiert worden. Zu den Maßnahmen gehörte unter anderem der Austausch von alten Wasserabläufen, Rohrleitungen und Beckenfliesen. Das Nichtschwimmerbecken wurde verkleinert, um Platz für das geplante Kursbecken zu schaffen. Zuletzt hat die Kommune den Empfangsbereich des Hallenwellen- und Freibades erweitert und erneuert.

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