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Stadt strebt Lösung aus einem Guss an

Der VfL Löningen beantragt einen Kunstrasenplatz mit Infrastruktur. Die Kosten für einen solchen Platz liegen bei rund 750.000 Euro.

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Standort bisher ungeklärt: Wo der neue Kunststoffrasenplatz gebaut wird, steht noch nicht fest. Foto: Willi Siemer

Standort bisher ungeklärt: Wo der neue Kunststoffrasenplatz gebaut wird, steht noch nicht fest. Foto: Willi Siemer

Der VfL Löningen hat für 2022 den Bau eines Kunststoffrasenplatzes auf dem Sportgelände an der Ringstraße einschließlich der dazugehörigen Infrastruktur wie zum Beispiel Umkleidekabinen beantragt. Dies sei die Entscheidung des neuen Rates in den Haushaltsberatungen für 2022, erläuterte Bürgermeister Marcus Willen auf Anfrage von OM online.

Die Verwaltung steht dem Projekt positiv gegenüber

Die Verwaltung sehe die Notwendigkeit eines derartigen, vor allem im Winterhalbjahr nutzbaren Platzes für alle Vereine mit Punktspielbetrieb trotz der hohen Kosten und stehe dem Projekt positiv gegenüber. Da aktuell im Schulzentrum links und rechts der Ringstraße weitere wichtige Projekte anstehen, die sowohl die Interessen des Kreises als Schulträger des Copernicus-Gymnasiums und der Maximilian-Kolbe-Förderschule wie auch der Stadt berühren, strebt der Bürgermeister gemeinsam mit dem Kreis eine Gesamtlösung für alle anstehenden Projekte aus einem Guss an. Ziel sei es, im Interesse aller Beteiligten die maximalen Synergien bei den Absprachen und Planungen für die bestmöglichen Lösungen zu heben, betonte Willen. Es sei daher so bald wie möglich ein Abstimmungsgespräch aller Verantwortlichen, der Kreisverwaltung, der Stadt, aller betroffenen Schulen sowohl in Kreis- wie auch Stadtträgerschaft und der Vereine geplant, kündigt der Bürgermeister an.

Standortfrage ist derzeit noch ungeklärt

Wo der neue Kunstrasenplatz angelegt werden soll, steht noch nicht fest. Neben der Fläche zwischen der Ringstraße und der Tartanbahn kommt auch der Bereich im Anschluss an der Birkenallee in Frage. Hier hat die Stadt weitere 2 Hektar für Erweiterungen gekauft. Bereits vor einiger Zeit hatten Copernicus-Gymnasium, die Gutenberg-Schule, die Ludgeri-Realschule und die Kolbe-Schule gemeinsam einen Antrag an ihre jeweiligen Träger gestellt und den Bau eines dringend notwendigen Umkleidegebäudes für den gesamten Außensportbereich beantragt. In diese Überlegungen einbezogen werden müssen auch die Planungen der Kreisverwaltung als Träger für die Neugestaltung des gesamten Vorplatzes des Copernicus-Gymnasiums zu einem Campus-Gelände und die mit der Stadt abzustimmenden Pläne für deutlich mehr Parkmöglichkeiten links und rechts der Ringstraße sowie die Verlegung des Busbahnhofs für alle Schulen an die Linderner Straße vor die Ludgeri-Realschule.

VfL möchte bessere Bedingungen für alle Vereine der Stadt

In seiner Begründung für den Antrag des Kunststoffrasenplatzes betont der Vorsitzende des VfL Löningen, Helmut Pille, dass in den 6 Sportvereinen der Stadtgemeinde Löningen fast 2500 Aktive beim VfL, dem SC Winkum, dem DJK-SV Bunnen, dem SV Evenkamp und dem SV Benstrup Fußball spielten. Allein der VfL selbst betreut und trainiert 18 Jugend- und 6 Erwachsenen-Teams, erklärte Pille. Die Zahlen belegten die enorme Akzeptanz des Fußballs und würden, so Pille, "den berechtigten Wunsch unterstreichen, mit einem Kunstrasenplatz und dem dazugehörigen Umkleidekabinen bessere Punktspiel- und Trainingsmöglichkeiten für alle Vereine der Stadt auch in den Wintermonaten zu haben."

Für den Bau von Kunststoffrasenplätzen hat der Kreis ein Förderprogramm aufgelegt, da ein solcher Platz ein rund 750.000 Euro kostet. Es ist ein Finanzierungsmodell entwickelt worden, dass im Grundsatz die Übernahme von jeweils 40 Prozent der Kosten von Kreis und Kommune und 20 Prozent für die Vereine vorsieht. Für Diskussionen und Zögern bei vielen Beteiligten sorgen bisher die hohen Folgekosten, wenn der Belag nach etlichen Jahren Nutzung entsorgt und erneuert werden muss.

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